Warum wird Quecksilber im Franck-Hertz-Versuch benutzt?

ascer

Captain
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Ja, ich denke das Topic erklärt schon alles...

Nutzt man Quecksilber wegen seiner geringen Siedetemperatur?
Oder warum? Mir erschließt sich das gerade nicht wirklich^^
 
Die Anregungsenergie bei Quecksilber ist recht niedrig (4,9eV)
 
...und das führt auch dazu, dass die Lichtemissionen im gut sichtbaren Bereich liegen.

EDIT: Das wirds wohl doch nicht sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Blödsinn, das Licht bei Quecksilber ist im UV-Bereich.
Wir hatten in der Schule eine Frank-Herz Röhre mit Helium, die hat im sichtbaren Bereich geleuchtet.
 
Klar liegt der größte Anteil im UV-Bereich, aber Quecksilberdampflampen ohne Leuchtstoffe senden auch Licht im sichtbaren Bereich aus.
 
Eine Quecksilberdampflampe ist aber keine Frank-Herz Röhre.
Bei der Röhre gibt es nur Anregung auf der ersten Stufe, und das Licht ist nur UV.
 
Ups. Ja, das habe ich scheinbar verwechselt.
Vielleicht war es bei mir damals Neon. (siehe wikipedia-link ganz unten)
 
Ok also benutzt man Quecksilber weil die Anregungsenergie mit 4,9eV sehr niedrig ist und man bei anderen Stoffen einfach die Beschleunigungsspannung deutlich höher aufdrehen müsste, um adequate Ergebnisse beobachten zu können?!
 
Die Anregungsenergie ist nicht der wesentliche Punkt. Man interessiert sich für das Verhalten einzelner Atome und benötigt also ein atomares Gas in guter Reinheit. Ferner möchte man sich auf kinetische Wechselwirkung beschränken - um die Coulomb-Wechselwirkung zu "dämmen" nimmt man eher grosse Atome die nicht grossartig bindungsfreudig sind. Quecksilber passt zu diesen Anforderungen perfekt; ferner ist der technische Aufwand gering und der Datensatz ist "schön".
 
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