Wie Forderung durchsetzen? Inkasso vs. GV

FidelZastro

Commander
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Hallo Forum,

nachdem ich hier in dem Bereich meistens selber nur Klugscheiße, hier mal eine Bitte um eure Meinung. Ich habe eine gerichtlich titulierte Forderung aus einem Mißglückten Ebay-Geschäft im niedrigen vierstelligen Bereich. Dank meines Studiums bin ich in den letzten Monaten nicht dazu gekommen, mich um die Durchsetzung derselben zu kümmern. So wie ich das sehe, habe ich im Wesentlichen 2 Möglichkeiten:

Selber machen, das bedeutet:
Anfrage beim Einwohnermeldeamt (aktuellen Wohnsitz ermitteln)
Zuständigen Gerichtsvollzieher finden, beauftragen, bevorschussen...

alternativ: Inkassobüro beauftragen
Es entstehen Kosten, wie hoch kann ich noch nicht einschätzen. Ich würde von mind. 15% der Forderungssumme ausgehen, habe schon ein paar Mails mit Bitte um weitere Informationen rausgeschickt, mal schauen, was dabei rumkommt.
Und ich kann mich voll auf mein Studium konzentrieren...

Wie sind die beiden Wege mit Hinsicht auf Kosten, Geschwindigkeit, Aufwnd zu beurteilen? Was würdet ihr wählen? Wie gesagt: der Anspruch ist bereits rechtskräftig festgestellt. Habe ich evtl. noch eine andere Möglichkeit übersehen?
 
Variante A würde ich dir eher Raten. Denn ein Gerichtsvollzieher hat mehr Möglichkeiten und die Schuldner merken auch mehr das was passiert. (Pfändung usw.)

Ein Inkassounternhemen hat fast garkeine Rechte.. und die werden auch gerne einfach ignoriert. Und für sowas denen noch Geld in den Rachen werfen muss nicht sein.

Ich spreche da leider aus eigener Erfahrung als ich meine Forderungen versucht habe durchzusetzen.
 
was meinst Du mit rechtskräftig festgestellt?

Ist die Forderung tituliert (MB nicht widersprochen?) oder hast Du bereits nen Vollstreckungsbescheid?

Der GV wird die für Dich günstigere alternative sein
 
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Haste überhaupt ein Titel erwirkt?


Mit den den Titel zum Gerichtvollzieher brauchste net zum Einwohnermeldeamt das macht alles der GV
 
Wenn ich schreibe, dass der Anspruch gerichtlich festgestellt wurde, meine ich damit, dass ich einen wirksamen (dem Schuldner zugestellt etc.) Vollstreckungsbescheid habe ;)

Das mit dem GV ist eben das Problem: zumindest in Hamburg, wo der Schuldner zuletzt wohnte, sind die Zuständigkeiten nach Bezirken organisiert, wenn da der Schuldner in der falschen Straße wohnt, wimmelt mich der GV am telefon gleich ab (hab ich schon durch ^^). Oder meint ihr, das ich trotz des zeitlichen Abstandes den für die letzte bekannte Adresse zuständige beauftragen sollte?

Der GV will ja seine zu erwartenden Auslagen im Vorraus bezahlt bekommen. Wisst ihr, wie hoch die etwa ausfallen (es ginge ja um eine Vollstreckung ins Vermögen des Schuldners, nicht etwa Rückholung einer Motoryacht)
 
Also ich würde mir ein Inkasso-Büro mit Möglichkeit der Forderungsübernahme suchen.
Sie zahlen Dir das Geld aus, natürlich mit hohen Abzügen und klagen ihr Geld selbst ein.
Dabei muss man abwägen, ob sich das lohnt.

Ein Beispiel im Norden wäre: http://www.bremer-inkasso.de/
(ohne Garantie der Seriösität - war nur das erste Büro welches ich gegoogelt habe)

Ansonsten gerichtlichen Mahnbescheid schicken lassen - dauert ewig - endet meist im Gerichtssaal
und dann im Vergleich. Muss man halt mit dem Inkassobüro gegenrechnen.

Miese machst Du in jedem Fall. So leid mir das tut.
 
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