CrunchTheNumber schrieb:
In den Behörden werden Top-Positionen auch regelmäßig an Nicht-Fachleute vergeben, vor allem an Juristen und -innen. Das stört dort offensichtlich die Gesellschaft auch nicht. Warum sollte also die BWLerin nicht den Top-Job im Ingnieursbüro bekommen?
Ok... Das ist mal dermaßen an der Realität vorbei, dass es weh tut. Eine Führungsperson muss mehr können als Excel bedienen und Zahlen lesen, da gehört Fachwissen ebenfalls dazu. Wie zum Geier sollen sonst die Aquisition, Vertragsverhandlungen oder Firmenpräsentationen funktionieren?
Es ist deutlich effektiver Fachpersonal umzuschulen als "BWL-Deppen" (sorry für den Ausdruck) die nötigen Kentnisse beizubringen. Zumal sich selbst dann die "Nachteile" nicht lösen lassen.
Ich meine, warum bevorzugen Männer technische Berufe und Frauen eher pädagogische oder medizinische? Nicht weil sie von irgendwelchen Vorurteilen gedrängt werden, beide Seiten suchen sich das was ihnen gefällt, ihnen Spaß bereitet und am leichtesten von der Hand geht.
Btw, schick mal ne Frau zur Bauabnahme oder Aufmaßprüfung. Ich kenne nur sehr wenige, die das Durchsetzungsvermögen, die Schmutzresistenz und zu einem Gewissen Grat auch Selbstbewusstsein besitzen um diese Aufgabe wirklich in vollem Umfang anszufüllen.
CrunchTheNumber schrieb:
Wenn sich im öffentlichen Dienst eine Frau und 10 Männer um denselbern Top-Job bewerben, wird die Frau (bei sonst gleichen Voraussetzungen) bevorzugt ("Frauenförderung"), wenn in derselben Leitungsebene mehr Männer als Frauen tätig sind. Also: Absolute Bewerber-Zahlen sind auch hier irrelvant. Warum sollte die Gesellschaft etwas, das sie hier für gut und richtig befunden hat, nicht auch in der "freien" Wirtschaft anwenden?
Erm... Kann ich dies jetzt als Diskriminierung von Männern betrachten? Btw, ich befinde dies weder für "gut" oder "richtig". Ich denke jeder Mensch sollte gleich behandelt werden, unabhängig vom Geschlecht.
Eine Frauenförderung ist ebenso falsch wie eine Förderung von Migranten, einfach weils Migranten sind oder Christen, einfach weils Christen sind. Bei
absolut gleichen Referenzen haben einzig Erfahrung, Auftreten der Person, und, je nach Beruf, das Alter bzw. die körperliche Verfassung zu entscheiden.
CrunchTheNumber schrieb:
Hat's dich bisher gestört? Oder erst jetzt, wo deine eigenen Karriereaussichten betroffen sind?
Erm... ich glaube du missverstehst da was entscheidendes. Mir ists relativ wurscht, ob ich befördert werde oder nicht, aus mehreren Gründen:
1. Eine Beförderung ist mit deutlich mehr Verantwortung und Aufwand verbunden.
2. Ich vertraue der Geschäftsführung, dass sie bestrebt ist die bestmögliche Wahl zu treffen.
3. Für den Fall, dass ich, wann auch immer, nicht befördert werden sollte so wurde ich aufgrund eines anderen Mannes oder einer anderen Frau nicht befördert. Wieso sollte das Geschlecht hier ein Problem darstellen?
Ernsthaft, wieso? O.o
Existiert für dich nur "Männlein" und "Weiblein" bzw. "Schwarz" und "Weiß"?
Aber
Ich wäre zu jeder Zeit angepisst, wenn ein BWL Fachidiot aufgrund irgendeiner "Quote" einer "Fachkraft" vorgezogen würde, ungeachtet der Geschlechter, des Alters, der Religion o.ä.