h00bi schrieb:
, der Vermieter dich deswegen auch nicht rauswirft und es auch Staatsgewalt nicht interessiert... so what?
Das Problem bei Datenmissbrauch ist ja, das das ja nicht immer gleich dramatisch enden muss wie z.B. in einer Entlassung.
Oftmals sind das ja viel kleinere Nachteile.
So gabs beispielsweise mal Berichte von Webshops die Usern höhere Preise angezeigt haben, die ein Mac OS hatten (anhand der Browserkennung). Weil man Mac OS-Usern unterstellte höheres Einkommen zu haben und damit auch mehr Zahlungsbereitschaft.
Also auch scheinbar harmlose Datenpunkte können Nachteile haben. Und Du weißt halt auch nicht, wie die andere Seite die Daten interpretiert. Um mal bei dem Mac OS Beispiel zu bleiben: Möglicherweise ist die Idee ja auch Quatsch. Nur der Webshop-Betreiber interpretiert halt die Daten so und Du hast trotzdem den Nachteil, ob die Interpretation nun korrekt ist oder nicht.
h00bi schrieb:
auf das Konto meiner Freundin ihr Profil bei den Datenkranken zu verfälschen.
Falsche Daten ist übrigens auch ein großes Problem. Die müssen nicht mal nur da auftreten wie in dem Fall, wo es provoziert wird. Die können auch durch Softwareprobleme auftreten. Gerade was so Datenzusammenführungen angeht, gibt es erfahrungsgemäß (kennt jeder Programmierer) immer irgendwo Probleme.
Zudem verändern sich die Bedeutungen von Daten und die technischen Möglichkeiten im Laufe der Zeit. Daten die heute noch unproblematisch sind können in 5 Jahren ein Problem darstellen.
Es gibt da auch historisch dramatische Beispiele. Wie die Religionsangabe bei der Volkszählung. Dank dessen wussten dann die Nazis, wo die ganzen Juden wohnten, die nach damaliger Nazi-Ideologie aus dem Volkskörper entfernt gehören.
Schlussendlich muss man sagen: Gibt keine wirklich durch und durch harmlosen Daten und die beste Schutzstrategie ist, wenn erst gar keine Datensammlungen über einen existieren.
In der Praxis wird man ein "zero-data" realistischerweise natürlich nicht hinkriegen. Aber wenn Datenabgaben vermeidbar sind, ists nicht der schlechteste Rat das dann halt zu machen.