Wie wie fotografiere ich auf einem Rock-Konzert richtig?

Desolat

Lieutenant
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Hallo,

ich möchte auf einem Rock Konzert paar Fotos mit meiner Canon 450d machen. Ich werde die Fotos von einer Entvernung von ca. 5m bis 8m schießen.
Als Ausrüstung habe ich keinen externen Blitz zur Verfügung nur den internen Blitz, dass Standard Objektiv von Canon 18-55mm (0.25m/0,8ft) und ein Tamron Objektiv 70-300mm (unendlich-0.95m/3.1ft) mit Tele-Macro (1:2). Wenn ich irgendwelche absurden Werte von den Objektiven hier reinschreibe sagt es mir bitte, da ich mich noch nicht so gut damit auskenne.
Ich bis jetzt nur Naturfotos und Astrophotographie mit der Kamera gemacht aber noch nie bei einem Rock-Konzert.
Wisst ihr wie ich am besten die Kamera einstelle etc. um gute Bilder bei den Verhältnissen zu machen, also Lichtshow und dunkler Raum, eben Rock-Konzert?

Vielen Dank für die Hilfe und Tipps?
 
AW: Wie wie fotographiere ich auf einen Rock-Konzert richtig?

Du hast aber ne offizielle Genehmigung vom Veranstalter?
Fotografieren mit Spiegelreflex ist i.d.R. ohne spezielle Genehmigung verboten.

Einstellungen ... hängen vom vorhadnenen Licht ab. Um die Bilder scharf zu bekommen, solltest du im M- oder TV-Modus arbeiten.
Je nach Bewegung dann die Verschlusszeit wählen. 1/60 ist bei bewegten Motiven schon derutlich zu langsam, also wohl eher 1/100 oder schneller. Du wirst dann wohl Offenblende fotografieren müssen, und - je anch Licht - ISO hochdrehen.

Übrigens, für sowas lohnt sich eigentlich immer das Canon 50mm/1,8. Das gibs nagelneu für unter 100 EUR, und F1,8 ist schon hilfreich.
 
AW: Wie wie fotographiere ich auf einen Rock-Konzert richtig?

Bei vielen Konzerten sind inzwischen Kameras geduldet. Auch bei der neuen U2-Tour sind Cams geduldet.

@Threadersteller

Du hast eine gute Spiegelreflex. Mit genug Akkus und Speicherkarten werden dir bei dieser geringen Entfernung sicherlich bei jederEinstellung nicht so viele Fotos misslingen. Ich muß beim U2-Konzert am 18.07 in Berlin aus ca. 50 Meter Entfernung Fotos machen und das mit einer sehr alten Kompaktkamera (Sony Cybershot DSC-P5).:freak:
 
AW: Wie wie fotographiere ich auf einen Rock-Konzert richtig?

@HaveFun
Um neue Objektive zu kaufen habe ich leider kein Geld und Zeit erst, wenn der nächste Lohn da ist und das Konzert ist schon am Samstag (11.04).
Also welche Kombination schlägst du vor, mit dieser Ausstattung?

@Graf Zahl
Es ist eben dunkel und Bühnenlicht davor hab ich angst!
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Wie wie fotographiere ich auf einen Rock-Konzert richtig?

Also zuerst einmal nimm' dir doch nach dem Schreiben noch eine Minute, um die gröbsten Schreibfehler wieder rauszusammeln bevor du auf "senden" klickst - "Entvernung" erinnert irgendwie eher an "entnervung", was auch meine erste Assoziation war :freak:

Aber zum Thema:
Wie bereits angesprochen: hast du eine Genehmigung? Mal abgesehen davon dass ich meine Kamera nie in die Zuschauermenge nehmen würde (wenn überhaupt, dann Fotograben) ist es wahrscheinlich, dass du ohne erst gar nicht so weit kommst. Bestenfalls wird sie dir am Einlass abgenommen und du darfst sie dir hinterher abholen, schlimmstenfalls bleibst du einfach vor der Türe.

Auf Konzerten wird nie geblitzt. Never. Auf keinen Fall. Erstens ist es meistens schon vom Veranstalter verboten, zweitens leidet die Lichtstimmung sowieso drunter und drittens würde ich vor Scham im Boden versinken, wenn es die Musiker stört. Ich habe mal mit dem 200er ein Klassisches Konzert fotografiert - nur wenige Bilder gemacht, sogar nur dann wenn gerade Pausen waren. Auf einem der Bilder schaute mich der Dirigent aber so direkt an, dass ich es mir nur so erklären kann, dass er auf mindestens 10 m Entfernung das Verschlussgeräusch gehört hat. Aber noch mehr auffallen geht echt gar nicht.

Wenn das Licht scheiße ist, sind gute Bilder eben eher Glückssache, kann man nichts machen. Bei einer Verschlusszeit von 1/50s kann man z.B. im Reihenbildmodus von 5 Aufnahmen oft noch 1,2 recht scharfe bekommen. Auch ISO 1.600 solltest du ohne dich zu genieren einsetzen, falls nötig. Konzerte sind nun mal extremsituationen, klassische Regeln sind da nur schwer anzuwenden.

Allerdings muss ich mich meinem Vorredner anschließen: wenn du es irgendwie bekommen kannst, hol' dir das 50mm 1,8. Da geht richtig viel licht durch, du brauchst evtl. nicht so hohe Isos oder erreichst zumindest deutlich kürzere Verschlusszeiten dabei. Noch idealer von der Brennweite her wäre das 85mm 1,8, aber deiner bisherigen Ausrüstung entnehme ich, dass du das Geld entweder nicht hast oder es für anderes besser gebrauchen kannst, ist ja auch nciht schlimm ;)

Zu guter Letzt:
Wenn du bisher noch nicht mit RAW gearbeitet hast, wäre dies ein guter Zeitpunkt, damit zu beginnen. Insbesondere unter den extremen Lichtverhältnissen schlecht beleuchteter Konzerte laufen gerne mal Farbkanäle über, dann ist im Jpeg mal eben die eine hälfte des Frontmanns flächig rot, ohne Details oder Konturen. Im Raw hast du bei sowas (und mit DPP o.ä. auch beim Entrauschen) sehr viel bessere Korrekturmöglichkeiten.

War letztes Jahr bei der MTV Campus Invasion akkreditiert, die Bedingungen waren natürlich traumhaft (bei den ersten Konzerten Tageslicht, abends dann aber auch richtig gut beleuchtet). Aber das weiß man auch nur zu schätzen, wenn man es auch anders kennt. Hätte ich nicht selbst schon in einigen dunklen, stickigen Clubs unter widrigsten Bedingungen gearbeitet, wären meine Bilder davon nie im Leben so gut geworden...
 

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@FidelZastro

Erstmal Danke für die professionelle Beratung. Wie ich sehe und lese hast du Erfahrung. Das Konzert ist leider schon am Samstag und war eine spontane Entscheidung von mir, dort mal Fotos zu machen. Darum konnte ich mir auch nicht die richtige Ausrüstung beschaffen. Bereit wäre ich, Geld dafür zu investieren.
Mit RAW-Format hab ich Erfahrung, da ich Astrofotografie mache www.desolatus.de (HP ist im Aufbau) und mich in dem Bereich von "Fotos in der Dunkelheit" Erfahrung gesammelt habe und meine Bilder in Aperture 2 im RAW Format und Photoshop CS4 nach bearbeite.
Aber bei der Astrofotografie arbeite ich eben ohne Objektive, Blitz etc. hauptsächlich Langzeitbelichtungen bis 15min wobei mein Spiegelteleskop das Objektiv ist.

Es ging mir darum ob ich eine Möglichkeit hab mit der Ausrüstung halbwegs gute Bilder machen kann, die ich dann auch im RAW-Format in Aperture 2 aufarbeite.

Wegen der Erlaubnis hab ich schon per E-Mail den Organisator angeschrieben und warte noch auf eine Antwort. Da es sich um eine kleinere Disco handelt oder wie du bezeichnest, was es auch eher trifft "dunklen, stickigen Clubs", wo ich schon oft Leute gesehen habe, die bei Konzerten fotografierten, ist das auch erstmal nicht mein Problem in Sachen Genehmigung.

Was ich auch im Hinterkopf hatte und du mir schon beantwortet hast, war die Sache mit dem Blitz - ob es die Musiker stört oder nicht. Um genau zu sagen werde ich auf einen Death Metal Konzert sein, wo vielleicht zu viel Licht stört.

Also, wenn jemand noch Tipps hat dann raus damit sonst schon mal Vielen Dank für die Hilfe!
 
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AW: Wie wie fotographiere ich auf einen Rock-Konzert richtig?

Fidel hats ja nochmal ausführlicher erläuert, dem kann ich mich voll anschließen.

Graf Zahl schrieb:
Bei vielen Konzerten sind inzwischen Kameras geduldet. Auch bei der neuen U2-Tour sind Cams geduldet.
Es geht ja nicht um "Cams", sondern speziell um Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven. Aber nahezu jeder bekannteren Band ist das die Grenze: Kompaktkameras für privaten Gebrauch: erlaubt. Aber keine (D)SLR.
 
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