Welche Schule nach Ausbildung?

Bl4ckbyt3

Cadet 3rd Year
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Juli 2010
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43
Hallo,

ich stecke im Moment im 3.Lehrjahr zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung und bin am überlegen auf welche weiterführende Schulform ich nach meiner Ausbildung gehen könnte? Bisher ist mir nur die Berufsoberschule (in Bamberg oder Forchheim) eingefallen, allerdings bin ich mir nicht sicher ob ich das packen werde, was für möglichkeiten mir zum schluss offenstehen, wo ich mich darüber informieren kann und wie diese Berufsoberschulen so sind.

Bei der Berufsoberschule in Bamberg habe ich mich bereits schlau gemacht. Ein Notendurchschnitt von mind. 3,5 (bei der MR) ist erforderlich sowie das bestehen der Probezeit um längerfristig auf der Schule bleiben zu dürfen. Hat man es dann bis zu 12.Klasse geschafft hat man schonmal das Fachabi (die Prüfung ist freiwillig) und kann anschließend die 13. anhängen um die fachgebundene oder allgemeine Hochschulreife zu machen - mit der man dann überall studieren kann.

Wo genau ist überhaupt der Unterschied zwischen FH und Uni? Liegt dieser nur im Angebot der Studiengänge oder wirkt er sich noch in andere Teilbereiche aus?

Bisher habe ich nur soweit über die Berufsoberschule nachgedacht, dass ich zu dem Entschluss gekommen bin aufjedenfall die Vorklasse zu besuchen da ich es ansonsten nicht packen werde :/


Zu meiner Person, Noten, Ausbildung:

Alter: 19
Bundesland: Bayern
Bildungsabschluss: Realschulabschluss über M-Zug (Notendurchschnitt: 3,3; M:3, D:4, E:3, (Informatik:1))
Ausgelernt: 09/2011 im Alter von 20
Ausbildungsberuf: Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung (im Betrieb wird mir aber sogut wie nichts beigebracht)

Bin ich, bis ich dann endlich mal mit Fachabi und Studium fertig bin, nicht irgendwie schon viel zu alt?

Wäre super, wenn mir jemand die ein oder andere (tief in dem Text verborgene) Frage beantworten kann.

mfg,
Bl4ckbyt3
 
Also bei mir auf der Schule ist das so:

Wenn man eine Abgeschlossene Berufsausbildung hat kann man innerhalb von einem Jahr in dem man Voll Schule hat die Fachhochschulreife erlangen. Danach kannst du dann an FHs Studieren.

Ich zitiere nochmal von der Schulhomepage (http://www.karlkuebelschule.de)

Wenn Sie eine Ausbildung abgeschlossen haben und über einen mittleren Abschluss verfügen, können Sie in der FOS Typ B in einem Jahr die Fachhoschulreife erlangen.

Ich kann dir das aber nicht ganz genau erklären da ich noch 16 bin und die FOS in Zwei Jahren mache.
 
also in BaWü ist das so das es das BKFH gibt, eine schule in der leute mit berufsausbildung inerhalb eines jahres die Fachhochschulreife erhalten, danach kann man an die FH gehen zum studieren. (umfang bei mir waren damals 30 stunden/woche und NIE mitagsschule^^)

und wenn du immer am ball bleibst und in mathe gut lernst packst du das, (mathe ist wichtig, da das immer in einem studien der knackpunkt ist)

unterschied FH vs Uni

die fh ist mehr praxis orientiert die uni eher auf forschung, für gelernte leute ist die FH "bekömmlicher" da man dort zeug von der ausbildung gebrauchen kann (passender studiengang vorrausgesetzt.
 
bei mir hier in Hannover / Niedersachsen gibt es das auch.

Mit einer Berufsausbildung oder erweitertem Realschulabschluss kann man 1 Jahr FOT machen und danach auf jede FH gehen.

FOT = Fachoberschule Technik (hast zwar auch Mathe, Deutsch und Englisch, aber größenteils Technische Lernfelder, Elektrotechnik, Mechanik und so weiter...)

Sowas gibt es auch mit Informatik oder auch eine normale Fachoberschule.

Bin momentan auch in der Ausbildung (allerdings erst 1. Lehrjahr FiSi) und spiele auch mit dem Gedanken, nach meiner Ausbildung 1 Jahr FOT und dann FH zu machen.
Ob man zu alt ist...naja mein Bruder ist 25 und fängt jetzt an zu Studieren (Ingeneur Studium). Mein Patenonkel hat mit 30 noch studiert. Ob du dafür zu alt bist, musst du dann selber entscheiden. Man lernt nie aus, egal wie alt man ist so meine Einstellung.

Gruß
 
Es ist u.U. auch möglich mit abgeschlossener Berufsausbildung ohne Abitur zu studieren.
Das ist allerdings je nach Bundesland verschieden, ich kenne die Einzelheiten nicht.
 
Oho,

ich hätte nicht gedacht das sich soviele Leute erbarmen ihren geistigen Dünnschiss über mich ergießen zu lassen. Ich danke euch soweit :D

Was genau erwartet einen eigentlich genau beim Studieren bzw. umherforschern auf der Uni? Für mich klingt beides etwas langweilig!

Für mich klingt die Uni inetwa so: Man kommt jeden Tag um 8:00-9:00 Uhr in die Uni (oder ins Labor oder oder oder) untersucht'n paar lustige Sachen, tauscht sich mit den anderen über die neuesten Erfolge bei IWBTG aus, freut/ärgert sich zum Tagesende darüber das, dass was man beim umherforschern gefunden hat was ist bzw. nichts ist.

und die FH klingt für mich ungefähr genauso, nur dass man dort noch praktisch u. theoretisch was zutun hat.

scrp schrieb:
Es ist u.U. auch möglich mit abgeschlossener Berufsausbildung ohne Abitur zu studieren.
Ich stelle mir das aber ehrlich gesagt etwas schwer vor, wenn denn die FH/Uni wirklich schwer ist, dort mitzukommen bzw. den Forschern helfen zu können oder zum Forschungsergebniss mit beitragen zu können.
 
Ich glaub du hast ne etwas verdrehte Vorstellung vom Studium.

Als Student forscht man nicht selbst und arbeitet auch nur eher selten bei Forschungsprojekten mit (in den höheren Semestern als Vorbereitung für die Abschlussarbeit evtl.). Die meiste Zeit sitzt man rum, hört sich Vorlesungen zu irgendwelchen Themengebieten an und schreibt am Ende des Semesters ne Prüfung darüber. Eigenständige Forschung oder Mitarbeit daran geht erst los wenn du dein Studium mal abgeschlossen hast.

Studium ist im Grunde fast wie Schule, nur viel mehr Stoff, höheres Niveau und ohne Anwesenheitspflicht. Wer nicht in die Vorlesung geht, muss sich das Wissen halt irgendwie anders aneignen, das bleibt einem selbst überlassen und ist in manchen Fällen sogar sinnvoller als sich die Vorlesung anzuhören. Und sowas wie geregelten Tagesablauf gibts auch nicht, also nix von wegen jeden Tag um 8 Uhr in die Uni rennen. Manchmal fangen die Vorlesungen erst nachmittags an, manchmal ist an nem bestimmten Tag auch überhaupt keine.
 
ich hätte nicht gedacht das sich soviele Leute erbarmen ihren geistigen Dünnschiss über mich ergießen zu lassen.

Du solltest vielleicht mal deinen Tonfall überdenken, wenn du hier Leute um Rat fragst. Solche Sprüche kommen vielleicht am Berufsschulhof noch cool aber lassen die geistige Reife für ein Studium eher zweifelhaft erscheinen (neben dem fehlenden Schulabschluss natürlich).
 
Sehr verehrte ComputerBase'ler,

es tut mir aufrichtig leid, dass ich mein, manchmal zu schnelles, Mundwerk und meine absolut nicht überdachten Aussagen in diesem Forum platzfinden habe lassen. Desweiteren möchte ich anmerken, dass ich allen Beteiligten dankbar für Ihre qualitativ hochwertigen Beiträge bin!

Haben Sie bitte auch verständniss dafür, dass ich aufgrund von hirschwolf's Erklärung "FH vs. Uni"

die fh ist mehr praxis orientiert die uni eher auf forschung

eine total falsche Vorstellung von dem Leben an einer Fachhochschule und der Universität bekommen habe. Ich möchte mit letzerer Aussage, aber nicht die Schuld von mir weisen sondern, im logischen Rückschluss, darauf aufmerksam machen, dass solch eine Aufassung, wie ich sie zu tage gebracht hatte, in meinen Augen, richtig war.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Bl4ckbyt3
 
Wo genau ist überhaupt der Unterschied zwischen FH und Uni?
FH läuft minimal mehr verschulter ab.

edit:
Als Student forscht man nicht selbst und arbeitet auch nur eher selten bei Forschungsprojekten mit (in den höheren Semestern als Vorbereitung für die Abschlussarbeit evtl.). Die meiste Zeit sitzt man rum, hört sich Vorlesungen zu irgendwelchen Themengebieten an und schreibt am Ende des Semesters ne Prüfung darüber.
*zustimm*
 
Ich habe jetzt den Vergleich ein 3 Studienfächern (je 2 an der Uni, 1 an der FH) und aus meiner Sicht ist die FH (wie schon geschrieben) mehr praxisorientiert, die Uni vermittelt schwerpunktmäßig wissenschaftlicher.

M.E. sind und bleiben das Niveau und damit die Anforderungen an einer Universität höher als an einer vergleichbaren FH.

Für den öffentlichen Dienst gilt aber in Zukunft (in der Theorie) kein Unterschied mehr zw. FH und Uni, vielmehr soll nun zw. Master und Bachelor differenziert werden.
 
ok sorry wenn ich eine falsche vorstellung vermittelt habe

die uni macht sehr viel aus theoretischer basis, und man muss alles irgendwie beweisen, (man wird zum forscher ausgebildet)

die Fh bildet einen zum anwender aus, der FHler wendet vorhandenes wissen an, und erforscht nur minimal neue bereiche, neue erkenntnisse kommen beiläufig dabei raus.

und das mit den tagesablauf ist fast ohne vorgaben, grundsätzlich gilt nirgends anwesenheits pflicht, außer in besonderen veranstalltungen (praktikas, sprachen, ...) also alles wo kein mensch freiwillig hingeht.


ps ich fand den spruch mit den geistigen dünnschiss klasse!
 
Das mit der Anwesenheit ist doch auch von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich(es sollen ja auch an gewissen Uni Listen geben ). Unteranderem gibt es für Übungen in manchen Studiengängen Anwesenheitspflicht. Dafür wird es aber auch entlohnt. z.B bie mir Winfer kriegen für die GdI Modul 10CP, wogegen die Infer 12CP erhalten, weil sie Übungspflicht haben.
 
Wenn ich dich richtig verstanden habe bist du Ende Ausbildung 21, 2-3 Jahre Schule hinterher 24, Studium hinterher 27-30, je nach dem wie gut man durchkommt. Ist für Leute die nach der Ausbildung/Beruf studieren nen normales Alter.
Hab selber mein Studium mit 28 beendet. Realschule, Höhere Handelsschule, Ausbildung Schlosser, 2 Jahre als Geselle, 9 Sem. Maschinenbau.
 
Alternativ kann er auch die Ausbildung beenden. In einen Betrieb für mehrere Jahre gehen und sich für das Studium durch Beruferfahrung(3- 4 JAhre waren es glaube ich ?) qualifizieren.
 
Airbag schrieb:
Alternativ kann er auch die Ausbildung beenden. In einen Betrieb für mehrere Jahre gehen und sich für das Studium durch Beruferfahrung(3- 4 JAhre waren es glaube ich ?) qualifizieren.

Sowas geht? Kein wunder das keiner durchblickt wer genau Studienberechtigt ist :D
 
Airbag schrieb:
Alternativ kann er auch die Ausbildung beenden. In einen Betrieb für mehrere Jahre gehen und sich für das Studium durch Beruferfahrung(3- 4 JAhre waren es glaube ich ?) qualifizieren.

dann mag möglich sein, die erfolgsaussicht ist aber sehr gering,

mit mathe 1 und mathe 2 werden die dich sauber an die wand nageln,
nur mit realschule und ausbildung hast du da keine chance
 
Naja was mit aufgefallen ist, dass viele die mit mit anfangen in der Regel schon 22-25 sind und auch jahrelang kein Mathe hatten. Von daher sollte es keinen wirklichen Unterschied machen, ob man nun Abi oder Fachabi oder Realschulabschluss hat. Davonabgesehen ist die Durchfallrate generell bei Mathe I hoch.(250 Ersties und 350 Wiederholer ^^)
 
Dass ich nur mit Realschulabschluss und einer Ausbildung sogut wie keine Chance haben werde ist mir bereits bewusst, Hirschwolf!

Also für mich steht jetzt vorläufig erstmal fest, dass wenn ich unbedingt studieren möchte, dass ich dies über eine Fh angehen werde. Nur die blanke Theorie ist mir dann ehrlich gesagt wieder etwas zuviel - da schaltet mein Gehirn schon automatisch ab, ohne das ich etwas dafür kann.

Welche Möglichkeiten gibt es eigentlich um sich schonmal geistig auf die Berufsoberschule/Fh/studium vorzubereiten? Gibt es überhaupt Möglichkeiten? Das einzigste was ich bisher, für mich interessantes, gefunden habe ist ein einfacher youtube-kanal
 
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