Welche Festplatte/Controller/ Externe/Wechselrahmen sollte ich kaufen? (Teil II)

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tek9 schrieb:
@Scaver Wenn du unbedingt 1 Bay haben willst, musst du das schon klar in deinen Post schreiben ;)
Dachte das ergibt sich aus Speichermenge, Wunschpreis und der Info, das Raid(1) nicht notwendig ist ^^
Ja, da waren mein gekürzten Infos wohl doch zu ungenau ^^
Mit 2-Bay landet man kaum noch unter 300 €, wenn man dann 2x 2TB nehmen muss (da 2x 2TB einfach doch teurer sind, als 1x 4 TB).
Allerdings wird es mit 1-Bay auch schwierig, wie ich feststellen musste.

tek9 schrieb:
Dann schau dir mal die 1xx Serie von Synology an. Zum gleichen Preis wie bei Zyxel bekommst du mehr Software Features.
Danke, hab ich gemacht. Allerdings finde ich die Reviews der DS119J alles andere als gut und die DS118 ist dann doch auch schon wieder um einiges teurer.
Da wäre ja dann ne WD My Cloud EX2 Ultra 4 TB in Raid 0 wieder günstiger. Aber irgendwie wird ja an keiner WD wirklich ein gutes Haar gelassen. An den Geräten der Synology J Serie allerdings auch irgendwie nicht.

Daher schwanke ich nun sehr stark. Sind die 1xxJ wirklich so schlecht? Was haltet ihr von der WD My Cloud EX2 Ultra 4 TB in Raid 0 für den Anfang.
Wenn mal mehr Geld da ist und die Nutzung ausgeweitet wird, könnte man da ja die HDDs gegen 2x 4 TB tauschen und dann in Raid 1 fahren.

Wichtig ist mir halt, dass ich Backups auf OneDrive fahren kann (egal ob Raid 1 oder 0), damit ich ein zusätzliches dezentrales Backup habe (und den Speicher auf OneDrive habe ich durch Office 365 so oder so).
Oder wäre dann die DS119J doch ausreichend, wenn man die WD eh in Raid 0 nutzen will? Oder taugt die echt nichts und es sollte mindestens die DS118 sein?

Nochmal kurz zum Anwendungsszenario:
  1. Backups von 2 PCs und 1 Laptop sollen darauf regelmäßig gespeichert werden.
  2. Zudem sollen ggf. ein paar Dateien darauf gespeichert werden, z.B. Videos oder Musik, die man dann auch auf einem der 3 oben genannten Geräten abspielen kann.
Dabei werden diese Dateien immer noch zusätzlich auf einem der anderen Systeme vorhanden sein.
Beispiel: Die Urlaubsvideos oder -bilder habe ich auf Rechner 1. Nun habe ich Besuch und will diese auf dem Laptop zeigen können. Dazu würde ich die Videos vorab schon auf den NAS kopieren. Die "Originale" werden also auf Rechner 1 nicht gelöscht. Ebenfalls kann ich jeder Zeit mit Rechner 2 und dem Laptop auf die Dateien zugreifen, ohne sie auf jedes der Geräte packen zu müssen. Trotzdem sind es nur "Kopien", wodurch Raid 1 erstmal nicht wichtig ist.
Ähnliches Szenario mit Musik, die ich ggf. mal am Laptop in nem anderen Raum hören möchte.

Ich stehe ich gerade da mit den Überlegungen
DS119J vs. DS118
DS119J vs. WD My Cloud EX2 Ultra (Raid 0)
DS118 vs. WD My Cloud EX2 Ultra (Raid 0)
oder andere Alternativen

Früher habe ich das alles "klassisch" mit ner externen USB Platte realisiert. Da war mein Problem immer, dass ich bei mehreren Systemen immer vergessen habe, regelmäßig die Backups manuell zu fahren (automatisch geht ja nicht, wenn man die Platte immer um stöpseln muss).
 
Hallo

Meine Frage:

4 TB-HDD Seagate BarraCuda (CHF 112.00) oder 4 TB-HDD WD Red (CHF 145.00)?

Gruss

Matthias
 
Die Barracuda ist eine einfache Desktopplatte, die ist nur für 2400 Power-On-Hours pro Jahr und den Einsatz als einzige Platte im Gehäuse gemacht, außerdem haben einige Version der 4TB Barracuda auch noch SMR. Die Red ist eine NAS Platte, die ist für den Dauerbetrieb geeignet (muss aber nicht zwingend so betrieben werden) und für bis zu 8 HDDs pro Gehäuse. Die NAS Reihe von Seagate ist die IronWolf, deren Preis müsstest Du mit dem der Red vergleichen oder wenn eine einfache Desktopplatten für den Zweck reicht, dann vergleiche den Preis der Barracuda mit dem der WD Blue. Wobei die Blue aber meines Wissens nach bisher kein SMR haben, aber dies könnte sich auch ändern, WD beherrscht die SMR Technologie ja auch. Red oder IronWolf haben mit Sicherheit kein SMR.
 
Hallo zusammen,
meine DS215j als zentrales Datengrab ist mit 1x 3TB WD Red langsam am Ende ihrer Kapazität angekommen und daher suche ich jetzt eine zweite Platte als Erweiterung. Ich benutze kein RAID oder ähnliches, gesichert wird manuell auf eine externe Platte.

Die Frage ist jetzt eigentlich nur, welche HDD ich zur Erweiterung nehme, WD Red oder Seagate Ironwolf. Preislich tun sich beide nicht viel, aber bringen die 7200RPM der Ironwolf in meinem kleinen NAS überhaupt einen Vorteil zu der Red mit 5400RPM? Dass die 3TB WD Red im selben Gehäuse bleibt dürfte für NAS HDDs ja kein Problem darstellen.

Bei der Kapazität dachte ich an die 6TB Variante, oder gibt es da etwas sinnvolleres/besseres? Was Cache (6TB Red mit 64/256MB?), Technik, Erfahrungswerte, Preis/Leistung... angeht bin ich leider ziemlich planlos. Die 10TB Varianten sind Heliumgefüllt, lohnt sich das, auch wenn ich diese Kapazität in naher Zukunft nicht brauche?


Zusätzlich bräuchte ich auch noch eine weitere Backupplatte. Die wird nur zum sichern angeschlossen und läuft nicht 24/7, gibt es da Empfehlungen oder nehme ich einfach die gleiche Platte wie im NAS?
 
Generell ist es egal ob man die Red oder IronWolf nimmt, beide sind für NAS geeignet. Die Größe des Cache ist ziemlich egal, es wird sowieso die Größe des DRAM des Controllers angegeben, aber der nutzt nur einen kleinen Teil davon wirklich als Cache für die Userdaten. Die höhere Drehzahl der IronWolf dürfte ungleich mehr zu ihrer besseren Performance beitragen als größere Cache.

Die noch größeren mit Helium haben den Vorteil leiser (zumindest im Idle, zuweilen sind die Zugriffsgeräusche aber recht hoch, wobei ich meine 10TB IronWolf nicht als laut empfinde) und vor allem sparsamer zu sein. Die 2,8W im Idle die Geizhals für die WD100EFAX angibt, scheinen mir aber unrealistisch. Leider habe ich keinen Review gefunden der dies genau nachgemessen hat. Bei Tweaktown wurde nur die Leistungsaufnahme unter Last ermittelt, die 1,5W unter der der alten Red 8TB lag und bei Aphnetworks nur die des ganzen NAS im Idle, wo die Leistungsaufnahme dann mit 10W um 1W unter der mit den alten Red 8TB oder der IronWolf 10TB lag. Dies ist weniger als die über 2,2W zwischen den 5W der IronWolf 10TB und den 2,8W die WD für die Red 10TB vermeldet.

Die alte Red 8TB WD80EFZX ist im Idle mit 5,2W angegeben, während die Purple 8TB WD80PURZ (beide mit Helium) mit 5,7W ein halbes Watt mehr hat, was an zusätzlicher Elektronik wie z.B. anderen / mehr Vibrationssensoren oder der FW (die diese ggf. im Idle deaktiviert) liegen kann. Die 10TB Purple WD100PURZ mit 5400rpm ist mit 5W im Idle angegeben, also 0,7W weniger als bei der 8TB und ich vermute die Red 10TB dürfte real eine Leistungsaufnahme von so 4,5W haben, was dann wieder ein halbes Watt unter der Purple wäre, die der Red ja extrem ähnlich ist. Die 2,8W sind vermutlich nur mit einer besonderen Energiespareinstellung zu erzielen und da ist die Frage ob das eigene System diese unterstützt und welche Nachteile (ähnlich wie damals der Grüne Tod der Green wegen zu vieler Load Unload Zyklen) damit ggf. verbunden sind.

Außerdem haben die IronWolf ab ich meine der 6TB eine UBER von 1:10^15, die Red nur eine von 1:10^14. Für ein Einzellaufwerk ist dies aber nicht so relevant wie bei Platten die im RAID laufen.
 
Ok, dann nehme ich wohl die WD60EFAX fürs NAS, mit den 3TB Reds bin ich bisher zufrieden. So viele neue Daten erwarte ich in nächster Zeit auch eigentlich nicht

Die Backupplatte wird natürlich nicht im Dauerbetrieb laufen, gibts momentan gute (große) externe Platten? Oder ist Gehäuse und HDD (welche?) einzeln der Weg der Wahl?
 
So vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen. Ich spiele mit dem Gedanken mir ein NAS zuzulegen. Hier mal mein Setting, vielleicht habt ihr ja Hinweise, wofür ich das NAS plane zu nutzen:

  • Zentrale Ablage von Musik/Filmen und Bildern (aktuell etwa 1TB)
  • Zugriff auf die Daten durch: Dektoprechner (Windows 10), Laptop A (Windows 10), Laptop B (Ubuntu) und zwei Smartphones (sowohl im lokalen Netz als auch von unterwegs)
  • regelmäßige Back-Ups der oben genannten Geräte auf dem NAS, gerne automatisiert.
  • Zugriff auf die Daten mit einem Pi (und Kodi) zur Wiedergabe von Filmen etc. am TV

Ich denke mal, dass verschiedene Nutzer (2 oder 3 in meinem Fall) auf allen NAS möglich sein sollten? Genauso wie die Verwaltung private Daten pro Benutzer (Dokumente, Bilder, Musik, Videos) aber auch gemeinsamer Daten (ebenfalls Dokumente, Bilder, Musik, Videos).

Sicherung des NAS würde ich manuell über eine externe USB-Platte anstreben.

Die Software Demos von QNAP und Synology schaue ich mir die Tage an.

Ich würde atuell zu einem 2-Bay NAS tendieren und gerne direkt zukunftsorientiert kaufen, da ich mich kenne und weiß, dass ich, wenn ich einmal weiß, was man so alles machen kann, das auch gerne austeste ;-).

Ich denke an so 500€ (mit einer Platte, die ich dann dazukaufen würde, eine weitere kann dann ja später dazu).

Danke schonmal für Empfehlungen :-)
 
@Mathnix

Wie immer gilt: Wenn lediglich 2-3 Clients parallel auf das Nas zugreifen sollen reicht ein Synology aus der J Serie oder ein QNAP in der gleichen Preisklasse völlig aus.
 
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Hallo, ich bin auf der Suche nach einem möglichst günstigen NAS mit 4 bays als Storage aber auch um davon aus Bilder und Videos (vorerst 1080p aber in Zukunft auch 4k) mit Adobe Software zu bearbeiten. Idealerweise sollten 2 clients gleichzeitig zugreifen können, aber nicht unbedingt notwendig. Zugriff brauche ich eigentlich nur lokal. Festplatten habe ich noch keine, kaufe ich aber separat. Wahrscheinlich mit je 4/+TB.

Ich weiß nicht worauf man genau achten muss, da es bereits 4bay NAS für 180€ gibt, preislich jedoch nach oben keine Grenzen gesetzt scheinen.
 
Hallöchen, ich bin auf der Suche nach einer guten robusten langlebigen HDD Destop Festplatte. Ich hatte Mal die 4tb Wd Red pro und war überhaupt nicht zufrieden, da sie nur am quitschen waren. Jetzt habe ich die Wd caviar black seit fast 3 Jahren im Rechner verbaut und bin super zufrieden. Sollte ich eine Wartung oder Inspektion an der Festplatte durchführen, um die Daten sicher aufzubewahren??

Kommen wir zur eigentlichen frage. Es gibt verschiedene Modelle wie seagate skyhawk, barracuda, Ironwolf nas.
Ich bräuchte eine Festplatte zum Speichern von Videos und verschieben von großen daten und eine lange Lebenszeit ist mir auch sehr wichtig so wie die Geräusch Kulisse. Die Festplatten WD caviar black werden jeden Tag von mir eingeschaltet und jeden Tag Videos wie Blu-ray Qualität ect. geschaut.
Soll ich die gleichen Festplatten nochmals bestellen oder gibt es mittlerweile bessere Platten für diese Anwendungen?
 
adamska26 schrieb:
Sollte ich eine Wartung oder Inspektion an der Festplatte durchführen, um die Daten sicher aufzubewahren??
Was sollte denn an einer HDD bei einer Wartung oder Inspektion gemacht werden? Die HDDs sind wartungsfrei, da kann man gar nichts warten. Wenn Du Datensicherheit willst, so lege (noch) ein (weiteres) Backup an, denn Datensicherheit bekommt man nur durch redundante Speicherung der Daten. Ein ordentliches Backup gehört dabei immer auf ein Medium welches in einem anderen Gehäuse steckt als das Medium mit den Originaldaten, also z.B. auf auf ein NAS, in die Cloud oder auf USB Platten die zum Backup dienen und nur zum Erstellen, Prüfen und Aktualisieren angeschlossen werden, danach möglichst bald korrekt abgemeldet, abgezogen und sicher verwahrt werden!
adamska26 schrieb:
eine lange Lebenszeit ist mir auch sehr wichtig so wie die Geräusch Kulisse.
Bei HDDs beträgt die vom Hersteller geplante Nutzungsdauer in aller Regel 5 Jahren. Samsung hat früher die geplante Nutzungsdauer auch immer recht offen in die Datenblätter geschrieben, so wie hier:
Bei aktuellen HDDs steht das nur noch sehr selten so offen im Datenblatt, aber indirekt findet man es auch immer noch, so steht bei der ST1000VX005 im Product Manual auch noch
Aus 50.000 insgesamt und 10.000 pro Jahr ergibt sich dann aber doch wieder der Hinweis auf die geplante Nutzungsdauer von 5 Jahren. Sind des Kalenderjahre, da HDDs auch altern wenn sie nicht benutzt werden und daher auch nur beschränkt lagerbar sind. Natürlich werden die meisten auch etwas länger halten, aber wie viel länger, ist auch Glücksache und eine Frage der Behandlung der Platten.

Dazu müssen sie natürlich innerhalb der Spezifikationen betrieben werden, was bei einfachen Desktopplatten wie den WD Blue oder Seagate Barracuda (ohne Pro) eben bedeutet, dass sie als einzige HDD im Gehäuse arbeiten (der Vibrationen wegen) und auch nur für 2400 Power-On-Hours pro Jahr ausgelegt sind. Wenn die Black weiterhin verbaut bleibt, nimm also eine NAS Platte wie die WD Red, Seagate IronWolf oder Toshiba N300.

Empfehlungen nach Lautstärke sind immer sehr schwer bis unmöglich, dann erstens gibt es auch da eine Serienstreuung, zweitens hängt es sehr von der Einbausituation (also dem Gehäuse, der Befestigung, etc.) ab wie laut eine HDD zu hören ist und drittens ist es sehr subjektiv. Es gibt ja auch nicht nur eine Lautstärke, sondern zwei, die im Idle und die bei Zugriffen, der eine bevorzugt Platten die er im Idle möglichst nicht hört und stört sich nicht daran, wenn diese bei Zugriffen sehr laut wird, der andere erschrickt dann immer und bevorzugt eine die vielleicht schon im Idle lauter raucht, dafür bei Zugriffen aber ihr Geräusch nicht sehr stark ändert. Generell sind HDDs lauter, je mehr Umdrehungen und je mehr Platter sie haben, bei Enterprise HDDs spielt die Lautstärke bei der Entwicklung keine Rolle, da zählt Performance und die Köpfe dürfen dürfen gerne zackig bewegen auch wenn die lauter ist und Helium dämpft die Lautstärke i.d.R. deutlich.
 
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Hallo,
welchen Hersteller für NAS Festplatten könnt Ihr empfehlen bzw. bei welchen habt Ihr gute Erfahrungen gemacht?
Bri einem Händler bei mir in der Nähe würde ich die
Seagate IronWolf NAS oder
Western Digital Red
bekommen?
Ich würde mich über eine Empfehlung sehr freuen
Gruss
Totti78
 
Western Digital Red habe ich für den privaten Gebraucht bei 24 / 7 Belastung sehr gute Erfahrung gemacht und kann sie auch weiterempfehlen.

Beste Grüße
 
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Hatte im alten NAS 8x3 TB WD Reds, im neuen seit 8 Monaten 5x10 TB Ironwolfs.

Ich würde nach dem besseren Preis entscheiden, qualitativ sind beide HDDs eine Empfehlung.
 
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totti78 schrieb:
Seagate IronWolf NAS oder
Western Digital Red
Um welche Kapazität und um wie viele Platten geht es denn? Im Prinzip ist es egal welche der beiden man fürs NAS nimmt, bei den höhen Kapazitäten ab 6TB werden die Unterschiede aber größer, dann haben die IronWolf 7200rpm und eine UBER von 1:10^15.
 
Holt schrieb:
Um welche Kapazität und um wie viele Platten geht es denn? Im Prinzip ist es egal welche der beiden man fürs NAS nimmt, bei den höhen Kapazitäten ab 6TB werden die Unterschiede aber größer, dann haben die IronWolf 7200rpm und eine UBER von 1:10^15.
Nur um eine
 
DDD schrieb:
weist du wie realitätsnah diese UBER Werte sind?
Die UBER ist eigentlich immer in Form angegeben, dass eben auch weniger Fehler auftreten können, die 1:10^14 oder 10^15 sind also auch hier immer der Worst Case der noch innerhalb der Spezifikation ist. Es liegt also kein Defekt und damit kein Grund zur Reklamation vor, wenn die unkorrigierbaren Lesefehler mit dieser Häufigkeit auftauchen, also muss man diesen Wert bei der Berechnung der Wahrscheinlichkeit z.B. für ein erfolgreiches Rebuild eines RAID 5, dann auch zugrunde legen.
DDD schrieb:
Ist das so wie die MTBF bzw. die Schreibzyklen von SSDs, wo z.B. 100 spezifiziert sein können aber die SSD dann 600 problemlos aushält?
Die MTBF ist bei der kleinen Anzahl die Heimanwender gewöhnlich haben, total irrelevant. Gibt der Hersteller z.B. 2 Millionen Stunden MTBF/MTTF an und
  • Hat man 2 Millionen der Geräte in einem System, kann man jede Stunde einen Fehler / Ausfall erwarten.
  • Hat man nur 2000 Geräte, so wird etwa alle 1000 Stunden eine Fehler auftreten, also so alle 43 Tage.
  • Hat man nur eines, wäre ein Fehler nach spätestens 2 Millionen Stunden oder 228 Jahren zu erwarten.
Nur ist nach über 200 Jahren die erwartete Nutzungsdauer schon lange überschritten, damit gelten die Spezifikationen nicht mehr und daher ist die MTBF/MTTF bei so wenigen Geräten nicht aussagekräftig und mithin irrelevant.

Bei den P/E Zyklen der NANDs sollte man zwei Dinge nicht vergessen:
1.) Je wärmer die NANDs während des Schriebens und Löschen sind, umso weniger leidet die Isolierschicht dabei und umso mehr P/E Zyklen halten die NANDs daher auch aus.
2.) Die JEDEC JESD218 sieht für Client SSDs eine Data Retention Time von 12 Monaten bei 30°C Lagertemperatur und vorher 40°C Betriebstemperatur vor, bis zum erreichen der TBW, wobei man damals die TBW nicht künstlich gering angegeben hat, sondern die TBW hier eher mit den spezifizierten P/E Zyklen gleichzusetzen ist. Die Data Retention Time fällt mit dem Verschleiß der (Isolierschicht der) NANDs. SSDs halten also die JESD218 schon lange vor dem Ende der tatsächlichen Lebensdauer der NANDs nicht ein, daher müssen die P/E Zyklen also immer geringer spezifiziert sein als die P/E Zyklen bei denen die NANDs wirklich kaputt sind.

Das Wesen von Spezifikationen ist eben, dass sie eingehalten werden sollen, möglichst alle und bei allen Exemplaren, sofern diese eben auch innerhalb der Spezifikationen betrieben werden. Spezifikationen die das Alter oder die Fehleranfälligkeit betreffen, wie eben bei den P/E Zyklen der NANDs oder der UBER, sind dies immer ein Worst Case Angaben.
 
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