Vor ein paar Tagen bin ich auf diesen Thread gestoßen und dachte: Mensch, ich benutze seit langem UltraSearch und irgendwie nervt mich dieses Programm. Also war es mein erster Impuls, einfach ein paar der hier ebenfalls genannten Programme zu testen. Aber dann dachte ich, eine Suche nach Dateien, das ist etwas so Elementares, das kann man auch schnell selbst zusammenprügeln. Außerdem hab' ich mich an ein altes Projekt von mir erinnert, wo auch Dateien rekursiv gesucht wurden, so dass ich im Prinzip schon alles zusammen hatte. Hier nun das Ergebnis (siehe unten).
Das Programm ist auf Einfachheit getrimmt. Es schaut jeden Dateinamen im Suchpfad (und allen Unterverzeichnissen) an und prüft, ob er zur Eingabe passt. Wenn man sowieso jede Datei anfasst, liegt es nahe, auch
in Dateien nach Begriffen zu suchen. Oder man baut einen Index auf. Oder man listet Dateieigenschaften usw. auf. Ich habe dem Drang widerstanden, solche Features einzubauen, weil das Programm leichtgewichtig sein sollte. Sonst kann man auch gleich die Windows-Suche nehmen.
Beim Start des Programms werden alle im System gelisteten Festplatten automatisch in das Feld mit den Suchpfaden eingetragen, ebenso alle Netzwerk-Laufwerke, die mit einem Laufwerksbuchstaben "gemountet" sind. Man kann aber auch manuell jeden beliebigen Pfad eintragen, auch Unterordner. Die Pfade werden der Reihe nach abgearbeitet. UNC-Pfade sind ebenfalls erlaubt.
Als Suchmuster sind einfache Ausdrücke erlaubt: "*" ersetzt beliebig viele Zeichen, "?" ersetzt genau ein Zeichen. "#" ermöglicht einen Platzhalter für Ziffern, "[A-Z]" erlaubt Zeichen zwischen A und Z, "[!B-Z]" schließt Zeichen zwischen B und Z aus. Weitere Regex-Ausdrücke sind nicht möglich. Das Programm arbeitet strikt nicht-case-sensitiv, unterscheidet also nicht zwischen Klein- und Großschreibung. Das Programm listet keine Pfade auf, nur Dateien.
Beispiele:
"*.*" findet alles.
"#.*" findet "9.txt", aber auch "1. April.jpg".
"Banan?" findet "Banane" oder "Banana"
"[A-Z]*" findet Dateien, deren Name mit einem Buchstaben beginnt.
Die abgeschlossene Suche kann anschließend nochmal gefiltert werden. Dieser Filter arbeitet auf Basis einer einfachen Volltextsuche. In der Trefferliste kann man Einträge doppelklicken, daraufhin wird der Explorer gestartet, der entsprechende Ordner "aufgeblättert" und die Datei selektiert.
Das Programm ist portabel und muss nicht installiert werden. Es nutzt allerdings ein Steuerelement aus der Komponente comctl32.ocx. Diese Windows-Komponente dürfte auf den meisten Systemen installiert sein, da viele Programme sie benötigen, mitbringen und im System installieren. Für den Fall, dass nicht, wird die Datei hier mitgeliefert, allerdings muss sie dann vor dem Start des Programms einmalig registriert werden. Dafür die enstprechende .bat-Datei im Ordner mit Adminrechten ausführen. Falls Ihr die Datei wieder de-registrieren wollt, gibt's dafür auch eine .bat-Datei. Die Registrierung der ocx-Datei kann aber auch einfach beibehalten werden, wenn Ihr das Programm nicht mehr nutzt.
Anhang anzeigen ZZSearch.zip