Der Grund, warum es Filme im (neuen) Kinoformat 21:9 gibt,
ist nicht, weil das Blickfeld des Menschens breit anstatt quadratisch ist (ja, das auch, aber das ist nicht der hauptsächliche Grund), sondern:
weil das Kino so ein Alleinstellungsmerkmal hat!
Früher wurden Kinofilme in 4:3 aufgenommen.
Dann kamen auf einmal TV-Geräte auf den Markt und das Alleinstellungsmerkmal des Kinos, bewegte Bilder zu zeigen, war nicht mehr gegeben. So hat man dann das Format entsprechend geändert.
Die Kinofilme kamen nun in 16:9.
Später zogen dann die TV-Geräte aber nach und werden in LCD-Bauweise im 16:9 Format verkauf. So brauchte das Kino wieder ein Alleinstellungsmerkmal ... und das war dann 21:9. Das es heute dieses Format bei Philips gibt, zeigt, dass die TV-Hersteller nun wieder sich dem Kino (langsam) anpassen.
Aber so war es doch schon immer, dass bei Spezial-Bereichen zuerst(!) die Spezial-Sachen gab, dies dann aber später im Heimbereich einzug gehalten hat. Ob nun Breitbild-TVs, Dual-Core-CPUs, Touch-Bildschirme, Kühlschränke mit einer Eismaschine und so weiter.
Darüberhinaus gibt es auf DVDs und BluRays so ziemlich alle Formate. Ich zitiere kurz mal meine Sammlung:
1,33:1 = _38 Filme
1,66:1 = __7 Filme
1,78:1 = _54 Filme
1,85:1 = 148 Filme
2,00:1 = __1 Film
2,20:1 = __1 Film
2,35:1 = __1 Film
2,35:1 = 134 Filme
2,39:1 = __1 Film
2,40:1 = _40 Filme
2,55:1 = __1 Film
Wie man sieht, gibt es Häufungen im Breich 1,78:1 und 1,85:1 sowie im Bereich 2,35:1 und 2,40:1, was man üblicherweise als 16:9 und 21:9 nennt. Das alte 4:3 Format (1,33:1) hat man eher bei älteren Filmen und Zeichentrickfilmen.
Warum einen nun genau Balken stören, kann ich nicht so recht nachempfinden.
Vielmehr ist dann wohl eher der zu kleine Fernseher störend, oder nicht?
Noch dazu, weil die Balken kein Bildinhalt wegschneiden, im Gegenteil, erst durch das ranzoomen verliert man Bildanteile oder man verzerrt das Bild, was beides aber nicht im Interesse eines bewußten Filme-Zuschauers liegen sollte.