@Robin Hood: Und du glaubst das 1:1 was da steht?
Also mit vielem hat der Kerl gnadenlos recht. Unser Gehör ist nunmal nicht digital und kann daher kleinste Messwertdifferenzen nicht wahrnehmen (behaupt ich mal!).
Das Hinterfragen des ganzen ist sicher auch gestattet, jedoch kann man es einfach nicht so nüchtern gestaltet, wie es hier der Fall ist.
Eine Gegenfrage, die der Mensch da mir beantworten sollte ist:
Beim Strom läuft durchgehend 1 einziges Signal, welches sich nie ändert, während bei der Musik das Singal nicht kontinuierlich ist.
Dann spricht der Bursche von der Verkabelung in Geräten und tut in seiner Sicht der Dinge recht HighEnd-Verstärker und Restmüll in einen Topf zu werfen. Also bei HighEnd-Verstärkern ist es schonmal der Fall, das dort die möglichst kürzesten Strecken für die Signale gegangen werden, wobei es beim BilligModell völlig zu sein scheint.
SChraub mal HighEnd auf und dann den Verstärker für 100€. Im HighEnd sieht es aufgeräumt und übersichtlich aus und beim Billigdingen wuchern dünnste Käbelchen von hier nach da und zurück. Die Leistung, die scheinbar in seinen Augen die ganze Zeit je nach Verstärker (hier z.B. 100W/Kanal) produziert wird, entsteht NICHT wie dort im Text suggeriert werden soll schon am Eingangskanal (Input), sondern erst KURZ VOR DEM AUSGANG. Das die Leiterbahnen auf den Platinen in der Verstärkern dann nicht mit 100W/Kanal belastet werden sondern mit ca. 200mV, das will der Kerl wohl nicht sehen.
Auch ist er nicht in der Lage zu Beweisen, wo die Unterschiede zwischen teuer und billig liegen. Speziell bei Geräten ist die Vorgehensweise fragwürdig. Wenn ich ein Preisspektrum von 10000€ habe. Wie fein unterscheiden die Hersteller bei der verarbeiteten Qualität der Materialien? Wenn die Hersteller für die physisch logische Qualität der Materialien die 10000€ verlangen, macht der Kerl da auch nichts dran.
Bliebe ihm also nur noch darüber zu diskutieren, in welchem Maße die Unterschiede zwischen teuer und billig ausfallen.
Völlig witzlos, war die Passage, wo er sich "seitenlang" mit dem Plattenspieler auseinandergesetzt hat. Unbestreitbar ist, das es bei den Plattenspielern die größten Qualitätsunterschiede für die Musikwiedergabe gibt. Aber das geht bei dem Kerl völlig unter. Auch am Rande erwähnt will ich haben, das bei ihm sämtliche Platten Wellen haben müssen....ENORM!!! Mehrere Zentimeter zwischen der höchsten Stelle und der niedrigsten. Da kriegt man doch nen Lachanfall!
Ich könnte viele, viele weitere Beispiele zur Relativierung herbeiführen, aber ich hab auch nicht ewig Zeit.
Bei dem angesprochenen System, will ich dennoch ein Beispiel aufführen.
Gehen wir von einem sehr großen Raum aus, den die Lautsprecher so gerade noch Beschallen können. So käme ein Lautsprecherkabellänge von sicht selten 10-15 Metern zum tragen. Wenn laut dem Männeken da die 0,75mm Querschnitt elektrisch völlig ausreichend sind, WIESO hört dann JEDER Mensch, den nicht Taub ist, das es bei Verwendung von 1,5mm Querschnitt einen so gewaltigen Dynamikzuwuchs gibt?
Der Einsatz von 2,5er oder mehr würde sicherlich noch mehr bringen, aber nicht diese Differenz additiv hervorrufen!
Laune der Natur? Oder hat der gute Mann doch einige physikalische Größen außen vor gelassen, die er nicht kennt, versteht, oder zur Stimmigkeit seiner Meinungsäußerung außen vor lassen muss?
Um himmels Willen, lieber Robin, versteh dies alles hier nicht als Kritik an dich, sondern eher als realitätsnahen Versuch die Extreme aus beiden Gemeinden (Glaubensrichtungen???) zueinanderzuführen.
Ich sehe mich selbst recht gesund dazwischen angesiedelt.