Welches NAS und wieviel "Power" brauche ich?

ingo750

Ensign
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Moin,
Geburtstag und Weihnachten steht an, Zeit sich zu beschenken und die Familie da irgendwie gleich mit. Nur benötige ich noch Rat bei der Gerätewahl, denn mir ist nicht klar, welche Ausstattungsvariante ich benötige, was sinnvoll ist und was eher überfl. "Luxus".

Derzeit habe ich Modelle von Qnap oder Synology im Auge, da diese regelmässig empfohlen werden, bin aber nicht festgelegt.

Jetziger Stand: Alle Medien (Musik, Fotos, Videos) liegen auf dem PC, Volumen so ca. 2 TB und wachsend (bräuchte also sowieso eine neue HDD). Da mir auf den PC kein Itunes draufkommt, holen sich die Kinder was sie wollen per USB Stick für ihre Endgeräte/Rechner. PC muss an sein, wenn die WD TV live sich einen Stream holt, parallel (zum. nicht ausprobiert) könnte Sohnemann mit seinem TV nicht auch noch zugreifen. PC schaltet sich zwar irgendwann per Programm autom. aus, muss aber jeweils erst einmal manuell gestartet werden. Das ist alles suboptimal....

Was brauche/möchte ich:
- mehrere Nutzer sollen gleichzeitig auf die Daten zugreifen können
- die z.B. WD TV live bräuchte nur die Daten, der Philips TV des Sohnes verträgt deutlich weniger Formate (Wandlung möglich so a la PS3 Media Server?)
- die vorhandene alte Stereo Anlage würde ich auch gerne mit der ge"flac"ten CD Sammlung füttern (was ich dafür noch zusätzlich an Technik/Geräten benötige, weiss ich allerd. noch nicht)
- das NAS soll autom. bei Nichtbenutzung und/oder zeitgesteuert in den Standby-Modus gehen und möglichst wenig Strom verbauchen
- automatisches Aufwachen, d.h. nicht extra manuell am Gerät einschalten müssen
- 1bay oder 2bay? Reicht eine 3 TB Platte? Ich brauche kein Raid, wirklich wichtige Daten werden separat gebackupt.
- welche Festplatten sind empfehlenswert, muss es die WD red sein?

Von der einfachen DS112j bis DS213+ (und analog Qnap) ist die Preisspanne doch recht gross und dementsprechend unsicher bin ich, welche Leistungsspanne (Prozessor etc.) ausreicht, ob man ein 2bay gleich voll bestücken muss usw.

Besten Dank für Tipps.
Ingo
 
Zuerst ist natürlich Dein Datenvolumen und vor allen Dingen die Zuwachsraten ausschlaggebend.
Danach hast Du ja schon die beiden bekanntesten Firmen ausgesucht.

Jedes NAS hat aufgrund des Prozessors und der Netzanbindung eine bestimmte "Grund-Performance". Der gleichzeitige Zugriff von 2 oder 3 Usern auf das NAS ändert hier kaum Etwas in der Performance.

Aber auch hier gilt je performanter je teurer.

Jetzt geht es um das P/L-Verhältnis und in diesem Zusammenhang wird es günstiger gleich ein 4 Platten-System zu erwerben, z.B. http://www.qnap.com/de/index.php?lang=de&sn=375&c=292&sc=529&t=537&n=3453.
Ab drei Festplatten ist Raid5 möglich, was durchaus zu empfehlen ist.

Backup für das NAS:
Raid5 erhöht die Verfügbarkeit, stellt aber keine Datensicherung dar. Der Ausfall einer Festplatte kann kompensiert werden.
Es empfiehlt sich an das NAS eine ESATA-/USB-Festplatte mit z.B. 3 TB anzuschließen und das Backup durch das NAS durchführen zu lassen.

Auch wenn Eingangs diese erweiterten Möglichkeiten nicht unbedingt gewünscht werden, so kann ich aus eigener Erfahrung sagen, dass so ein zentraler "Daten-Topf" im Hause schon sehr praktisch ist, da ich dort auch den Haushaltsdrucker zentral mit angeschlossen habe. Daten-Inkonsistenzen gehören seitdem der Vergangenheit an.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ TE:

da Deine Daten stetig wachsen wirst Du auf langer Sicht wohl nicht um eine 4 Bay NAS rumkommen. Weder die Syno noch die QNAP können in Echtzeit die Formate umrechnen wie es der PS3 Konverter kann. Dafür sind die CPU´s einfach zu schwach.

Leider gibst Du keinen Preisrahmen an, sonst hätte ich Dir ein Gerät empfehlen können

Zum umwandeln von Musik... da würde ich Dir das Sonos System empfehlen. Der ZP90 (ka, wie der jetzt neu heißt) würde für Deine Zwecke vollkommen reichen. Vorteil bei dem System ist, Du kannst es später fast beliebig ausbauen. Es spielt FLAC Dateien ab und bei LIVE CD´s hast Du auch keine "Pausen" drinnen

Greets

Nexarius
 
habe eine Qnap 412, und bin sehr zufrieden. eine höhere version brauchst du nicht. Es hat 4 bays und ist sehr gut konfigurierbar, und wegen der grossen community, sehr erweiterbar. Wenn dir 4 bays zuviel sind, gibts auch die version mit 2 ( -> 210). Wake on LAN braucht kein Mensch, die version mit WOL ist nen Stück teurer.
Bin grade dabei mein JBOD (1,5TB + 2,0TB) gegen RAID5 3x2TB ( = 4TB) zu tauschen. Der Build vom Raid dauert da mal eben fast 20 Stunden ;) (57% von 21h00 bis 7h10 heut morgen..)

Aber als Mediaserver ist das Teil einfach das Geld Wert. Wenn du ein Autovergleich haben willst, es ist quasi ein Audi unter den Marken :)
 
Also langfristig lohnt es sich immer ein NAS Eigenbau.

Der vorteil liegt auf der Hand: stets sehr gute Geschwindigkeit, unbedgrenzte Möglichkeiten dort Programe auszuführen gerade sowas wie PS3 Media Server, FTP server, OWN Cloud, VPN usw.....
 
Die werden on thy fly "gerendert"

P4 3Ghz ist zu schwach, ab Intel E6750 kann man sehr flüssig streamen.

Ich habe das früher zu meiner PS 3 gestreamt, seit ich einen HTPC haben, verstaubt die PS3 leider *gg*
 
worldoak schrieb:
Also langfristig lohnt es sich immer ein NAS Eigenbau.

Der vorteil liegt auf der Hand: stets sehr gute Geschwindigkeit, unbedgrenzte Möglichkeiten dort Programe auszuführen gerade sowas wie PS3 Media Server, FTP server, OWN Cloud, VPN usw.....

Der NAS Eigenbau ist:
a) komplizierter
b) du amüsierst dich damit
c) kostenintensiver
d) stromintensiver!!
e) teurer (raid5 Controller...)


Auf dem Qnap kannst du auch quasi alles installieren, was man unter Linux kompilieren kann, da es ein Linuxkernel hat
 
Schonmal vielen Dank bis hierhin,

Preisrahmen... schwierig; bis 400,- hätte ich für den Einstieg in das Thema als akzeptabel empfunden, bin aber nicht böse, wenns drunter bleibt, wenns drüber geht, müsste ich das vor mir schon gut begründen können :D. Bei den HDD Preisen ist man da ja ruckzuck dran bzw. auch schon drüber.
Die 4-bay Geräte würde ich daher im Augenblick fast als Overkill empfinden, sowohl kapazitäts- wie auch preismässig. Mag ja sein, dass ich irgendwann dahin komme die Kapazität zu benötigen, aber vermutlich ist dann der Rest der Technik schon weitgehend überholt und es stände auch ein neues NAS an.

Wenn ich das recht verstehe, dann ist auch fürn Sohnemann eine Mediabox a la wd tv live notwendig.
Selbstbau sehe ich ähnlich phreeze, ich hab da auch schlicht zu wenig Zeit für.

Was bedeutet denn WOL "nicht wichtig"? Das NAS steht so, dass ein schneller Zugang nicht möglich ist, ich kanns also nicht mal eben manuell einschalten (ausser Strom über Zeitschaltuhr) - muss es da WOL können?

@nexarius Besten Dank für die Info, habe mich damit leider noch gar nicht beschäftigen können. Mir schwebt da eine Steuerung/Titelauswahl über ein Tablet o.ä. vor. Hauptbedingung - Ordnernavigation muss möglich sein ;-)

Sonstige Alternativen? Hier in der Fa. haben wir für backup-Zwecke einen Fujitsu Celvin Q700, der scheinbar ein gelabelter Qnap ist.

Gruss, Ingo
 
phreeze schrieb:
Der NAS Eigenbau ist:
a) komplizierter
b) du amüsierst dich damit
c) kostenintensiver
d) stromintensiver!!
e) teurer (raid5 Controller...)


Auf dem Qnap kannst du auch quasi alles installieren, was man unter Linux kompilieren kann, da es ein Linuxkernel hat

a) stimmt, dafür hat man die volle komponenten-kontrolle
b) joa, wenn es einem spaß macht mit hardware und software rumzuwerkeln^^
c) auf keinen fall, nicht in relation zur gebotenen leistung...für n paar hundert € bekommt man n sehr schnell system (so im bereich i3), während man bei sich QNAP und Syno bestenfalls mit nem Atom zufrieden geben muss (verständlich, die entwicklung, verarbeitung und der support müssen schließlich auch bezahlt werden)
d) da das ding idR sowieso nur idle't ist es auch nicht soo viel mehr
e) den punkt hatten wir schon bei c), aber wenn du extra nen raid-controller erwähnst: braucht man auch nicht, jedes einigermaßen aktuelle mainboard kann n raid5 mit 4 platten erstellen...ist halt dann nur onboard, aber syno und qnap haben auch keinen dedizierten controller, dafür ist onboard-raid in verbindung mit ner guten cpu auch deutlich schneller und kann auch noch verschlüsselung verkraften (im vergleich zum onboard-raid von qnap/syno)

vorteil von qnap und syno ist mMn, dass auch der unerfahren(er)e anwender sehr viele möglichkeiten (und hilfestellungen) bekommt, während man mit WHS, den NAS-OS oder direkt linux/unix alles selber suchen muss, dafür hat man dann natürlich auch viel mehr möglichkeiten

aber ich denke in dem konkreten fall wäre ein kleines fertig-pc doch die bessere wahl (qnap TS-219P II zB)
 
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