Wie schneller booten?

entropie88

Lt. Junior Grade
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Ich habe gestern bei einem Bekannten einen Boot in 3 Sekunden gesehen. Was ich beindruckend fand. Habe jetzt selbst ein wenig an meinem System verändert. Wie man auf den bootchart sieht ist mein boot nach 5,5-6 sek Sekunden abgeschlossen. Bootchart2 ist ein wenig verbugged deswegen läuft die chart solange bis ich sie manuell stoppe.

An meinen ersten 2sek Hardware initialisierung kann ich warscheinlich nichts ändern.
Über einen monolithic Kernel kann ich wegen meinem nvidia modul auch nicht gehen.
Mit einer Statischen IP könnte ich mir dhcpcd sparen was mir aber nichts bringt da es parallel zu slim läuft.

Jemand eine Idee wie ich meine Bootzeit weiter verringern kann ohne das es mich wichtige Services kostet? Ein übertackten der CPU bringt mir keine Messbare Verringerung der Bootzeit.

bootchart.png
 
Nicht komplett abschalten... dann ist jedes Sys in 3 Sekunden wieder ganz da, inklusive Netz.
 
wieso beschwerst du dich über ne bootzeit von 6 sek ich habe ca. eine minute... geh doch einfach aufs klo bis dein pc hochgefahren ist, dann kommts dir schon viel kürzer vor und du kannst länger dran sitzen xD oder frag doch deinen bekannten :D
 
Nico25394 schrieb:
wieso beschwerst du dich über ne bootzeit von 6 sek ich habe ca. eine minute... geh doch einfach aufs klo bis dein pc hochgefahren ist, dann kommts dir schon viel kürzer vor und du kannst länger dran sitzen xD oder frag doch deinen bekannten :D

lol, genau das habe ich mir auch gedacht, wollts aber nicht schreiben :D
 
Mich intressierts echt was bei mir falsch läuft. Alles was er optimiert hat hab ich mittlerweile auch. Wir haben die gleiche SSD. Einzigster unterschied ist das ich einen i5 hab und er zwei Opterons.

Und ist doch eine nette Beschäftigung an seinem Linux rumzubasteln by the way.
 
Naja - um mal auf die Windows Frage einzugehen - mit ACPI S3 STR ist Windows in 1-2 Sekunden verfügbar. Monitore brauchen schon länger, bis sie selbst überhaupt etwas anzeigen können. Da die Netzteile selbst komplett ausgeschaltet 1-3 Watt ziehen, gibt es auch keinen Unterschied im Verbrauch zwischen komplett aus und STR.
Es bietet sich also an, moderne Systeme überhaupt nicht mehr komplett herunterzufahren.

Welche Dienste und Funktionen kostet denn so ein schneller Start? Ich kann mir vorstellen, dass der Zeitgewinn durch einfaches Weglassen nicht in jeder Situation sinnvoll ist. Gerade bei Desktops, die als "Universalsystem" für alle erdenklichen Computeraufgaben benutzt werden, entsteht ein Konflikt zwischen Funktionsvielfalt und Bereitstellungszeit.

Für diese Optimierungen geht mehr Zeit drauf, als man sie jemals einsparen könnte, die Anpassungen sind nur für Spezialisierungen sinnvoll, das Benutzen der Energiesparmöglichkeiten macht einen schnellen Boot überflüssig und bei der Beschleunigung gehen Funktionen verloren.
 
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Welche Dienste und Funktionen kostet denn so ein schneller Start?
Ich hab syslog-ng und crond weggelassen, brauche ich höchstens einmal im Monat.
Sonst habe ich alles dringelassen was ich vorher hatte. Starte ja auch zb iptables, mounten tue ich eh von hand daher entfällt hal.
 
Du kannst deiner Netzwerk karte eine statische IP adresse geben, das erspart die DHCP abfrage. Anstatt OpenRC kannst du auf SystemD umstellen, welches dir erlaubt.
Alternativ kannst du dir auch auf die Coreboot website gehen und gucken ob du ein Mainboard finden kannst, auf dem du ein "Linux bios" installieren kannst. Das sollte dir einen Boot von ungefaehr 3 sekunden spenden.
 
mal systemd oder upstart probiert?

bessere kompression des kernels/der initrd? ein komprimiertes dateisystem?

gibt es schon teilweises suspend-to-disk für linux, so wie es windows 8 machen wird?
 
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Ich habs jetzt mittlerweile knapp unter 4,5 Sekunden.

Hatte vergessen das Kernel-Logo auszumachen. Zusätzlich hab ich noch ein paar Kleinigkeiten geändert wie das ich nun zb über UUIDs gehe, ein paar Dinge explicit angegeben das sie nicht mehr detected werden müssen.
 
Eigenen monolithischen Kernel bauen und auf initrd komplett verzichten.

//Edit:
Und bist du dir im klaren was alles an crond dranhängt, stichwort logrotate und co, einfach mal "cat /etc/cron.*/*" machen und schauen ob du davon *langfristig* nicht doch mal was brauchst

//Edit2:
Ich sollte die startposts besser lesen... du könntest immerhin auf deine initrd verzichten, deine propritären nvidia treiber wirst du ja nicht in der initrd mit drinne haben, also fest einkompilieren was geht.
 
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Moin,
ich hatte mal bei einem Boardwechsel von Gigabyte auf Foxconn aufgrund der Firmware einen Geschwindikeitsschub. In dem Fall bis auf die Firmware nur der Chipsatz ein tick neuer (AMD780G auf AMD785G). Die Dekompression des Kernels verlief bei dem Foxconn wesentlich schneller. BIOS Settings waren ähnlich und das OS Identisch.


Hast du uEFI, BIOS oder Coreboot ?
 
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