Wie alte Fotoalben archivieren (HW+SW)?

instinkt

Commander
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Hallo,

meine Eltern möchten alte Familienfotos/Fotoalben digitalisieren. Da ich vergleichbares noch nie in Angriff genommen habe und es gleich "richtig" machen möchte, bitte ich um Tipps, wie so etwas unter XP/W7 angegangen werden kann.

Zunächste habe ich folgende Fragen

- zur Hardware:

welcher Flachbettscanner ist für mein Projekt ausreichend? Reicht eine Auflösung von 2400x4800dpi? Was ist der Unterscheid zwischen CIS und CCD?

- zur Software:

da quasi Umzugskisten voll Fotos digitalisiert werden sollen, wird nicht der Scanvorgang an sich, sondern bestimmt die Dateibezeichnung und Ordnerauswahl die zeitintensivste Maßnahme sein, oder? Wie gesagt - ich kenne mich in diesem Bereich null aus. Ist es vergleichbar der Digitalisierung von mp3s? Gibt es auch für Fotos vergleichbare Attribute wie bei ID3-Tags? Könnt ihr mir eine bewährte Methode mitteilen?

Für jeden Tipp in diesem Neuland-Gebiet bin ich äußerst dankbar.
 
Also zur Hardware kann ich dir bei dem Umfang erst mal zu einem Scanner mit Blatteinzug raten. Du willst doch nicht ernsthafte jedes Photo einzeln von Hand auflegen und dann den Scan-Knopf drücken? :D
Zu den Tags ist zu sagen, dass diese schon in Bilddateien vorhanden sind, allerdings beim Scannen wenig Sinn ergeben. Dort sind Belichtungsparameter abgelegt sowie die Zeit der Aufnahme. All diese Informationen kannst du aus dem Abzug nicht herausholen, daher ist das kein Thema. Eine vernünftige Scansoftware kann schon einfach fortlaufende Nummern für die Bilder als Dateinamen erzeugen. Merh braucht man imho auch nicht wirklich.
Es gibt übrigens auch Negativ- oder auch Diascanner, damit könnte man u.U. eine bessere Qualität erreichen, genaues kann ich dir dazu aber leider auch nicht sagen.
 
Dankeschön. Diascanner sind laut geizhals aber im mind. dreistelligen Bereich. Das ist zu teuer.

Bzgl. Blatteinzug:
Meine Eltern haben bereits ein Multifunktionsgerät Brother MFC-7225N mit Einzug-Scanner und Auflösung 1200x1200dpi. Soll ich's erstmal damit versuchen?
 
Die Canon Scanlide Modelle können bis zu 3 Bilder auf der Vorlagenscheibe gleichzeitig erkennen und getrennt scannen, soweit ich das noch richtig von meiner Anschaffung in Errinnerung habe.

Softwareseitig würde ich erst mal Themenbezogen scannen und die Dateinamen des Progs übernehmen. Nur halt alles in einen Ordner speichern (Urlaub 87 oder so). Später kannst du das ja dann mit der Win Miniaturansicht schnell editieren.

trotzdem tust du mir leid bei dieser Fleißarbeit ;-)
 
Naja, eher meine Eltern dürfen Dir leid tun. Es ist ihr Projekt. Ich muss es ihnen nur erklären;).

Bzgl Brother 7225N:
Habe eben etwas rumprobiert. Der Scanner schafft lediglich 600dpi und ist s/w. Eine Neuanschaffung für Farbfotos ist also unumgänglich.

Hat dieser Canon CanoScan LiDE 100 einen Einzug?


Edit:
Wenn man die Bewertung zum Canon CanoScan 5600F liest, scheint das die beste Lösung zu sein. Zumal in den Fotokisten auch ein paar Dias sind, die dann auch eingescannt werden könnten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also beim Scannen kommt es bei einer Menge Bilder auch auf die Auflösung an. Geringe Auflösung ist schnell,, eine hohe Auflösung braucht je nach Gerät locker doppelt so lange zum Scannen dafür sind die Bilder dann eben auch "größer".

Als gutes Programm würde ich IrfanView empfehlen. Damit kann man alles anpassen, Batch Konvertierungen (Umbennen, etc..) ausführen und v.a. Batchscannen, d.h. man legt einfach ein Bild nach dem anderen in den Scanner und der Rest geht automatisch.

An einer gewissen Menge an Bildern werden auch Fotoservices interessant die dir die Arbeit abnehmen. Bei mehreren Tausend Bildern kostet der Abzug vom Negativ bzw. Foto 10-20 Cent pro Stück. Das ist bei 1000-2000 Bildern soviel wie ein hochwertigerer Scanner kostet.
 
Halo,

für "nur so am PC Bilder zu schauen", reichen auch 600 dpi dicke aus.

CCD-Scanner verwenden eine Kaltlichtröhre als Lichtquelle.
CIS-Scanner verwenden LEDs, verbrauchen weniger Strom, brauchen kein Netzteil, haben dafür aber weniger Tiefenschärfe.
 
bei Papierfotos kannst du mit einem Einzug überhaupt nix anfangen und über den Einzug scannen die meisten Geräte auch nur mit verminderter DPI-Zahl.

Du brauchst ein vernünftiges Gerät mit sogenannten Stabelverarbeitung. Der Scanner/bzw. Software erkennt, dass mehrere Foto auf dem Glas liegen und gibt ihnen fortlaufende Nummern und zwar auch, wenn du die Fotos dann austauschst. Du kannst bei guter Software auch eingeben, dass jedes Foto nach bestimmten Parametern auch automatisch korrigiert werden soll, zb. hinsichtlich Schärfe oder Weißabgleich.

Soll das Ganze einigermaßen hochwertig vonstatten gehen, solltest du an einen Epson Perfection V500 oder einen Canon CanoScan 8800F denken. Beide liefern ein kleines Silverfast Softwarepaket mit, sowie Photoshop Elements.

Die Auflösung ist zweitrangig, wenn man nicht gerade Fototapeten darausmachen möchte oder extreme Auschnittsvergrößerungen. Bei 1:1 genügen im Grunde 600dpi, willst du etwas Spielraum für Skalierungen haben, scannst du mit 1200dpi.

CCD-Scanner verwenden eine Kaltlichtröhre als Lichtquelle
Das stimmt nicht. Die oben genannten Geräte verfügen über CCD-Sensorchips und über LEDs als Lichtquelle. Damit sind die Vorteile kombiniert.
 
Hallo,

Deinen Vorschlägen bezüglich der Hardware kann ich nur zustimmen.

Ich habe mit meinem guten und alten Agfa Snap-Scan 1236s die Software von Silverfast eingesetzt.
Beim Epson/Canon werden es wohl abgespeckte Versionen sein, aber Silverfast ist eine mächtige Software, die wohl manche überfordern wird.

EDIT: Es ging nicht um den Unterschied der oben genannten Geräte, sondern seine Frage war, was der Unterschied zwischen CIS und CCD ist. Also ging es um den generellen Unterschied zwischen CIS/CCD.
 
Zuletzt bearbeitet: (Ergänzung hinzugefügt.)
Hallo,

ich scanne alte Fotos mit meinem Canon Pixma MP 610 ein.
Da man die komplette Auflagefläche scannen kann, passen je nach Größe der Bilder zwischen 5 und 10 drauf. Hat aber den Nachteil, dass man alle einzeln aus dem gescannten Gesamtbild ausschneiden muß. Wie schon geschrieben reicht hier ne Auflösung von 600 DPI.
Der Nachteil bei alten gescannten Fotos, man sieht jeden kleinen Kratzer, Fingerabdrücke ect.
Also bedarf es bei einigen Bildern einer Nacharbeit. Und, kann ich aus Erfahrung sprechen, es wird sehr zeitaufwendig... ;)

Ein Tip noch, ich scanne nicht als JPG sondern als TIFF. Nimmt zwar mehr Platz auf der Festplatte weg, aber ich hab mal in einem Foto-Forum gelesen, dass im TIFF-Format mehr Informationen als bei JPG gespeichert sind. Lohnt vorallem dann, wenn man die teilweise sehr kleinen Bilder bearbeiten und dann vielleicht auf A4 ausdrucken möchte.

Meine Bilder hab ich in verschiedenen Ordner sortiert, d.h. nach Anlaß, Jahr usw.
Als Programm kenne ich nur Photoshop Elements (hatte mal ne Demoversion). Da kannst du den Fotos "interne" Tags vergeben und somit findet man schneller die gesuchten Fotos.

greez

Rolex

der Unterschied zwischen CIS und CCD
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit der Batch-Konvertierung von IrfanView bin ich etwas vertraut. Das nutze ich, wenn ich Fotos von meiner Digicam auf Ebay-Größe (1600x1200) runterbrechen will. Da aber meine Eltern überhaupt nicht PC-versiert sind, sollte sich das Niveau des Projekts eher beschränken auf
1. neuen Ordner erstellen,
2. Fotos auf den Scanner legen
3. Knopf drücken
4. Wiederholen.

Ob dazu Silverfast oder ähnlich mächtige SW geeignet ist, wage ich zu bezweifeln.

Einen professionellen Einscann-Dienst zu beauftragen mag sich zwar P/L-mäßig lohnen, aber ein 120-190 EUR Gerät kann man nach Beendigung des Projekts wieder verkaufen. Außerdem entsteht damit nicht das persönlichkeitsrechtliche Risiko - wenngleich die Fotos allesamt harmlos sind^^.

Momentan tendiere ich aufgrund des Erfahrungsberichts zu einem Canon CanoScan 5600F. Aber auch der von euch vorgeschlagene 8800F bewegt sich noch in einem erschwinglichen Rahmen.

Die digitalisierten Bilder sollen dann auf einer externen Festplatte archiviert werden. Ein späterer Ausdruck ist nicht beabsichtigt, sodass eine 600dpi Auflösung wohl ausreichen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Scanner schafft lediglich 600dpi und ist s/w. Eine Neuanschaffung für Farbfotos ist also unumgänglich.

Der Scanner kann auch farbige Bilder scannen, der Laser-Drucker kann nur s/w drucken, also benötigst Du erst mal keinen anderen Scanner, zum testen reicht der aus, wenn die Ergebnisse schlecht sind, kannst Du immer noch Geld ausgeben.
 
Ich hatte aber als Auswahl nur a) Graustufenbild, b) S/W-Foto und Text und c) Text. Das war allerdings über die Word2007-Scann-Funktion. Kann es sein, dass Farbscanns erst nach Installation der entsprechenden Brother-Treiber funktionieren?
 
na, das ist auch kein richtiger Scanner. Das ist ein Fax mit Druckoption und bestenfalls gedacht, Dokumente zu archivieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
ok, das ist dann geklärt.

Hauptthema ist dann wieder Beitrag #11.
 
ist soweit doch alles gesagt:
Es nennt sich Stapelverarbeitung und haben mache Treiber inteegriert und andere nicht. Einfach die technischen Datenblätter oder auch downloadbare GHandbücher durchforsten von denen Geräten, die in die engere Wahl kommen.
 
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