Wie sehr schadet erzwungener Neustart der Notebook-Hardware?

flintstones

Ensign
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Feb. 2011
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Hallo zusammen,

ich habe bei meinem jetzt ca. 2 Jahre alten Notebook (Windows 7 32bit) bisher keine großen Probleme gehabt. Diese Woche hatte ich allerdings zum ersten Mal den Fall dass das Betriebssystem plötzlich nicht mehr reagierte. Nichts ging mehr, außer Powerknopf gedrückt halten und so das Notebook ausschalten.

Es hat geklackt beim Ausschalten und daher wollte ich mal nachfragen:

Wie sehr schaden solche erzwungenen Neustarts der Hardware des Notebooks? Kann man es vernachlässigen, wenn es 1-2 Mal in 2 Jahren passiert?


Danke und Grüße
 
ja. Der einzig "echte" Schaden kann eigentlich an der Software passieren. Das Klacken sind die Köpfe der Festplatte, die in ihre Parkposition zurückspringen - alles kein Problem.

mfg
 
Sowas habe ich zeitweise 1-2x pro stunde und das gerät funktioniert immernoch super.
Es schadet der hardware eher gar nicht. Der rapide Stromabfall ist nicht problematisch, das kann die Hardware ab. Einzig die Festplatte KANN schaden nehmen, wenn sie gerade bei einem schreibvorgang war. Das ist aber unwahrscheinlich, dass dabei wirklich schäden entstehen.

Das größte Problem bei diesen Not-Ausschaltern ist der Datenverlust. Der wird damit provoziert und gefördert. Und Windows nervt dich dann von wegen "du hast dein Betriebssystem nicht richtig heruntergefahren. Geh in die Ecke und schäm dich, während ich die Festplatte prüfe!"

Also: Es gibt keine Garantie, dass deine Hardware es überlebt, es ist aber SEHR unwahrscheinlich, dass dabei überhaupt irgendwas kaputtgehen kann. Nen 6er im Lotto passiert häufiger ;)
 
das war mit sicherheit der schreib-lese-kopf der hdd, der sich ganz flott richtung parkposition aufgemacht hat. würde so auch bei nem stromausfall passieren. also ist sowas nicht sonderlich schädlich. natürlich hat jede mechanische komponente abnutzungen. deshalb halte ich sowas nur in notfällen für angebracht.
 
Einerzwungerner Neustart tut garnichts. Dem Notebook ist es egal, ob Windows an ist oder nur das Bios oder sonst was. Strom fließt immer gleich durch. Solange der Strom nicht unterbrochen wird, sollte den mechanischen Teilen (z.B. Festplatte oder DVD Laufwerk) auch nichts passieren.
 
Das ist heutigen Platten egal. Wenn das Betriebssystem natürlich gerade eine wichtige Schreiboperation durchführt, kann es aber nach wie vor passieren, das hinterher etwas spinnt. Softwareprobleme können also unter Umständen entstehen, für die Hardware ist es nicht schädlich.
 
Es hat geklackt beim Ausschalten

Das Geräusch kommt von der Festplatte.
Schutzmechanismen verhindern, das die Lesekopfe der Festplatte bei Stromverlust auf der Platte aufschlagen, worauf die Daten gespeichert sind. Dadurch entsteht kein Schaden

Wie sehr schaden solche erzwungenen Neustarts der Hardware des Notebooks? Kann man es vernachlässigen, wenn es 1-2 Mal in 2 Jahren passiert?

1-2 mal im Jahr ist in Ordnung und schadet der Hardware nicht/kaum.
Je mehr Resets jedoch (egal in welchem Zeitarum), desto höher die Ausfahlwahrscheinlichkeit bei Hardwarekomponenten (wegen Stromschwankungen beim ein-/aussschalten).
Software kann bei sowas immer mal Schaden nehmen aber die kann man ja neu installieren ;)
 
Also ich hab mittlerweile festgestellt, dass die freezes tendenziell immer häufiger auftreten, je öfter man den PC abwürgt.
Das dumme dabei ist nur, dass man den PC immer abwürgen MUSS, wenn ein freeze auftritt. Daher eher ein Teufelskreis.

Sollte der PC aber wirklich einfrieren, würde ich erstmal ein paar Minuten warten, und schauen, ob er sich wieder "fängt". Wenn nichts passiert, kann man auch versuchen, den PC runterzufahren, indem man einmal kurz auf den Ein/Aus Knopf drückt. Das löst softwareseitig den Befehl zum herunterfahren aus. Quasi das selbe als würde man auf Start->Herunterfahren klicken.

Erst wenn das nicht funktioniert Ein/Aus Knopf gedrückt halten und ihn "abwürgen".

Natürlich sollte man auch auf jeden Fall die Ursache für das einfrieren des PCs herausfinden. Sehr oft kann das nämlich auch (wenn es nicht z.B. ein fehlerhafter Treiber ist) auf nen Hardwaredefekt hindeuten.

Jedenfalls sollte man es niemals als "normal" ansehen, wenn ein PC einfriert oder abstürzt. Sowas darf eigentlich niemals passieren. Auch nicht, wenn man den PC gerade überfordert oder sehr stark auslastet!
 
naja wenn es eingefroren ist muss du es ja auschalten oder willst du es für immer laufen lassen ?
 
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Hi,

erstmal danke für eure Antworten.

Das größte Problem bei diesen Not-Ausschaltern ist der Datenverlust. Der wird damit provoziert und gefördert. Und Windows nervt dich dann von wegen "du hast dein Betriebssystem nicht richtig heruntergefahren. Geh in die Ecke und schäm dich, während ich die Festplatte prüfe!"
Ja, so ähnlich war es. Es gab aber keinen Bluescreen und auch chdsk wurde nicht durchgeführt. Nur ein schwarzer Bildschirm mit "Windows wurde nicht normal heruntergefahren." Dann die Optionen "normal" starten oder im abgesicherten Modus.

Wenn ich euch richtig verstehe, besteht also eher Gefahr für das OS. Auch bei einzelnem Auftreten oder nur wenn es häufiger passiert?

Wenn direkt nach so einem Vorfall und die Tage danach, nichts außergewöhnliches auftritt und soweit alles funktioniert, muss man dann noch Folgeschäden fürchten? Können also noch sehr viel später Probleme mit Windows auftreten? Dasselbe gilt für Datenverlust. Tritt das immer sofort auf oder auch später?
 
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Nur um das klar zu stellen. Mit Datenverlust sind die Daten gemeint, die im Moment des Ausschaltens auf die Festplatte geschrieben wurden. Idr. sind das nur Systemdateien und keine Dokumente Bilder oder sonstiges.
Sprich du brauchst dir keine Sorgen machen, dass deine Dateien irgendwie verloren gehen.

Das ganze betrifft nur das Betriebssystem. Hier kann es eben durch unterbrochene Schreibvorgänge zu "ungereimtheiten" kommen. Aber ob es ÜBERHAUPT dazu kommt, wenn den PC abwürgst ist ja auch wieder die Frage. Das System schreibt ja nicht permanten auf die Platte, sondern tut überwiegend gar nichts oder liest den Datenträger nur.

Ist also alles halb so wild. Wichtig ist nur, dass du bescheid weist, was passieren kann und was die Folgen wären. Quasi "nur damit du dich nicht wunderst, wenn..." Für ein optimal laufendes System sollte man es eben wie gesagt möglichst vermeiden. Es macht nicht direkt das System kaputt, aber es ist eben auch nicht förderlich für ein stabiles system.
 
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Bezüglich des Datenverlusts wurde ja schon alles gesagt. Da dein Windows aber eh nicht reagierte, hattest du auch keine andere Wahl. Also einfach machen.
Bietet sich aber trotzdem an, mal auf Fehlersuche zu gehen, wenn es öfters vorkommt.
 
Hey,
Abstürze haben oft( natürlich nicht immer!!!!) Temperaturprobleme als Ursache.

@LAGGY.NET
Sollte der PC aber wirklich einfrieren, würde ich erstmal ein paar Minuten warten, und schauen, ob er sich wieder "fängt".
das wäre in diesem Fall dann für das book das Ende.

wenn man häufig Abstürze hat, sollte man dringend seine Temps regelmäßig mit z.B. HWMonitor kontrollieren!!

Zur Ausgangsfrage, gut kann es nicht sein, aber es gibt ja keine Alternative. Plötzliche Spannungsschwankungen an Kondensatoren und Spulen sorgen für Spannungsspitzen und falsche Polungen (Selbstinduktion und Kondensatorentladung). Das Mainboard wird natürlich dagegen gesichert sein, aber die Elektronik wird dadurch belastet.

Bei HDDs hört man dieses Klacken, ein Zeichen dafür, dass die Leseköpfe schnell einrasten. Allein der Klang, den man sonst nicht hat, gibt einem doch das Gefühl(hör auf dein Bauchgefühl), dass das nicht gut sein kann. Geräusche entstehen schließlich nicht bei sanfter sondern harter mechanischer Belastung.

MfG
Thomas
 
Also bei der Elektronik geb ich dir absolut recht. Das ist mir jetzt gar nicht in den Sinn gekommen.

Bei den Temps muss ich dir aber etwas widersprechen. Ein Notebook das bei Volllast ausgeht, weil es zu heiß wird, wäre für mich die reinste Fehlkonstruktion. Sowas darf nicht passieren, weil dann das Kühlsystem einfach nicht richtig konstruiert wurde. Sowas würde ich sofort wieder zurückschicken... Gut, man sollte vielleicht auf Staubablagerungen achten und die Lüftungsschlitze freihalten. Aber grundsätzlich liegt das auch nicht im Einflussbereich des Users...


Auch das Thema mit dem Zurückschnellen des Lesekopfs der Festplatte relativiert sich, wenn man einfach mal ne USB Festplatte 2,5" ohne Netzteil vom USB port abzieht. Auch hier hört man ein Klicken und der Lesekopf schnellt zurück.
 
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