Wie sähe ein moderner Weltkrieg heute aus?

Odium

Captain
Registriert
Okt. 2003
Beiträge
3.643
Hallo zusammen,

vorgestern las ich diesen Artikel, bei dem es darum geht, dass der Nato-Generalsekretär Rasmussen sich für eine stärkere Beachtung des sogenannten Cyberkriegs stark macht.

Es soll um die Frage gehen, ob heute noch ein Weltkrieg (Konflikt über mehrere Kontinente) möglich wäre und wie er denn aussehen könnte.
Zuerst einmal ein paar Fakten und Behauptungen meinerseits.

Gründe für einen modernen Weltkrieg

  1. Demokratie ist kein Garant für Frieden. Diese Liste gibt einen Überblick über militärische Interventionen durch die Ur-Demokratie USA.
  2. Der Kampf um Rohstoffe wird nicht nur auf juristischer und wirtschaftlicher Ebene geführt. Es ist zwar schwierig, aktuelle Konflikte objektiv zu bewerten, allerdings bin ich sicher, dass Öl bei der Planung der Irakkriege immer eine Rolle gespielt hat. In Zukunft könnten Ressourcen wie Wasser, Gas und Lithium eine strategische Rolle spielen.
  3. Die letzten aktiven Zeitzeugen des letzten Weltkrieges werden in den nächsten Jahren sterben, es gibt einen Generationenwechsel und weniger Menschen, die ein Leben durch echten Verzicht kennen. Historisch wechselten sich Kriegsphasen von Friedenphasen über mehrere Generationen ab, es gibt Zyklen.
  4. Die "Mutual assured destruction", kurz MAD, verliert durch kleinere, taktische Kernwaffen an Wirkung. Darüberhinaus wächst die Zahl der Länder, die inoffiziell Atommächte sind.
  5. Roboter und Drohnen nehmen einen immer größeren Anteil in modernen Streitkräften ein. Da schon bei wenigen zivilen Opfern der Widerstand bei der Bevölkerung wächst, wird dieser Anteil wachsen. Zur Zeit werden in den USA mehr Drohnenpiloten als "echte" Piloten ausgebildet.
  6. Chinas Macht wächst nicht nur wirtschaftlich, auch militärisch orientiert sich der Etat am Haushalt. Die Volksarmee hat mit 2,5 Mio. Soldaten das größte Heer der Welt und im Falle eines Weltkriegs etwa Zugriff auf 400 Mio. wehrfähige Männer. 95% chinesischer Rüstungsimporte kommen aus Russland und meiner Meinung nach zeichnet sich jetzt eine Verlagerung des Machtgleichgewichts zu Ungunsten der westlichen Staaten ab.
Vor 200 Jahren gab es bei einem Konflikt nur Land und Wasser. Inzwischen sind es 5 Ebenen, denn dazu kam Luft, Medien und jetzt das Internet. Angesichts der Bedeutung des Netzes für die Wirtschaft könnte ein Ausfall fatal sein. Militärische Netze sind davon größtenteils isoliert, aber meiner Meinung nach wird ein nächster Weltkrieg nicht so lange dauern wie der letzte.
Eigentlich ist auf der Welt ständig irgendwo ein gewaltsamer Konflikt, nur waren das alles asymmetrische Kriege. Wie realistisch findet ihr die Gefahr eines weiteren Konflikts und dessen Auswirkungen auf die Menschen? In der älteren und jüngeren Geschichte wurde immer Krieg geführt, allerdings spricht gegen einen modernen Krieg die Tendenz, dass die Bevölkerung auch noch nie so gebildet und informiert war wie heute.
 
Wenn du von einem richtigen Weltkrieg ausgehst wie 1939-1945, fehlen mir im Moment noch die zwei Pole wie damals die Achsenmächte und die Alliierten. Die USA und China sind zu sehr miteinander verflochten, als das sie einen offenen militärischen Konflikt miteinander führen könnten. Und Rußland und die USA haben im Moment auch keinen Anlass für so einen Konflikt. Selbst wenn wäre das immer noch weit von einem "richtigen" Weltkrieg entfernt.

Sollte es wieder zwei Pole geben wie bei WW2 oder im Kalten Krieg, bin ich mir sicher, dass der Konflikt nach einem Tag beendet ist. Weil nicht mehr viel von unserer Zivilisation übrig ist.
 
Wie sähe ein moderner Weltkrieg heute aus?

ich denke es wird nur paar knöpfe gedrückt und die Atom Bomben tuen den rest ;)
wenn mann mich fragt, ist das nur eine frage der zeit.
 
Sobald die erste Atombombe fällt, ist jeder weitere Verlauf warscheinlich total unnötig, da gibts dann allgemein kaum noch Leben.
Und das die A-Bombe in einem Weltkrieg zum Einsatz käme, ist mehr als wahrscheinlich, da der, der kurz vor der Niederlage steht immer zu den letzten Mitteln greift.
 
Heute wird sowas eher mit Geld ausgefochten.

Deutschland forderte, dass Griechenland Inseln gegen die Staatsverschuldung verkaufen soll :freak:
Dabei ist Deutschland mit der Billig-Spar-Preistreiberei einer der größten Schuldigen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir werdens noch erleben!

Geld Regiert die Welt weder Ethik und Moral, im Krieg geht es immer nur um Geld und Macht.
 
Nun, was das gebildete und informierte Volk angeht so konnte man das doch gut nach dem 11. September sehen. Da wurden doch massig junge Soldaten rekrutiert und deren Eltern haben Jubelschreibe getätigt, dass ihre Kinder in den Kapf gegen den Terrorismus ziehen, ohne zu wissen was das eigentlich gemacht wurde. Erst als von einer Familie (an diesen Fall kann ich mich noch erinnern) der Sohn in Afghanistan umkam hatte sich die Familie damit auseinander gesetzt und gemerkt, dass es einfach nur eine Kurzschlussreation der Army war. Nachdem die Familie sich intensiv damit auseinander gesetzt hatte, waren sie zu tiefst bestürzt, dass sie so schnell "JA" geschriehen haben und ihren Sohn haben losziehen lassen. Die betroffene Mutter hatte doch ihre USA Flaggen abgehangen und sich vor dem Weißen Haus hingestellt und Demos gestartet um die Familien aufzuklären, was ihre Kinder da machen.

Das mag jetzt nen (vergleichsweise) geringer Fall sein, aber es stimmt schon, dass insgesamt gesehen die Bevölkerung heute informierter ist. Nur wird sie durch Medien richtig informiert? Das ist wohl eher der Knackpunkt. Es wird alles reißerisch aufgemacht um verkauft zu werden. Wieviel Wahrheit da hinterher noch drin steckt steht auf einem anderen Blatt Papier.

Heutiger Krieg würde mit Sicherheit auch über das Internet ausgetragen, das kann ich mir sehr gut vorstellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Einsatz von der A-Bombe. Wer den 1sten Tag überlebt, krepiert langsam und qualvoll.
 
A-Bomben würden nicht mehr wirklich zum einsatz kommen eher Neutronenbomben oder Wasserstoff sonst hat man von dem Sieg nicht viel gewonnen. Weder Land noch Infrastruktur die man nutzen kann.
 
Würde eher ein Szenario wie ab T2 zu sehen ist vermuten.
Ich weiss, das sind nur Filme, aber nicht unmöglich.
 
Es gibt einen wichtigen Faktor heutzutage der ABSOLUT kriegsverhindernd wirkt:
Die extrem verflochtene gegenseitige Abhängigkeit! So unabhängig viele Länder auch zu sein scheinen: Ohne internationalen Handel geht der Lebensstandard sehr schnell den Bach runter. China ist stark weil die internationale Wirtschaft das Land groß macht. Wieviel % unserer Produkte sind nicht zumindest in China gefertigt?
Ein gewaltsamer Krieg wäre für China eher weniger förderlich. Umgekehrt sind wir von China abhängig.
Wenn sich Allianzen ausbilden, die zumindest wirtschaftlich halbwegs autonom agieren können, dann bestünde eine bestimmte Möglichkeit. Aber die NATO als solches ist nur ein SEHR SCHWACHER Pakt, genaugenommen nichtmal ansatzweiße als "kriegerische Allianz" zu bezeichnen, eher vlt. als Friedensvertrag der Mitgliedsländer.
Ein heutiger Krieg wäre auf keinen Fall gewaltsam und "öffentlich". Eher wirtschaftlich.
Geographische, territoriale Machtbereiche interessieren heute niemanden mehr. Die Wichtigkeit/Einfluss und die Macht eines Landes spiegelen sich in seiner Wirtschaft wieder. Das wäre wohl eher das Ziel als ein geographisches Gebiet dem Erdboden gleich zu machen.
Was die Ressourcen betrifft: Ja, kleine lokale Kriege könnte es vlt. auslösen, aber für Weltkriege reichts wohl eher ned aus. Öl? Gibt's genug! Ja wirklich. Selbst wenn es "aus" ist (was sobald nicht der Fall ist) muss man auf andere Möglichkeiten zurückgreifen, diese sind nur etwas teurer. Bis auf Wasser (das uns eigentlich nicht ausgehen kann) ist ziemlich jede Ressource ersetzbar -nur nicht so billig.

EDIT:
Rockies82 schrieb:
A-Bomben würden nicht mehr wirklich zum einsatz kommen eher Neutronenbomben oder Wasserstoff sonst hat man von dem Sieg nicht viel gewonnen. Weder Land noch Infrastruktur die man nutzen kann.
Land und Infrastruktur sind wenig interessant. Know-How und dergleichen nicht materielles ist viel Bedeutender. Jedwede Massenvernichtungswaffe ist nicht zielführend, außer vlt. um ein Exempel zu statuieren. Die wichtigste Ressource würde dabei gekillt: Kompetentes Fachpersonal.
Genau dieses kann man aber über wirtschaftliche Faktoren viel leichter bekommen als über einen Krieg.

MfG, Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
es heist ja immer so schön die welt wird noch 4-5 milliarden jahre existieren

doch wird es so enden dass sich die menschheit in den nächsten 0-100 jahren selbst ausrottet

das traurige ist nur dass es absolut unnötig ist
 
@ rockys82 Wasserstoffbomben da ist auch kein leben mehr möglich die strahlt auch wie die Sau siehe die Tests vom Zar auch die Neutronen Bomben funktonieren nicht so wie gewünscht.

Von der Zar kam mal ein Bericht das in ca 90Kilometer Entfernung Leute später an der Strahlung gestorben sind.
 
Wie sehe ein möglicher Weltkrieg aus?
Gegenüber den Zeiten des Ersten oder Zweiten Weltkrieges hat sich eine Menge verändert, vor allem die miteinander verflochtene Wirtschaft macht einen großflächigen Krieg fast unmöglich.
Entscheidet sich ein Land aus der Reihe zu tanzen wird es von der WTO ausgeschlossen, Wirtschaftsblockaden sind die Folgen - sollte es weiter murren wird es gezielten Luftschlägen ausgeschalten. Der Irak ist dafür das Paradebeispiel.
Ein isoliertes Land kann gegen verbündete kontrollierende Wirtschaftsmächte nicht viel erreichen außer leere Drohungen und einen möglichen Schutz für sich zu erlangen, Iran ist hier das Beispiel. Die Wirtschaftsblockaden hauen aber im Falle von Iran nicht richtig hin, Iran ist die größte Islam-Nation, und auch mit am Bevölkerrungsreichsten und kann sich auch mit Blockaden gut halten - einem Krieg könnte es aber nicht gewinnen.
Die neue Kriegsform sind Kämpfe aus dem Untergrund, Irland oder ETA waren die westlichen Vorläufer - überall wo es Krieg gab oder Krieg gibt sind diese schwellenden Herde die größte Gefahr - eine Gefahr für die eine organisierte Großarmee mit Großgerät nicht fertig wird. Vietnam und Somalia ist das westliche Desasterbeispiel.
Der Krieg findet auch über die Medien statt (Al Quida verlangt in Afgahnistan auf einmal mehr Pressefreiheit, Afgahnistan hat kürzlich die Berichterstattung über Anschläge gedeckelt).
Es braucht die abartige mediale Inszenierung unserer und anderer damit dieser Krieg funktionieren kann.
Schließlich das Internet, einen Cyberangriff kann jeder durchführen - es braucht keine militärisches Training darüber sondern IT-Wissen und Know-How.

Was ist aber eine mögliche Gefahr die für Instabilität Sorgen könnte? Flüchtlinge - wenn die Folgen der Erderwärmung so eintreten wie sie vorhergesagt werden, so könnten Flüchtlingsströme die Gefahr schlechthin sein, das sich die Not in Hass/Wut und schließlich dem bürgerkriegsähnlichen Kampf entläd.
Einen Kampfherd wegen geopolitischer Sicht sehen wir fast jeden Tag im Fernsehen: Palästina, Westjordanland und Israel. Israel kontrolliert über das Wasser, die Felder und so den Lebenserhalt der Palästinenser und auch über Bauland und Bauprojekte.
Auch Europa ist der Gefahr ausgesetzt, die Flüchtlingsboote aus Afrika sind uns Bekannt - die EU hat sich vor Barrikaden entschieden um sich davor zu schützen, wenn wegen Wetterextremen weite Teile Afrikas noch instabiler werden als Sie sind könnte Europa unter Druck geraden.

Keine Abschottungsmauer hat jemals in der Geschichte funktioniert (Napoleons Seeblockade, Berliner Mauer ...), sie hat nur das Ende hinausverzögert.
 
Zuletzt bearbeitet:
drago-museweni schrieb:
@ rockys82 Wasserstoffbomben da ist auch kein leben mehr möglich die strahlt auch wie die Sau siehe die Tests vom Zar auch die Neutronen Bomben funktonieren nicht so wie gewünscht.

Von der Zar kam mal ein Bericht das in ca 90Kilometer Entfernung Leute später an der Strahlung gestorben sind.

Also wenn Atombomben eingesetzt werden, dann vermutlich nur Taktische! Die Zar Bombe,war ja nie für Militärische Zwecke gedacht.
Ich denke das ein 3.Weltkrieg nicht aus Politischen Gründen, Geld oder ähnliches stattfindet, ich denke er wird aus Glauben Gründen geführt werden!

MfG
 
Nuklearwaffen sind nicht zum Einsetzen.;)

@HighTech Freak
Ich bin genau deiner Meinung. Zwischen entwickelten Ländern wird es keinen Krieg mehr geben. Sobald der Lebensstandard auch nur ein klein wenig sinkt, ist der Rückhalt der Bevölkerung weg und es kommt zu Kapitulation.

Ich fürchte mich weder vor den USA, Russland, China, Japan, Korea oder irgendeinem Aggressor in Europa.


Wasserstoffbomben da ist auch kein leben mehr möglich die strahlt auch wie die Sau siehe die Tests vom Zar auch die Neutronen Bomben funktonieren nicht so wie gewünscht.
H-Bomben strahlen sehr sehr viel geringer als Atombomben. (Die Zar ist ein schlechtes Beispiel, da es so große Bomben nicht mehr gibt)

@Daniel F.
Gute Einstellung - weiter so. ;)


Ich denke das ein 3.Weltkrieg nicht aus Politischen Gründen, Geld oder ähnliches stattfindet, ich denke er wird aus Glauben Gründen geführt werden!
Ich denke, dass in 30 Jahren nur mehr die wenigsten Machtinhaber etwas mit (religiösem) Glauben am Hut haben. Die Agnostiker Zahlen steigen stetig an.
 
Zuletzt bearbeitet:
Viele schrieben hier, das bei einem modernen Weltkrieg Atombomben zum Einsatz kommen würden. Das wird aber nicht der Fall sein wie schon rockys82 schon geschrieben hat.

Nehmen wir ein Beispiel, kurz und einfach.

Um was geht es im Krieg? Land, Ressourcen, Macht. Macht = Rohstoffe.

Die USA bombardieren Arabien mit Atombomben wegen des öls. Werden siw aber nciht tun, denn was bringt es den USA ein Land zu bombardieren das teure Rohstoffe besitzt, diese aber wegen der Radioaktiven Strahlung verseucht sind? Und an ein aufenthalt im bombardierten Gebiet ist er gar nicht daran zu denken.



Ich denke, das wenn es ein Weltkrieg gibt, dann 1. Durch Cyberattacken und 2. Mit Biologischen oder Chemischen Kampfstoffen. Atomare Waffen dienen nur als Penisverlängerung und Abschreckung.
 
Oktanius schrieb:
Viele schrieben hier, das bei einem modernen Weltkrieg Atombomben zum Einsatz kommen würden. Das wird aber nicht der Fall sein wie schon rockys82 schon geschrieben hat.

Nehmen wir ein Beispiel, kurz und einfach.

Um was geht es im Krieg? Land, Ressourcen, Macht. Macht = Rohstoffe.

Nehmen wir mal an, ein Land wie Rußland, mit 23.000 Panzer würde West-Europa angreifen! Die Nato, könnte Rußland nix entgegen setzten, also hätten sie keine andere Wahl als Taktische Atomwaffen einzusetzten!
 
bgf030 schrieb:
Nehmen wir mal an, ein Land wie Rußland, mit 23.000 Panzer würde West-Europa angreifen! Die Nato, könnte Rußland nix entgegen setzten, also hätten sie keine andere Wahl als Taktische Atomwaffen einzusetzten!

Nur bis zum Tellerrand denken und dann fertig wa? :freak:



Nehmen wir an, Russland würde die Europäischen Staaten von Westen her mit 23k Panzer angreifen.

1. Würden diese nicht auf einem Haufen kommen... und falls doch, braucht es keine A-Bombe um diese zu zerstören ;)

2. Wenn sie verteilt kommen würden, gäbe es noch Frankreich, Deutschland, Spanien, England, Finnland, Schweden, Norwegen die locker den 23k entgegensetzen können. Und auch dann ist keine A-Bombe von nöten.
 
Zurück
Oben