Was bedeutet Latenzzeit in der praxis

quickarne

Cadet 2nd Year
Registriert
Juli 2009
Beiträge
21
hallo

ich suche mir grade einen speicher für mein neues system und sehe das es verscheidene latenzzeiten gibt .

Was bedeutet Latzenzzeit

Was kann man aus diesen Daten lesen:

Corsair XMS3 - Memory - 6 GB ( 3 x 2 GB ) - DIMM 240-PIN - DDR3 - 1333 MHz / PC3-10666 - CL9 CL9 ( 9-9-9-24 )

DDR-3 RAM OCZ OCZ3P1333LV6GK 3x2048MB 1333MHz CL7 CL7 ( 7-7-7-20 )


mein system :

core i7 , hd4890,

anwendungen : Bildbearbeitung und games

was macht da sinn?

gruß arne
 
Hallo

Erstmal müssen die Begrifflichkeiten klargestellt werden.
Die fettgedruckten Zahlen in deinem Post sind Timings.
Timings beziehen sich auf eine Anzahl von Takten. Dementsprechend berechnet sich eine Latenz aus Timing/Takt.

Latenzzeiten trennen bestimmte Aktionen des Rams, um einen stabilen Betrieb zu gewährleisten.

Einzig interessant bei diesen 4 Zahlen aus deinem Post ist der 1.Wert, der CL-Wert.
Er zeigt wenigstens geringe -unterer einstelliger Prozentbereich- Performancevorteile bei einer z.B. 20% Verkürzung (z.B. von 5 auf 4 bei gleichem Takt).
Nur noch theoretische Vorteile bietet eine Verkürzung des 2. und 3. Werts, der 4. Wert dagegen ist absolut uninteressant.

Bei einem I7-System (eig. auch allgemein, wenn denn der Speichercontroller und Bussysteme die Bandbreite auch weitergeben können) schaut man zuerst nach Takt, dann nach Timings.
Allerdings muss die Arbeitsweise dann auch auf einen hohen Ramtakt ausgelegt sein.
Insofern kann DDR3-1600 bei dir Sinn machen oder auch hoffnungslos überdimensioniert sein.
Mit DDR3-1333 CL9 solltest du (mit Spielen und Fotobearbeitung) auf einem guten Mittelweg sein. Sollte der 1333 CL7 oder 1600 CL9 gleich teuer sein, nimm diese.
Ist aber ein 1066 CL7 besonders günstig, reicht dieser auch.

Gruß
Raubwanze

PS: Beachte noch die ausführlicheren Erklärungen zur Berechnung der Verzögerung (Latenz) von AP Nova in post 5.
 
Zuletzt bearbeitet:
Solange du kein Hardcore Übertakter bist -> spielts keine Rolle
 
Ich gebe mal noch ein paar Zusatzinfos:

Die 4 Haupttimings geben verschiedene Sachen an, beispielsweise nach wie vielen Takten wieder auf eine bestimmte Speicheradresse zugegriffen und dabei gelesen oder geschrieben werden kann. Ausrechnen lässt sich die (nach puren Werten theoretische) Verzögerung des RAMs übrigens so:
1 Sekunde / (Taktung / 2) (Wegen double data rate) = Zeit pro Takt
Zeit pro Takt * jeweiliges Timing = Dauer bis wieder gelesen/geschrieben werden kann.

Höhere Timings müssen also nicht zwangshaft auch für längere Zugriffszeiten sorgen.

edit: Um als einfaches Beispiel mal einen DDR2 1000 Riegel mit den Timings 5 5 5 15 zu nehmen:
1 Sekunde / (1.000.000.000 / 2) = 2 ns
2 ns * 5 = 10 ns

Entsprechend würden die Verzögerungen 10 ns, 10 ns, 10 ns und 30 ns betragen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ist eine niedrigere Zahl besser als eine hohe, da die Verzögerung kleiner ist. Hab ich das richtig verstanden.

in wieweit macht sich denn eine besseres Timing also von CL9 auf CL7 in der Anwendung oder in Spielen bemerkbar?

Gibt es anwendungen in denen man die Unterschiede merkt oder sind dies nur theoretische Werte?
 
Hab ich das richtig verstanden. -> ist so in etwa richtig.

... in der Anwendung oder in Spielen bemerkbar? -> wenig bis gar nicht.

anwendungen in denen man die Unterschiede merkt -> bei WinRAR z.b. merkt man einen unterschied, auch bei div. benchmarks, braucht man das aber täglich?
 
Danke für die Mühe, damit ist meine Frage beantwortet.
Gruß Arne
 
Zurück
Oben