Wieso so große unterschiede bei 1080p Filmen?

Paola86

Ensign
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Hallo zusammen,

ich stelle mir seit tagen einige fragen bzgl der Größe ( Gb/Min ) Der einzelnen BD Filme ( 1080p ).
Ich war gestern bei einer Videothek. Und der Mann konnte mir das leider auch nicht so genau sagen, ausser wie groß/lang die filme sind, die die videothek im besitz hat. Das habe ich mir mal aufgeschrieben und bin total irritiert. Google sagt mir leider auch nichts bzgl meiner Frage.

Also hier mal paar Beispiele aller 1080p ( 1920*1024 ) Filme, samt angaben des Videothek Menschen , die ich mir notiert hatte :

Project Peacemaker : 119 Minuten / 24Gb groß. = 12,10Gb pro Stunde.
Babel : 143 Minuten / 19Gb groß. = 7,9Gb pro Stunde
Avatar : 161 Minuten / 19Gb groß. = 7,08Gb pro Stunde.
Der Vorleser : 124 Minuten / 12Gb groß. = 5,80Gb pro Stunde.
Terminator 4 : 117 Minuten / 8,5Gb groß = 4,35Gb pro Stunde.


Jetzt sind mir da 3Sachen aufgefallen :

1 : / Alles 1080p Filme. Trotzdem von 12,10Gb - 4,35Gb pro Stunde vertreten.
2 : / Project Peacemaker, Der Vorleser und Terminator 4 sind mit 119/124/117 Minuten allesamt gleichlang. Trotzdem sind es 12,10 / 5,80 / 4,35 Gb je Stunde.
3 : / Avatar , Babel unterscheiden sich zwar um c.a. 20Minuten, trotzdem sind auch hier satte 900Mb pro Stunde Unterschied.

Wieso ist das so heftig ? Alles filme ohne Zusatzmaterial oder Sonstiges. Deswegen verstehe ich es nicht das bei allen 1080p Filme so derbe unterschiede sind.

Kann mir das mal jemand erklären ? Und dann habe ich noch eine Frage, die ist die Wichtigste :

Wieviel Gb muss ein Film pro Stunde mindestens haben, um wirklich ein 1A gestochen scharfes Bild auf dem Fernseher zu haben ? Habe mir jetzt extra nen Plasma FullHd gekauft um ja auch in den Filmgenuss zu kommen ;) Jetzt bin ich da aber extrem irritiert....

Hoffe mich kann da mal jemand aufklären. Wäre super Nett.

Liebe Grüße und besten dank.
Paola86
 
Das hängt mit der Bitrate zusammen.
Im Prinzip kann es Dir aber völlig Wurst sein, da Du sowieso auf BluRay das bestmöglichste veröffentlichte Material bekommst. Aber Du hast recht, es gibt da deutliche Unterschiede.
 
Hm ich glaube der Hauptteil der BlueRay dient nicht dem Hochauflösendem Bild sondern eher dem Sound der mehr Platz benötigt
 
Hi,

kann mir das nur so erklären wie bei einer normalen DVD auch: die Bitrate ist anders.
Anstelle der reduzierung der Auflösung kann man auch die Bitrate runterschrauben um Speicherplatz zu sparen.
Interessanterweise macht es optisch keinen Unterschied. Ist ähnlich, als wenn du einen Film von zB DVD9 auf DVD5 umwandelst. So gut wie kein Unterschied merkbar.

Letztenendes entscheiden die Filmemacher, ob sie mehrschichtige BlueRay vertreiben möchten oder nur einschichtige (günstiger).
 
zum einen ist auf der Disk nicht nur das Bild, auch mehrere Tonspuren, und Bonusmaterial brauchen Platz. Weiterhin sind die Filme auch nur verlustbehaftet auf der Disk vorhanden, un um so mehr man komprimiert um so geringer die Qualität (wie gut die dann ist hängt vom Encoder ab)
 
Nun, wie gut sich ein Film komprimieren lässt, hängt ja von Film(material) an sich ab. Filme mit vielen dunklen Passagen und wenigen Details oder solche mit viel CGI Grafik lassen sich eben besser komprimieren als Filme mit ausgeprägtem Filmkorn (egal ob ältere Filme oder eingesetz als Stilmittel).

Die 4.35GB/h von T4 sehe ich dabei schon als Minimum an, wobei hier das viele CGI der Kompression sicherlich entgegen kommt. Andere Filme sind da eher verschwenderisch. Ich habe da den Eindruck, dass man einfach die Kompression so gewählt hat, dass der Film eine Blu-Ray (25/50) gut füllt.

Unterm Strich: Jeder Film ist anders, deswegen hat auch jeder Film seine eigene Kompressionsrate.
 
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Das kann man so nicht pauschalisieren.

Eine Blu-Ray besitzt unterschiedliche Ton-Formate und unterschiedliste Sprachen...

Wenn eine Blu-Ray sämtliche Sprachdateien + alle bekannte Ton-Formate unterstützt...verbraucht er mehr Speicherplatz, als eine normale Blu-Ray , die nur Englisch in Stereo ausspuckt.

Man kann die Bildqualität also nicht von der Größe der Disk abhängig machen.

Es gibt auch unterschiede in der Umwandlung.

Manche Filmstudios nehmen eine normale DVD-Fassung und bringen via upscaling auf ne Blu-Ray raus (z.b. 300 ist in DVD oder Blu-Ray fast identisch)

Dann gibt es Studios, welche das Beste rausholen (z.B. Imax-Produktionen; Batman The Dark Knight ist eine sehr gute Blu-Ray)
 
soulflier schrieb:
Hm ich glaube der Hauptteil der BlueRay dient nicht dem Hochauflösendem Bild sondern eher dem Sound der mehr Platz benötigt

Der Sound benötigt verglichen mit dem Bildmaterial nur einen gerinen Bruchteil.

Die Unterschiede kommen von der verwendeten Kompression. Bilder mit einer 1900x1080 Auflösung können die unterschiedlichsten Größen haben: Ein Bild mit nur einer Farbe drauf wird sehr viel kleiner sein als ein Bild mit vielen Variationen (wenn man eine Kompression nutzt). Fazit: Es kommt nicht (nur) auf die Auflösung an - besonders bei billigen Digitalkameras ;)
 
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Also für 1A muss es verlustfrei komprimiert sein, weil 1A ja üblicherweise etwas unsteigerbares bezeichnet und nur verlustfrei komprimiert ist nicht steigerbar. Wieviel für 2A reichen ist hingegen so leicht nicht definierbar, da das extrem von den Bildinhalten abhängt. Wenn du in einem Bild ein schwarzes Feld von 100*10 Pixeln hast kannst du dabei viel mehr Bandbreite einsparen, als bei einem schwarzen Feld von 10*10 Pixeln. Also anhand der Zahl auf der Verpackung kannst du nur geringe Rückschlüsse auf die Bildqualität ziehen. Dazu kommt auch noch, dass der Audioinhalt da ja mit eingerechnet ist - auch der kann stärker und weniger stark komprimiert sein und mehr oder weniger Kanäle gespeichert haben.

@ Styx

Naja, gering ist relativ. Wenn du 7.1 mit 192 kHz drauf hast, dann ist das schon deutlich.
 
Hängt alles von der Bitrate und des verwendeten Codec (H.264/MPEG-4 AVC/[URL="http://de.wikipedia.org/wiki/Windows_Media_Video"]VC-1[/URL]/MPEG-2) ab...

Auf Bluray Reviews kann man vor dem Kauf oft die technischen Angaben der Bluray überprüfen... Ansonsten können einige Bluray-Player Infos zu der Video-/Audio-Bitrate anzeigen...

In der Praxis sehen die technischen Spezifikationen für Blu-ray-Video-Discs folgendermaßen aus: Die Gesamt-Bandbreite ist auf 53,95 Mbit/s begrenzt. Hiervon sind 40,00 Mbit/s für den reinen Videostream (in Form von MPEG-2, VC-1 und AVC) reserviert, die verbleibenden 13,95 Mbit/s für die Tonspuren (in Form von Dolby Digital, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD, DTS, DTS-High Definition, DTS-HD Master Audio und Linear-PCM).

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bluray
 
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Styx schrieb:
Der Sound benötigt verglichen mit dem Bildmaterial nur einen gerinen Bruchteil.

nicht unbedingt! HiRes-Sound (DTS-HD/DD HD) benötigt auch mal schnell 4GB für einen Film =)
 
Bemme90 schrieb:
Dann gibt es Studios, welche das Beste rausholen (z.B. Imax-Produktionen; Batman The Dark Knight ist eine sehr gute Blu-Ray)

Ist zwar OT aber Dark Knight ist KEINE gute BluRay, ausgenommen die IMAX-Szenen.


Die Bitrate bestimmt auch nicht unbedingt die Größe, man kann auch eine höhere Bitrate und eine kleinere Dateigröße erreichen. (meine Erfahrung von selbst enkodiertem Material)
 
Dieses "Phänomen" läßt sich bei DVDs genauso beobachten.

Ich beziehe mich daher mal auf DVDs:

1. Das Bildformat ist nicht zwingend einheitlich. 4:3 hat weit mehr Bildpunkte als 16:9. Genauso 16:9 zum "normalen" Kinoformat.
2. Je nach Codex lassen sich dunkle Inhalte stärker komprimieren.
3. Auch hängt es von der Bewegung der Bilder ab. Ruhige Filme brauchen einfach weniger Datenrate.

4. Die meisten DVDs sind deutlich oberhalb der nötigen Bitrate, man macht die DVD halt einfach voll.
Beim shrinken von DVDs (DVD9 auf DVD5) kann ich eigentlich keinen Unterschied in der Qualität erkennen.
Bis zu 170 min (hängt natürlich auch von Punkt 1-3+5 ab) sind selbst auf DVD5 kein Problem.

Daher gehe ich davon aus, dass es auch bei BluRays genug Spielraum gibt, dass die kleinen Bitraten keinen sichtbaren Unterschied ergeben. Wichtiger ist einfach die Qualität des Ausgangsmaterials. Ein schlecht gemasterter 80 min Film wird auch bei 18GB/h nicht besser.
Wichtig ist nur eine gewisse Grenze nicht zu unterschreiten. Bei DVDs ist das eigentlich immer gegeben.

Gruß

Doc

EDIT:
5. Die Tonspuren. Bei DVDs liegt zum Teil DE 5.1 + ENG 5.1 + ENG2.1 (Kommentar) + DTS6 vor. Damacht dann schon die DTS-Spur um die 500 MB einer 8GB-Disc aus.
 
Zuletzt bearbeitet:
h0nk.nfo schrieb:
Die Bitrate bestimmt auch nicht unbedingt die Größe, man kann auch eine höhere Bitrate und eine kleinere Dateigröße erreichen. (meine Erfahrung von selbst enkodiertem Material)

Die Bitrate bestimmt immer und ausschliesslich die Größe: 1000kbit/s * 600s = 600000 kbit = 74MB

Das ist eine mathematische Notwendigkeit.
 
MountWalker schrieb:
Naja, gering ist relativ. Wenn du 7.1 mit 192 kHz drauf hast, dann ist das schon deutlich.
LieberNetterFlo schrieb:
nicht unbedingt! HiRes-Sound (DTS-HD/DD HD) benötigt auch mal schnell 4GB für einen Film =)

Ja gering ist relativ, aber 4GB machen den Kohl bei einer Bluray nun auch nicht Fett. Natürlich kann man das noch mit beliebig vielen Tonspuren unbegrenzt aufblähen.
 
Die Bitrate bestimmt immer und ausschliesslich die Größe: 1000kbit/s * 600s = 600000 kbit = 74MB

Das ist eine mathematische Notwendigkeit.
Das wäre nur bei konstanter Bitrate der Fall, die wird auf DVDs und BluRays aber nicht eingesetzt.

edit: ich muss mich korrigieren, mein Bsp. war gleiche Dateigröße und höhere von mediainfo angezeigte Bitrate, daher kann ich jetzt nich sagen ob sie tatsächlich höher war.

Außerdem berechne ich selbst immer die Dateigöße anhand der Bitrate, daher wirds wohl auch bei variabler Bitrate so ungefähr hinkommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Anwalt Dr.Gonzo schrieb:
Dieses "Phänomen" läßt sich bei DVDs genauso beobachten.

Ich beziehe mich daher mal auf DVDs:

1. Das Bildformat ist nicht zwingend einheitlich. 4:3 hat weit mehr Bildpunkte als 16:9. Genauso 16:9 zum "normalen" Kinoformat.

Ein 4:3-Film auf einer DVD hat 720x576 Bildpunkte (PAL) = 414720 Pixel
Ein 16:9-Film auf einer DVD hat 720x576 Bildpunkte (PAL) = 414720 Pixel
Ein Film in 2.35:1 auf einer DVD hat 720x576 Bildpunkte (PAL) = 414720 Pixel

Die Anzahl der Bildpunkte ist immer gleich bei einer DVD. Lediglich die schwarzen Balken beim "Kinoformat" machen zu den ersten Beiden einen Unterschied.
 
Es gibt 4 Ursachen dafür:
Codec
Codec Settings (gut zu sehen an reenkodiertem Material aus dem Netz - Qualität selten offensichtlich schlechter, aber deutlich geringerer Platzbedarf)
Bitrate: Je mehr Settings des Codecs genutzt werden desto eher kann auch die Bitrate niedriger sein und damit sinkt der Platzbedarf
Ursprungsmaterial: Es gibt leider viele BluRays bei denen das Urpsrungsmaterial nicht neu gemastert wurde und man einfach den DVD Master auf die BluRay packt.
Das ist in etwa so als würde man eine mp3 in flac umwandeln...
 
Die Anzahl der Bildpunkte ist immer gleich bei einer DVD. Lediglich die schwarzen Balken beim "Kinoformat" machen zu den ersten Beiden einen Unterschied.
Ja, aber konstant schwarze Bildpunkte brauchen halt nahezu keinen Speicherplatz. Dafür ist ja die Komprimierung da.
Daher kommt es halt auf die Bildpunkte mit "wirklichem" (bewegtem) Bild an.
 
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