Wechselrichter ohne Cloudzwang, ohne Stromspeicher, mit Begrenzung der maximalen Einspeiseleistung, mit Ablesung der aktuellen Stromerzeugung

musil

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Ich bin neu hier. Das ist mein erster Beitrag. Also im Vorhinein bereits Danke für die Hilfe!

Ich möchte mein Balkonkraftwerk ganz ganz einfach gestalten. Mein Dach wird überstiegen und der Dachdecker montiert mir 2 Paneele und den Wechselrichter. Ich habe null Arbeit damit. Ein Stromspeicher wird keiner errichtet. In Österreich wird ja bald eine Netzabgabe für die Einspeisung eingeführt. Da möchte ich den Überschuß im Sommer natürlich nicht einspeisen, sondern lieber verpuffen lassen. Eine Einspeisung muß also irgendwie verhindert werden.
Verbaut werden:
Mikrowechselrichter: Hoymiles HM-800 oder Hoymiles HMS-800W-2T (kann ich wählen, Preis bleibt gleich).
2 Paneele: Vertex S+ TSM-NEG18R.28

Ich möchte ohne cloud auskommen. Die aktuelle Einspeisung möchte ich aber irgendwie auslesen können (ohne großartiges technisches Wissen einer bald 70ig-jährigen). Ich möchte das Gerät einstecken, in der App (mittels iPhone oder iMac) einrichten und benötige keinen Fernzugriff etc. Für das auslesen der aktuellen Stromproduktion kann ich leicht in die Nähe des Wechselrichters gehen. Das wäre ja auch nur manchmal notwendig.

Den thread habe ich gelesen. Bin mir aber trotz zahlreicher Beiträge noch unsicher.

Jetzt habe ich also erst einmal 3 Fragen:
1. kann man die Wechselrichtermodelle Hoymiles HM-800 und Hoymiles HMS-800W-2T dazu veranlassen, keinen überschüssigen Strom einzuspeisen? (ich habe irgendwo gelesen, das kann nur das alte HM-800er Modell)
2. kann ich den HM-800 ohne dauernden Internetanschluß über dieses DTU Zusatzmodul, welches ich dauerhaft in eine Steckdose stecken muß, betreiben? Das heist: nur 2 Module und den Wechselrichter ohne weiteres Gerät?
3. Kann ich ohne das Hoymiles DTU die aktuelle Stromproduktion in einer App ablesen?
 
musil schrieb:
Da möchte ich den Überschuß im Sommer natürlich nicht einspeisen, sondern lieber verpuffen lassen. Eine Einspeisung muß also irgendwie verhindert werden.
Das geht nur mit einem Speicher, soviel ich weiß.
 
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Also meine Schwiegereltern ... schon in etwas gehobenen Alters, haben extra ein altes Smartphone, welches sie für solche "Apps" nutzen. Sprich, PV Ertrag auslesen - Lichtsteuerung etc.
Ohne Cloud/Internet wirst du es sonst sehr schwierig haben, immer den aktuellen Ertrag auszulesen. Oder du baust ein Raspi-Pi Projekt - wo einfach der Ertrag direkt auf ein kleinen Bildschirm ausgegeben wird. Dann muss sich die 70-jährige um gar nichts kümmern.
 
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Mmm ich denke nicht, das es eine Netzabgabe für umsonst eingespeisten Strom gibt.
Einfach die Anlage nicht Anmelden. Dann kommmt da auch nichts und du brauchst keine Begrenzung.
Ich gehe mal davon aus, dass in D mind 50% der Balkonkraftwerke nicht gemeldet sind.
 
1. Es gibt von Hoymiles die dtsu666, damit klappt Nulleinspeisung - brauch aber die Cloud. Eventuell mit der DTU und Kabelverbindung zur DTSU - aber das lohnt nicht bei den Kosten

2. 3. Ja. Miss doch mit ner Fritz Steckdose und als App BoxtoGo im WLAN oder die Fritz App
 
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1) nein bei keinem einzigen WR ist das möglich.
entweder einen akku dazwischen
oder verschenken/einspiesen
(theoretisch mit einer smarten logik und einer smarten steckdose aber wozu?)

2) ja. die OpenDTU ist out of the box mit eigenem WLAN lokal nutzbar ohne internetrouter

3) nein. die hersteller-app zwingt dich in die cloud.
entweder openDTU Webinterface verwenden
oder selbst etwas "basteln" mit Smartmeter-reader, OpenDTU, Homeassistant/iobroker

/edit: könnte dann in etwa so aussehen
 

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Bei den Hoymiles Wechselrichtern kann man das auslesen und begrenzen der maximalen Einspeiseleistung über Ahoy DTU oder Open DTU auch ohne Cloud ermöglichen

Das gibt es als Bausatz zum selber löten, oder auch schon fertig aufgebaut, etwa hier (vielleicht auch bei Ebay):
https://shop.blinkyparts.com/de/Ope...les-HMS-und-HMT-Serie-CMT-Modul/blink238342.3
https://www.dtushop.de/products/ope..._gw7nQJF1tiSCP9Qe-B3G2dbp_xnbcTFT4cFDTJwLtKJP

Man kann neben dem ablesen vom Display auch die IP Adresse in einem beliebigen Browser aufrufen und dann die Werte ablesen. Das geht aber erstmal nur lokal im eigenen WLAN und nicht von unterwegs. Für die IP Adresse kann man sich ja einfach ein Lesezeichen im Browser ablegen. Oder man läuft halt zu dem Kästchen und schaut aufs Display.
 
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Komplett ohne Cloud halte ich für schwierig. Allerdings kann man der Anlage den Zugang zum Internet, nach der Ersteinrichtung, ja einfach verbieten.
Je nach Wechselrichter lassen sich die Werte per App häufig trotzdem auslesen, solange die Anlage zumindest am Wifi hängt.
 
Das Problem wird sein: Woher weiß der Wechselrichter, wieviel Strom eingespeist werden soll? Ab Werk sind die WR simpel gestricht: Mach aus DC von den Panels AC für die Steckdose. Deswegen die 800W Limitierung, da der WR nicht sieht was sonst im Haus-/Wohnungsstromnetz passiert.

Bei den Hoymiles kann man über die DTUs (DIY oder von Hoymiles) runterregeln.
Aber, für die gewünschte Nulleinspeisung braucht es IMO zwei Teile neben dem WR:
  • eine Messeinheit à la Shelly 3EM (Pro) zum Erfassen wieviel gerade verbraucht wird, plus
  • eine Steuerheit wie von @Knecht_Ruprecht verlinkt, welche die WR-Leistung in Abhängigkeit zur benötigten Leistung regelt
 
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Ich denke auch, dass eine Einspeisung an einem Anschluss, der auch Strom abnimmt, nichts kosten wird. Es geht da meiner Meinung nach um die Netzentgelte und betrifft so typische Feldscheunen-100%-Einspeiser, die auch noch Geld damit verdienen. Als Abnehmer zahlst Du die Netzentgelte an dem Anschluss ja schon.
 
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1-phasige WR (Mikrowechselrichter) speisen nicht ein, zumindest nicht mit Vergütung¹ (und es ist so wenig, dass es egal ist). Am Smartmeter werden die Phasen außerdem saldiert, d.h. wenn Phasen A -600 W durch das BKW hat, Phasen B und C zusammen + 600 W, dann meldet das der Smartmeter als 0 W an das Netz.

Ohne Speicher kann man den 600/800 Watt WR einfach immer auf 100% lassen, es sei denn die Leitung (im Haus) verkraftet es nicht, was jedoch bei aktueller Hausinstallation nicht der Fall sein sollte. Aber da kann dir dein Elektro Installateur weiterhelfen.

Bei Hoymiles achten, dass die kein WLAN haben, sonst geht die opendtu nicht.

Einspeisekosten sind geplant mit dem neuen Energiewirtschaftsgesetz, aber sicher nicht bei Balkon PVs ¹

¹ Gilt für Österreich.
 
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R O G E R schrieb:
Mmm ich denke nicht, das es eine Netzabgabe für umsonst eingespeisten Strom gibt.
Einfach die Anlage nicht Anmelden. Dann kommmt da auch nichts und du brauchst keine Begrenzung.
Ich gehe mal davon aus, dass in D mind 50% der Balkonkraftwerke nicht gemeldet sind.
Der TE ist in Österreich und da wird das wohl gerade andiskutiert.
 
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jo89 schrieb:
Komplett ohne Cloud halte ich für schwierig.
Ja. Ich habe dafür Shelly EM3, Zendure Hub2000 per lokalem MQTT-Broker, plus opendtu on battery mit HM-800-2T am Start. Geregelt wird über die opendtu. Wie die regelt, wird via openhab gesteuert (Zielverbrauch, Akkuprio Modus, Bypass Modus, ...).

Ist also auch ohne Cloud möglich, aber etwas Spielerei.
 
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DoNG schrieb:
Einspeisekosten sind geplant mit dem neuen Energiewirtschaftsgesetz, aber sicher nicht bei Balkon PVs ¹

¹ Gilt für Österreich.
Ich hab die Nachrichten noch nicht so verfolgt, aber: die Grünen scheinen schon mal gegen die Einspeise-Netzgebühren zu sein (kann sich alles ändern).
Das es Ausnahmen für Balkonkraftwerke geben wird halte ich für wahrscheinlich, aber wissen wird man es erst, wenn das Gesetz finalisiert wird.
 
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Und warum nur zwei Module?
Module kosten Nix, würde mindestens vier nehmen. Du sprichst ja von Dach, also gehe ich davon aus es ist ein Haus und keine kleine Wohnung?
 
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Gibt es denn in Österreich keine Bagatellgrenze für die Netzabgabe der Einspeisung ?
Nulleinspeisung gibt es von Zendure Speichern, jedoch leider alles mit Cloud.
 
typisches thema für das politische sommerloch
https://www.derstandard.at/story/30...tz-einspeist-soll-kuenftig-netzgebuehr-zahlen

mir persönlich ist's auch mit meinem BKW egal ob das jetzt 4€/Monat mehr oder weniger sind.
für meinen persönlichen grünen Fußabdruck find ich das OK.
/edit: andere würden sagen jetzt mach ich etwas für's klima und dann soll ich auch noch zahlen? ja seit's es den gaunz depat? als nächstes zahl i a no die saubere luft aus'm wald oder wos

2023: 390000 pv-anlagen *48€ = 18,7mio€ für die Netzbetreiber

@AlanK Haus wie im eingangspost ja.
4 module ist n guter hinweis. habs mit meinen 4 erst ein paar mal geschafft > 1200W zu generieren bei wolkenlosem himmel. der akku freut sich, der WR regelt auf 800 runter.

@Kristatos ja netzabgabe ist bei allenist dabei. hier z.b.
https://www.e-steiermark.com/hilfe-kontakt/thema/rechnungserklaerung-strom
 
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muss auch endlich den anker smartmeter in den zählerkasten einbauen (lassen) damit ich an die 0-einspeisung komme
 
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