just_fre@kin schrieb:
Sowohl für digitale wie auch für physische Spiele gilt: du kauft nicht das Spiel, du kaufst das Nutzungsrecht am Spiel. Digitale Inhalte sind in der Regel mit einem Online-Shop verknüpft. Verschwindet der Online-Shop, verschwindet auch das Nutzungsrecht und das Spiel ist de facto für dich als Kunde verloren. Bei Nintendo ist dies schon so geschehen
Das stimmt so nicht. Nintendo hat zwar schon Stores für Neukunden abgeschaltet, bis jetzt kannst du aber bereits gekaufte Spiele immer noch aus dem Shop herunterladen. Und selbst wenn das so wäre, solange du sie noch heruntergeladen hast, passiert mit dem Download auch nichts. Der wird dir ja nicht entzogen. Klar bist du bei nem Datenträger unabhängig von der Konsole und kannst den Datenträger auch woanders verwenden. Das geht beim digitalen Spiel nicht. Aber dennoch kannst du nicht mehr Spielen, wenn der Datenträger beschädigt ist udn bei der Konsole, wenn die Konsole beschädigt ist. Ist kein Schaden da, kannst du noch weiterspielen. Wenn aber aktuell deine Wii U kaputtgeht, könntest du dir ne andere kaufen, dich mit deinem Account einloggen und das Spiel da runterladen, obwohl der Shop abgeschaltet ist. Wenn die Disc deines Wii U-Spiels kaputt ist, hast du Pech.
just_fre@kin schrieb:
und nicht jeder Shop ist derart langlebig wie beispielsweise Steam, wobei auch hier theoretisch jederzeit der Stecker gezogen werden könnte.
Da hast du in der Realität schon recht. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass ich Spiele aus den frühern 00er Jahren bei Steam gekauft habe, die ich mit wenigen Klicks installieren und losspielen kann. Sowohl auf meinem Windows-PC als auch auf meinem Linux-PC mit Proton. Bzw. teilweise gibt es bei Indies aus den späten 00er Jahren auch native Linux-Varianten, wo ich automatische die für das richtige Betriebssystem installiere.
Bei physischen PC-Spielen aus den Jahren habe ich nicht nur das Problem, erstmal ein externes Laufwerk anschließen zu müssen, weil niemand mehr ein Laufwerk im PC hat. Auch die alten Spiele auf nem modernen PC zum laufen zu bekommen ist weitaus mehr Arbeit. Von daher gehört zu Wahrheit auch dazu, dass Steam es eben in der Realität auch leichter macht die ganzen Spiele wieder zu spielen.
just_fre@kin schrieb:
Bei Datenträger-basierten Spielen verschwindet nichts, da Nintendo, Sony & Co. Ja nicht bei dir klingeln und die CD oder Cardridge zurückverlangen. Hier gibt es nur das Problem des langsamen physischen Verfalls der Hardware, wobei viele Trägermedien und Geräte bereits über Jahrzehnte halten.
Das stimmte frühere pauschal. Heutzutage eben nur noch teilweise. Bei sehr vielen Spielen fehlen eben Patches und Updates. DLCs sowieso. Das heißt, im Regelfall kann man nur die ungepatchte Basis-Variante spielen, wenn Server abgeschaltet werden. Und bei Nintendo kommt auf der Switch 1 noch hinzu, dass Spiele noch Zusatzdownloads benötigen, um überhaupt gas ganze Spiel spielbar zu haben. Von daher verschwindet dieser Vorteil von Retail immer mehr.
Das gehört zur Wahrheit dazu. Man begibt sich in die Hände der Dienste. Man hat viel Komfort. Weil man die Spiele unabhängig vom Datenträger spielen kann. Und das über Jahre und Jahrzehnte hinweg und bei Konsolen inzwischen generationsübergreifend. Dafür können, die einem den Stecker ziehen.
Die beste Lösung ist aber eine DRM-freie digitale Version. Da ist man viel unabhängiger und flexibler als Retail oder digital.
Und wenn ich jetzt in 20 Jahren noch ein altes Switch 1-Spiel nochmal spielen wollen würde, würde ich nicht die ungepatchte Version ohne DLCs in das Gerät einlegen. Wenn es zu einem akzeptablen Preis einen Re-Release oder ein Remaster gibt, was technisch noch besser ist, würde ich dazu greifen. Und bevor ich das ungepatchtete Modul nutzen würde, würde ich mir lieber aus dem Internet eine digitale Kopie mit allen Patches ziehen.