Wie funktioniert die Batteriestandsanzeige ?

Blutschlumpf

Fleet Admiral
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Moin,

ich habe hier 2 gebrauchte Dell-Notebooks bekommen und wundere mich etwas über die Verläufe der Batteriestandsanzeige.
Akku #1 eine fängt bei 90% an, fällt ca. ne Stunde linear ab bis auf 7% und läuft dann da weiter (bisher schon über ne halbe Stunde ohne Veränderung)
Akku #2 fällt sofort von 100 auf 70, dann ne Weile linear, fällt mittendrin wieder rapide ab, läuft dann wieder linear weiter.

Ich würde gerne verstehen warum das passiert bzw. wie so ein Akku die Werte ermittelt.
Rechnet der von der Spaunnung einfach hoch oder zählt der mit und merkt sich wenn er mal leer geht, dass er jetzt weniger Kapzität hat ?
Passiert die Entladung chemisch gesehen vom Gesammtakku oder gibts da ne Unterteilung a la "wenn Zelle #1 (k.A. ob Zelle hier passt) leer ist, dann mach bei #2 weiter" ?
 
Ich glaube jede Zelle entläd sich genau gleich schnell.

Sind die Akkus denn schon alt?
Nach einem Jahr hat ein Li-Ionen-Akku etwa noch 60% der Kapazität.
Kannste dir ja ausrechnen, dass die Teile nach ein paar Jahren sozusagen im Eimer sind.
 
Hab hier das gleiche Problem mit 2 ca. 4 Jahre alten Toshibas, ich vermute, dass es einfach an den überalteten Akkus liegt.
 
Mit ist klar, dass die Akkus altersbedingt einfach am Ende sind, mich wundert wirklich nur der Verlauf. Wie alt die genau sind und was damit gemacht wurde weiß ich nicht, ist ja eigentlich auch zweitrangig.
Hatte bisher ein Acer TM 290 mit 3 Akkus die ich verbraucht habe, da war die Entwicklung eigentlich immer linear, keine Sprünge oder sowas. Die wurden allerdings auch nicht mittendrin geladen sondern Hunderte Male am Stück leer gemacht und wieder vollgeladen.

Edit: Akku #1 ist gerade von 7% auf 8% gestiegen, ich habe offenbar gerade das Perpetuum mobile entdeckt ;)
 
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Prinzipiell wird der Akkuladestand anhand der Spannung ermittelt (und die ist unter anderem abhängig von der aktuellen Last, Temperatur etc. und natürlich vom Füllstand). Mit BatteryMon kannst du das übrigens recht schön mitverfolgen (also Verbrauch in Wh, was der Akku liefert, wie viel Spannung er noch hat etc.).

Bei meinem Dell hab ich auch das "Problem", dass er frühzeitig auf unter 10% sinkt, und dann dort ne Weile stehen bleibt... und irgendwann weiter abfällt und aus geht. Lustigerweise hat sich die Betriebsdauer nicht nennenswert verkürzt, nur die Anzeige steht still.
 
normalerweiße kalibriert sich Windows daran! Aber das klappt wohl nicht immer und Windows berechnet die Restkapazität falsch

liegt oft an den Hersteller der Notebooks/Akkus bei meinen beiden IBM/Lenovo Thinkpads ist das nicht so

aber an nem alten Samsung sehr wohl spring von 20 plötzlich auf 2 % runter immer gleich.
 
hab mal gelesen/ gehört, dass jeder akku einen chip hat, von dem windows die daten ausliest und dieser chip wird wohl die kapazität anhand der spannung o.ä. ermitteln...
 
Ich kann es mir z.Z. nur so erklären:

Die Zellspannung eines Akkus nimmt ab je weiter er entladen ist.
Damit kann man sagen, z.B. bei 19V ist er 100% geladen, bei 18,5V 85% und bei 18V 50%.
Evt. sind die Werte nicht richtig aufeinander abgestimmt, also dass Windows oder der Akku (weiß nicht genau wer dafür zuständig ist) "denkt", bei 17V hätte der Akku nur noch 10%, obwohl er da noch 30% hätte.

So ist es zumindest gut bei meinem Handy zu beobachen. (Nokia 5800 XpressMusic)
 
@Nikolaus117:
Ich gucke hier schon mit BatteryMon, alternativ kann man die Werte ja auch unter Linux über /proc/acpi/battery/BAT0/ nachgucken, Windows scheidet als Fehlerquelle also schonmal aus.
Dass da ne halbwegs intelligente Elektrik im Akku drin ist, ist auch klar, schließlich meldet sich der Akku ja mit Hersteller und Typ. ;)
 
Ich denke mal, dass das wie schon oben gesagt über die Spannung geht, die der Akku noch anliegen hat. So machen das ja auch andere Geräte wie Maus und Tastatur.
Beim Notebookakku kann es jetzt gut sein, dass dieser Spannungswert dann springt weil der Akku nicht mehr frisch ist/abgenutzt ist.

@Augen1337 Also nach einem Jahr nur noch 60% hatte ich bis jetzt nur bei einem Gericom. Mein Thinkpad hat jetzt nach drei Jahren noch 80-85% der Anfangslaufzeit.

Bei dem Thinkpad kann ich auch die Akkuspannung mir anzeigen lassen.
 
Blutschlumpf schrieb:
@Nikolaus117:
Ich gucke hier schon mit BatteryMon, alternativ kann man die Werte ja auch unter Linux über /proc/acpi/battery/BAT0/ nachgucken, Windows scheidet als Fehlerquelle also schonmal aus.
Dass da ne halbwegs intelligente Elektrik im Akku drin ist, ist auch klar, schließlich meldet sich der Akku ja mit Hersteller und Typ. ;)

ja so ist es aber anscheinend gibt genau dieser Chip Windows falsche infos wenn er nicht perfekt unterstützt wird oder selber fehler produziert !
 
Drum frage ich ja wie das ganze funktioniert.
Mich interessiert nicht wie Windows das in Minuten umrechnet (soviel Phantasie hab ich auch noch), ich möchte wissen wie der Akku auf die Infos kommt (Restkapazität in mAh, maximale Kapzität in mAh) die er ans Gerät weitergibt.
So nen plötzlichen Abfall könnte ich mir z.B. wunderbar mit nem defekten Teil erklären der dann übersprungen wird oder was in der Richtung.

Jemand im Forum der es weiß ? Hier raten ja irgendwie all nur. ;)
 
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Wie die Kapazitätsanzeige funktioniert?

Man benötigt einen Spannungsteiler und einen Analog Digital Wandler.

Ein Beispiel:

Die Batterie und dazu zwei Widerstände in Reihe ergeben den Spannungsteiler. Gehen wir davon aus, dass die Batterien (bzw. die Zellen insg.) 10V liefern können. An den ADC legen wir eine Referenzspannung von z.B. 5V an. Und an unserere Last sollen ebenfalls 5V anliegen.

Mit dem Spannungsteiler setzen wir die Spannung nun soweit runter, dass der ADC die Spannung nutzen kann und in seinem Arbeitsbereich liegt.

Der ADC löst hier mit 10bit (Wertebereich von 0 bis 1023) auf, das ergibt dann einen Messbereich von 10V/1024 = 9,765mV. Ein Wert von 512 entspricht dann 5V. 256 dann 2,5V usw.

Was dann passiert ist, dass die Batteriespannung (die an einem Widerstand gemessen wird) mit der Referenzspannung verglichen wird und dies dann mit dem ADC in ein digitales Signal umgewandelt wird.

Sinkt die Spannung, dann wird das halt digital interpretiert und dementsprechend angezeigt. Je nach Batterie gilt sie dann als "leer," wenn die Spannung, die an ihr anliegt unter einem gewissen Grad landet. Wie schon erwähnt hängt das alles mit der Batteriespannung zusammen.

Das ist recht unpräzise. Wenn ihr wollt, kann ich mich da ja noch genauer einlesen :)
Generell gilt: Ein Akku ist Leer, wenn er seine Entladespannung erreicht hat. Und die kann man wohl feststellen mit ein bisschen Messtechnik und Digitaltechnik.

Wenns bei dem Akku Sprünge in der Kapazität gibt: Wurde der vll. mal tiefentladen? Kann sein, dass der ein Schaden weg hat.
 
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