Welche IT Topfirmen wurden von Frauen gegründet?

Simple Man

Lt. Commander
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Ich habe gestern wieder einen Artikel über "Mehr Frauen im Management und Universitäten" gelesen. Ich dachte da irgendwie an Madam Courie, Dennis Ritchie, Steve Jobs und Mark Zuckerberg.

Ich fragte mich dann warum mir keine Frauennamen sofort einfallen, die irgendetwas in der IT in den letzten paar Jahren hervorgebracht haben. Gibt es weibliche Mark Zuckerbergs oder Steve Wozniaks?
Weiß jemand wieviele der IT/Interwebs Topfirmen, die in den letzten 20 Jahren gegründet wurden oder wo recht innovative Ideen entstanden sind, von Frauen gegründet oder zumindest wo Frauen gleichberechtigte Teilpartner waren?
 
Und trotzdem findest du in den entsprechenden Studiengängen höchstens 1-2 Frauen pro Jahrgang... in meinem Jahrgang, dem davor und den beiden nach mir gabs gar keine...
 
So langsam bin ich aber nicht mehr für das Vorhaben zu begeistern , dass 40% des Vorstandes/Leitungsfunktionen von privaten Unternehmen weibliche Führungskräfte haben müssen...
 
Warum?

Im öffentlichen Dienst wird es seit sehr vielen Jahren angestrebt und wird auch umgesetzt, dass in Führungspositionen ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis herrscht. Und es existiert auch ein entsprechender gesellschaftlicher Konsens, dass dies gut und richtig ist. Warum sollte das in der "freien" Wirtschaft nicht auch funktionieren? Frauen sind sicherlich auch dort nicht weniger begabt.

Gruß,
CTN
 
CrunchTheNumber schrieb:
Frauen sind sicherlich auch dort nicht weniger begabt.

Gruß,
CTN

Erm... Einfach weil stellenweise nicht das "Material" verfügbar ist?

Geh an eine technische Hochschule, betrachte alle Kurse, die nix mit BWL und ähnlichem Firlefanz zu tun haben und du kannst die Frauen an einer Hand abzählen. Wo bitteschön sollen Ingenieur Büros etc. die Planerinnen hernehmen, wenn von der Uni nix, oder nur Müll, kommt?

Wenn bei Männern 75% "Geistiger Ausschuss" im bezug auf Führungsqualitäten ist hat man immernoch genug Auswahl, setzt man bei Frauen die gleiche Quote an kannste den Rest mit der Lupe suchen.


Es gibt einfach Berufe, die werden stärker von Männern frequentiert und Berufe, die Frauen lieber wählen, rein von persönlichen Vorlieben her und nicht irgendwelchen Stereotypen.


Da jetzt irgend eine Quote einzuführen, um "Gleichberechtigung" und "Emanzipation" mit Gewalt durchzuprügeln ist absoluter Schwachsinn.



Btw, meine Verlobte wurde vor einigen Monaten befördert. Im Anschluss gabs dann Sprüche etc. von wegen sie hätte eine Affäre mit dem Cheff und richtig Terror. Nicht von Männern sondern ihren Kolleginen, die sich zu "Unrecht" übergangen fühlten. Derartige Situationen löst auch keine Quote und am Ende sinds die Frauen, die Frauen das leben schwer machen.

Befördert man einen Mann ists gerüchteweise "Vetternwirtschaft", befördert man eine Frau wird daraus eine Affäre, die evtl die eigene Ehe aufs Spiel setzt.

Rate mal, wofür sich ein Chef lieber entscheidet, selbst bei absolut gleicher Qualifikation beider Anwärter.
 
Damien White schrieb:
Wo bitteschön sollen Ingenieur Büros etc. die Planerinnen hernehmen,
In den Behörden werden Top-Positionen auch regelmäßig an Nicht-Fachleute vergeben, vor allem an Juristen und -innen. Das stört dort offensichtlich die Gesellschaft auch nicht. Warum sollte also die BWLerin nicht den Top-Job im Ingnieursbüro bekommen?

Wenn bei Männern 75% "Geistiger Ausschuss" im bezug auf Führungsqualitäten ist hat man immernoch genug Auswahl, setzt man bei Frauen die gleiche Quote an kannste den Rest mit der Lupe suchen.
Wenn sich im öffentlichen Dienst eine Frau und 10 Männer um denselbern Top-Job bewerben, wird die Frau (bei sonst gleichen Voraussetzungen) bevorzugt ("Frauenförderung"), wenn in derselben Leitungsebene mehr Männer als Frauen tätig sind. Also: Absolute Bewerber-Zahlen sind auch hier irrelvant. Warum sollte die Gesellschaft etwas, das sie hier für gut und richtig befunden hat, nicht auch in der "freien" Wirtschaft anwenden?

Da jetzt irgend eine Quote einzuführen, um "Gleichberechtigung" und "Emanzipation" mit Gewalt durchzuprügeln ist absoluter Schwachsinn.
Hat's dich bisher gestört? Oder erst jetzt, wo deine eigenen Karriereaussichten betroffen sind?
 
CrunchTheNumber schrieb:
In den Behörden werden Top-Positionen auch regelmäßig an Nicht-Fachleute vergeben, vor allem an Juristen und -innen. Das stört dort offensichtlich die Gesellschaft auch nicht. Warum sollte also die BWLerin nicht den Top-Job im Ingnieursbüro bekommen?

Ok... Das ist mal dermaßen an der Realität vorbei, dass es weh tut. Eine Führungsperson muss mehr können als Excel bedienen und Zahlen lesen, da gehört Fachwissen ebenfalls dazu. Wie zum Geier sollen sonst die Aquisition, Vertragsverhandlungen oder Firmenpräsentationen funktionieren?

Es ist deutlich effektiver Fachpersonal umzuschulen als "BWL-Deppen" (sorry für den Ausdruck) die nötigen Kentnisse beizubringen. Zumal sich selbst dann die "Nachteile" nicht lösen lassen.

Ich meine, warum bevorzugen Männer technische Berufe und Frauen eher pädagogische oder medizinische? Nicht weil sie von irgendwelchen Vorurteilen gedrängt werden, beide Seiten suchen sich das was ihnen gefällt, ihnen Spaß bereitet und am leichtesten von der Hand geht.


Btw, schick mal ne Frau zur Bauabnahme oder Aufmaßprüfung. Ich kenne nur sehr wenige, die das Durchsetzungsvermögen, die Schmutzresistenz und zu einem Gewissen Grat auch Selbstbewusstsein besitzen um diese Aufgabe wirklich in vollem Umfang anszufüllen.


CrunchTheNumber schrieb:
Wenn sich im öffentlichen Dienst eine Frau und 10 Männer um denselbern Top-Job bewerben, wird die Frau (bei sonst gleichen Voraussetzungen) bevorzugt ("Frauenförderung"), wenn in derselben Leitungsebene mehr Männer als Frauen tätig sind. Also: Absolute Bewerber-Zahlen sind auch hier irrelvant. Warum sollte die Gesellschaft etwas, das sie hier für gut und richtig befunden hat, nicht auch in der "freien" Wirtschaft anwenden?

Erm... Kann ich dies jetzt als Diskriminierung von Männern betrachten? Btw, ich befinde dies weder für "gut" oder "richtig". Ich denke jeder Mensch sollte gleich behandelt werden, unabhängig vom Geschlecht.

Eine Frauenförderung ist ebenso falsch wie eine Förderung von Migranten, einfach weils Migranten sind oder Christen, einfach weils Christen sind. Bei absolut gleichen Referenzen haben einzig Erfahrung, Auftreten der Person, und, je nach Beruf, das Alter bzw. die körperliche Verfassung zu entscheiden.


CrunchTheNumber schrieb:
Hat's dich bisher gestört? Oder erst jetzt, wo deine eigenen Karriereaussichten betroffen sind?

Erm... ich glaube du missverstehst da was entscheidendes. Mir ists relativ wurscht, ob ich befördert werde oder nicht, aus mehreren Gründen:

1. Eine Beförderung ist mit deutlich mehr Verantwortung und Aufwand verbunden.
2. Ich vertraue der Geschäftsführung, dass sie bestrebt ist die bestmögliche Wahl zu treffen.
3. Für den Fall, dass ich, wann auch immer, nicht befördert werden sollte so wurde ich aufgrund eines anderen Mannes oder einer anderen Frau nicht befördert. Wieso sollte das Geschlecht hier ein Problem darstellen?

Ernsthaft, wieso? O.o

Existiert für dich nur "Männlein" und "Weiblein" bzw. "Schwarz" und "Weiß"?


Aber


Ich wäre zu jeder Zeit angepisst, wenn ein BWL Fachidiot aufgrund irgendeiner "Quote" einer "Fachkraft" vorgezogen würde, ungeachtet der Geschlechter, des Alters, der Religion o.ä.
 
Deine Argumente mögen aus deiner Sicht ja richtig sein, aber:

Warum regen sich viele (dich eingeschlossen) plötzlich über eine angestrebte Quotenregelung in der "freien" Wirtschaft auf, die die Gesellschaft seit sehr vielen Jahren im öffentlichen Dienst als "gut und richtig" akzeptiert hat?
 
CrunchTheNumber schrieb:
Warum regen sich viele (dich eingeschlossen) plötzlich über eine angestrebte Quotenregelung in der "freien" Wirtschaft auf

Freie Wirtschaft =/= Staatswesen

CrunchTheNumber schrieb:
, die die Gesellschaft seit sehr vielen Jahren im öffentlichen Dienst als "gut und richtig" akzeptiert hat?

Damien White schrieb:
Btw, ich befinde dies weder für "gut" oder "richtig". Ich denke jeder Mensch sollte gleich behandelt werden, unabhängig vom Geschlecht.


Wie ich bereits gesagt habe, und du so btw immernoch überliest, ich finde Quotenregelungen generell für sinnfrei, völlig egal um was es in dieser Quote geht.


Damien White schrieb:
Eine Frauenförderung ist ebenso falsch wie eine Förderung von Migranten, einfach weils Migranten sind oder Christen, einfach weils Christen sind. Bei absolut gleichen Referenzen haben einzig Erfahrung, Auftreten der Person, und, je nach Beruf, das Alter bzw. die körperliche Verfassung zu entscheiden.





Oh, und ich rege mich nicht "plötzlich" auf, du bist es der/die "plötzlich" aus der Versenkung kommt und diese (immernoch sinnfreie) Quote verteidigen möchte.
 
Damien White schrieb:
Freie Wirtschaft =/= Staatswesen

Inwiefern? Wird bem Staat nicht "gearbeitet", so dass es egal ist?

Warum soll Frauenförderung bem Staat "funktionieren" und in der "freien" Wirtschaft nicht?

Noch einmal zurück zu deinem Beispiel mit der Bauleitung: Warum soll die Chefin nicht im Zweifel einem Mann mit auf die Baustelle nehmen, sollte es Probleme geben? Der Mann kann sich auf der Baustelle vielleicht besser durchsetzen, aber die Frau kann vielleicht besser Geschäfte verhandeln / anbahnen bzw. hat die für die Mitarbeiterführung besseren sozialen Kompetenzen? Und wenn es nur relativ wenige Frauen in dem Berufsfeld gibt: Muss man die wenigen nicht besonders fördern? Die Frauenförderung im öffentlichen Dienst hat sicherlich ihren Beitrag dazui geleistet, dass sich Frauen vermehrt für eine Karriere im öffentlichen Dienst interessieren und verstärkt entsprechende Ausbildungen und Studiengänge absolvieren. Warum soll das bei den Bauingenieuren nicht funktionieren? Der Ist-Zustand ist doch keine Entschuldigung für das, was man erreichen könnte?

Die konsquente Ausweitung der Frauenförderung auf alle Wirtschaftsbereiche ist die logische Weiterführung der Frauenförderung im öffentlichen Dienst. Wie kann man das eine nicht wollen, wenn man das andere über viele Jahre akzeptiert hat? Und ich rede hier von der Gesellschaft als Ganzem, deine persönliche Einstellung scheint sich ja nicht 100% damit zu decken.

Die skandinavischen Länder praktizieren die Frauenförderung in der "freien" Wirtschaft schon länger. Dort kommt die Idee ja her. Sind die alle wirtschaftlich erfolglos? Wohl kaum.

Gruß,
CTN
 
Damien White, deine Engstirnigkeit ist peinlich.

Nicht deine Ansicht zu Quotenregelungen - die teile ich. Sondern deine abwertenden Pauschalisierungen gegen BWLer.

Ja, der Studiengang ist überlaufen. Allerdings auch lang nicht mehr, wie es noch vor 3-4 Jahren der Fall war. Und das Klischee des BWL Studenten, der BWL studiert, weil es zu nichts anderem gereicht hat, ist eben genau das: ein Klischee. Das mag evtl. für Wald- und Wiesen FHs stimmen, bei denen Notenschnitt und Qualifikationen wirklich keine Rolle spielen. Aber an den allermeisten Unis sind nicht nur die NCs für BWL vergleichsweise recht hoch, sondern auch die Leute recht qualifiziert, leistungsorientiert und keineswegs faul oder inkompetent, meiner persönlichen Erfahrung nach ist eher das Gegenteil der Fall.

Eine Frauenquote für Führungskräfte halte ich jedoch ebenfalls für Quatsch, da stimme ich dir zu. Das ist für mich Diskriminierung der Männer - eine deutsche Version der amerikanischen Affirmative Action brauchen wir hier nicht.


@CTN:
Was sind denn deine persönlichen Gründe zur Befürwortung einer Frauenquote? Und damit meine ich jetzt nicht inhaltsloses Geschwafel mit schrecklich großen Worten wie "Gesellschaft als Ganzem, gesellschaftlich akzeptiert" usw. Ich möchte von dir Gründe, nicht anscheinbare Akzeptanz von irgendeiner, offenbar "gesellschaftlichen" Moral (was ist übrigens deine Quelle für diese Behauptungen?")

Wieso sollte ein Unternehmer gezwungen sein, einem Top Kandidaten eine Führungsposition zu verweigern und sie einer schlechter ausgebildeten Kollegin zu geben, nur weil irgendeine gesellschaftlich akzeptiert Quote das verlangt? Wäre die Frau leistungsmäßig für die Stelle besser qualifiziert, würde sie die auch heute bekommen. Wir leben nichtmehr in den 50er Jahren, heute zählt die Leistung. Unabhängig vom Geschlecht.
 
Zuletzt bearbeitet:
FreeZer_ schrieb:
@CTN:
Was sind denn deine persönlichen Gründe zur Befürwortung einer Frauenquote? Und damit meine ich jetzt nicht inhaltsloses Geschwafel mit schrecklich großen Worten wie "Gesellschaft als Ganzem, gesellschaftlich akzeptiert" usw. Ich möchte von dir Gründe, nicht anscheinbare Akzeptanz von irgendeiner, offenbar "gesellschaftlichen" Moral (was ist übrigens deine Quelle für diese Behauptungen?")

Weil ich selber im öD arbeite und daher sehe, das es "funktioniert". Die ganzen Contra-Argumente aus der "freien" Wirtschaft erscheinen mir eher persönlich motiviert, wohl aus Angst davor, dass sich die eigene Karriere nicht wie gewünscht entwickeln könnte.

Wieso sollte ein Unternehmer gezwungen sein, einem Top Kandidaten eine Führungsposition zu verweigern und sie einer schlechter ausgebildeten Kollegin zu geben, nur weil irgendeine gesellschaftlich akzeptiert Quote das verlangt? Wäre die Frau leistungsmäßig für die Stelle besser qualifiziert, würde sie die auch heute bekommen. Wir leben nichtmehr in den 50er Jahren, heute zählt die Leistung. Unabhängig vom Geschlecht.

Nein, es geht nicht um die Kollegin mit "schlechterer Leistung" sondern um die mit einer "gleichwertigen Leistung". Nur in diesem Fall sollte die Frau bevorzugt werden, um in Führungspositionen ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis zu erreichen und dadurch evt. auch das Berufsfeld für Frauen attraktiver zu machen. Sollte ein Mann (oder eine Frau) eindeutig besser geeignet sein, stellt sich die Frage erst gar nicht.

Wovor habt ihr Angst?

Gruß,
CTN
 
Ich halte es nicht für möglich, dass 2 Kandidaten absolut gleich "gut" für dieselbe Position geeignet sind.

Auf dem Papier vielleicht, aber dann kommen Softskills dazu. Hier ist es schlichtweg nicht möglich, zwei gleichwertige Kandidaten zu haben. Hier würde die Geschäftsleitung sich dann für die Person entscheiden, mit denen das restliche Führungsteam besser zurecht kommt im Sinne von Zusammenarbeit, Kommunikation, Flexibilität, Zwischenmenschliches usw.

Harte Ergebnisse sowieso Lebensläufe usw. können meinetwegen gleichwertig sind, aber auch das ist sehr unwahrscheinlich. Softskills jedoch, die in der freien Wirtschaft meines Erachtens wichtiger sind als im öD, werden schlichtweg nie als gleichwertig eingeschätzt.

Gerade hierfür gibt es Auswahlgespräche, ACs, Probeläufe uvm. Den Fall, dass 2 Bewerber absolut gleich in jeder Hinsicht sind, und sich dann für den Mann anstatt die Frau entschieden wird, halte ich nicht nur für ein Klischee sondern auch für absolut realitätsfern.
 
Damien White hat zum Teil schon recht.
Über welche Gesellschaft wird denn hier gesprochen? Verschiedene Gesellschaften haben verschiedene SEHR SEHR falsche Entscheidungen in der Historie getroffen. Nur weil es gerade voll in ist, dass die Frau ihren Mann in jedem Beruf stehen kann, ist das noch immer kein Grund dass wir Unternehmer in jedem Bereich der Wirtschaft zwingen irgendwelche Quoten zu erfüllen.

Es gibt nur eine einzige Quote zu erfüllen, nämlich: survival of the fittest! Ein Unternehmer hat das Recht und die Freiheit, bestimmte kritische Positionen mit den am besten qualifizierten Angestellten zu besetzen, unabhängig ob Frau, Mann oder Ausländer. Naja, sollte er zumindest haben...

Aber nun back to topic. Es muss doch paar FirmengründerInnen auch geben?
 
@ Simple Man: Sry, aber darauf will ich noch antworten ^^"

@ FreeZer:
FreeZer_ schrieb:
Damien White, deine Engstirnigkeit ist peinlich.

Nicht deine Ansicht zu Quotenregelungen - die teile ich. Sondern deine abwertenden Pauschalisierungen gegen BWLer.

Es war nicht abwertend gemeint, wenn die so rüberkam tut es mir leid.

BWLer sind, ebenso wie 99% aller Akademiker, stark spezialisiert, in ihrem Fall halt BWL. Jedoch gehören je nach Führungsposition noch andere Fähigkeiten zum Anforderungsspektrum, wo eben nicht der Schwerpunkt eines BWLer liegt. Beispielsweise Aquisition eines Projektes im Hochbau. Da muss man mal spontan am Telefon ein Konzept entwickeln oder gleich eine Kostenschätzung abgeben. Ein BWLer kann sich hier nur auf irgendwelche Eckdaten aus DIN und VDI berufen, Eckdaten die von 1980 stammen und völlig falsch sind. Evtl hat er noch nen "Recknagel" zur Hand, das wars dann aber auch.

Jemand, der schon einige Jahre als Planer arbeitete macht dir das mit Links, 40° Fieber und beiden Armen auf dem Rücken.


Jemand mit jahrelanger Erfahrung und entsprechender Aus- und Weiterbildung ist einem BWLer je nach Position einfach um Welten überlegen.



Also nein, ein BWLer sollte zu keinem Zeitpunkt den "Top Job" in einem Ingenieursbüro bekommen. Ein BWLer gehört in die Kalkulation, Büroleitung und evtl. das Rechnungswesen. (imho wäre er da überqualifiziert) Er hat weder bei Vertragsverhandlungen (Er entwirft den Vertrag, verhandeln tun andere), Bauabnahmen, der Bauherrenbetreuung noch den mittleren und späteren Planungsphasen etwas verloren.

Nicht weil er schlecht ist, oder dumm oder was auch immer sondern einfach weil er nicht die richtige Fachkraft für diesen Job darstellt.



Wenn ein BWLer sich einige Jahre als Planer oder in der Bauüberwachung / -abnahme beschäftigt kann er von mir aus jederzeit eine Führungsposition in einem Ingenieursbüro übernehmen, dann hat er allerdings mit einem klassischen BWLer nix mehr zu tun sondern ist ein Fachplaner, was dann auch seine Berufsbezeichnung im Arbeitsvertrag sein dürfte.


EDIT: Ich wurde gerade darauf aufmerksam gemacht, dass wir einen VWLer haben (KA, wo da der Unterschied zu BWL ist ^^"), der momentan für Berechnungen im TGA Bereich zuständig ist. (Heizlast, Kühllast, Druckverluste) Der hat nach eigenen Angaben inzwischen von VWL null Ahnung, kann dir aber die grobe Heizlast eines Gebäudes quer übern Daumen auf paar hundert Watt genau schätzen.

Fachkraft, kein BWL/VWLer.


Eine unserer Zeichnerinnen hat Germanistik studiert und wird dennoch irgendwan die Abteilung leiten, einfach weil die Leistung stimmt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ FreeZer_
Von welcher "Gesellschaft" redest du da eigentlich die ganze Zeit?
Gabs da mal 'ne Volksabstimmung zu dem Thema oder warum bist du dir so sicher dass das alle wollen?

Nur weil das im öD vielleicht gut angekommt, heißt das nicht das dies ebenfalls in der freien Wirtschaft erwünscht ist.
(Wie frei ist unsere Wirtschaft überhaupt noch, ist die nächste Frage?! - aber das ist ein anderes Thema :p)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Damien White schrieb:
.... Da muss man mal spontan am Telefon ein Konzept entwickeln oder gleich eine Kostenschätzung abgeben. ... Jemand, der schon einige Jahre als Planer arbeitete macht dir das mit Links, 40° Fieber und beiden Armen auf dem Rücken...

Dadurch kommen dann Projekte wie das Opern-/Konzerthaus in Hamburg zu stande, dessen Plan heute deutlich über den Anfangswerten liegt, was Zeit und Geld angeht. Das muss wirklich ein Bauleiter mit 40 Fieber und Arme auf dem Rücken erstellt haben.

Deine Aussage ist sowieso jenseits jeder Seriösität, kein erfahrener Bauleiter wird sich am Telefon zu Aussagen über Zeit und Kosten auslassen, sondern gewissenhaft einen Plan aufstellen.

Damien White schrieb:
...Nicht weil er schlecht ist, oder dumm oder was auch immer sondern einfach weil er nicht die richtige Fachkraft für diesen Job darstellt.

...

Fachkraft, kein BWL/VWLer.

Gut das es um Führungskräfte geht. Und ein BWLer steht im Bezug auf Führungswissen genauso am Anfang wie ein Ing. oder Architekt. Aber für eine Führungsposition sind sie alle gleichgut geeignet, denn niemand ist eine Insel und plant ein Projekt alleine. Eine Führungskraft wird auch nicht die Planung alleine machen, aber sie wird die Leute ranholen, die das gemeinsam erledigen, das nennt man Aufbau einer Organisationsstruktur.

Damien White schrieb:
..., dass wir einen VWLer haben (KA, wo da der Unterschied zu BWL ist ^^"), ...

Diese Aussage ist jetzt mehr als peinlich und man sollte sich fragen, ob alle deine vorherigen Aussagen genau so zu bewerten sind.

Back to topic: hier mal ein paar Artikel dazu

http://www.gruenderszene.de/hr/gruenderinnen-startup-szene

http://www.impulse.de/gruenderzeit/...en-beklagen-Wettbewerbsnachteile/1029797.html

Ein kurzes Brainstorming zu weiblichen Gründern in der Internetbranche bringt eine kurze Liste:
Tanja zu Waldeck – Netmoms (www.netmoms.de)
Franziska Lion-Arend – Imuse.tv (www.imuse.tv)
Sonja Ludscheidt – Mitgründerin von Loca.li (www.loca.li)
Claudia Helming – DaWanda (de.dawanda.com)
Manuela Stoll – Mitgründerin von Shopperella (www.shopperella.de)
Catharina van Delden – Mitgründerin von Unseraller.de (www.unseraller.de)
Annette Müller – Berlinerhonig.de (www.berlinerhonig.de)
Miriam Rupp – Mashup Communications (www.mashup-communications.de)
Peggy Reichelt – Abnehmen.net (www.abnehmen.net)
Heike Helfenstein – Globago (www.globago.com)
Constanze Buchheim – I-Potentials (www.i-potentials.de)

Und das alles mit 10 Sekunden Googlesuche, ganz simple, Simple Man ;)
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Danke für die Links Fu Manchu. Ich habe natürlich selber paar kleinere Firmen oder onlineshops gefunden, die von Frauen gegründet wurden, aber ich weiß nicht so recht: netmoms, shopperella, abnehmen.net??


Zumindest haben sie Humor :evillol:

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