Windows Installation 2 mal geschrottet SSD defekt?

t0x

Commander
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Innerhalb von 2 Wochen hat es mir 2 mal die Windows 8.1 Installation zerschossen.
Sprich Windows startet nicht mehr korrekt...
Bekomme Fehlermeldungen, dass irgendwelche Dienste fehlen. Desktop ist schwarz und es werden keine Dateien darauf angezeigt (obwohl im Dateisystem vorhanden).
Auch das "Modern UI" Startmenü ist komplett leer.
Beim ersten mal sah der Fehler etwas anders aus (andere Fehlermeldungen zB. Anmeldedienst fehlt) und ich konnte mich garnicht mehr anmelden.
Ich habe die SSD im Verdacht allerdings sehen die SMART Daten normal aus: Bildschirmfoto.png
 
Zuletzt bearbeitet:
bitte nähere Angaben zur Hardware wie Mainboard (Chipsatz, Hersteller) usw... welcher Ahci Treiber ist installiert?
 
Poste bitte mal den Screen von CrystalDiskInfo, ziehe aber bitte das Fenster soweit auf, dass alle Attribute und auch die Hex-Werte bzw. Rohwerte vollständig sichtbar sind.

Dann schau mal ob der Schreibcache korrekt eingestellt ist, so sollte das aussehen:
Schreibcache.png
 
Gigabyte Z97P-D3
Xeon 1231 v3
Radeon HD 7970 (Referenzdesign)
4x4GB Ram 1600
cd.png

Schreibcache ist aktiviert. Habe allerdings nun wieder eine Neuinstallation, da das alte Windows komplett unbrauchbar geworden ist und sich auch nicht reparieren lässt.

AHCI Treiber war Windows Standard, habe da nix nachinstalliert.

Das System lief zuvor Jahre lang fehlerfrei... daher denke ich da nicht unbedingt an ein Treiber Problem.
Samsung 830 Firmware war aktuell.
UEFI habe ich jetzt auch noch aktualisiert.

Habe mir mal eine Crucial mx100 bestellt und werde die Samsung dann einschicken wenn ich die neue habe...
 
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Die Frage ist nur mit welcher Begründung. Die Smart Werte liefern jetzt keine, möglich ist ein Defekt natürlich trotzdem.
 
Ja 100% sicher bin ich mir nicht aber ich habe auch keine Möglichkeit das rauszufinden.
Was mich auch stutzig macht ist, dass der Wear Level schon mal bei 75 stand und jetzt wieder bei 80.
Soweit ich weiß zählt der Wert doch runter: Sprich 80% verbleibend.
80% totgeschrieben kann ja bei 6TB written nicht sein ^^
 
Sowas kann vorkommen. Die SSD mal in ein anderes System hängen und mit h2testw komplett testen.
 
Du verstehst den B1 Wear Leveling Count falsch.

Der RAW Wert zeigt nicht die verbleibenden % an, sondern die erfolgten P/E Zyklen, also ein ansteigender Wert.

Du stehst irgendwo bei 97,XX Prozent "verbleibend".

Zitat Samsung:

ID # 177 Wear Leveling Count

This attribute represents the number of media program and erase operations (the number of times a block has been erased). This value is directly related to the lifetime of the SSD. The raw value of this attribute shows the total count of P/E Cycles.

Soweit ich weiß sind die 830 iger für 3000 Zyklen ausgelegt bzw. garantiert.
 
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t0x schrieb:
80% totgeschrieben kann ja bei 6TB written nicht sein ^^
Du hast knapp 3% (aktuelle Wert wird bei Samsung immer abgerundet, hällt also schon auf 99 wenn nur 1 Zyklus verbaucht ist, verbraucht. Konkret 80 P/E Zylen von 3000 spezifizierten Zyklen, was bei den TBW dann eine Write Amplifikation von 3,3 ergibt, also durchaus im normalen Rahmen für eine normal als Systemlaufwerk genutzte SSD.

Deine Probleme scheinen ehr von der Software Seite zu kommen oder auf defektes RAM zu deuten, welches bei der Installation für korrupte Dateien gesorgt hat, denn RAM Fehler müssen sich längst nicht immer durch dauernde Bluescreen bemerkbar machen. Deshalb würde ich mal das RAM richtig testen und damit RAM Fehler auszuschließen sind! Dafür stellt man alles so ein, wie es auch nachher läuft, also keine OC-Tweaks unter Windows verwenden und lässt auch alle Riegel so wie sie sind im Rechner, einzeln testet man die erst, wenn es Fehler gibt!

Dann die iso von Memtest86+ von CD oder USB-Stick booten, denn man kann nicht unter Windows sinnvoll das RAM testen. Es sollten min. 6 PASS abgewartet werden und es darf dabei kein einziger Fehler auftreten, also am Besten über Nacht laufen lassen. RAM-Fehler können die unmöglichsten Probleme erzeugen.

Dann noch: Vor der nächsten Windows Installation unbedingt die anderen Platten abklemmen!
 
Ok also Memtest habe ich bisher nur 1 PASS gemacht. Werde ich dann bis morgen mal durchlaufen lassen.
Software seitige Probleme habe ich nach dem ersten mal auch vermutet. Aber nachdem das nun das zweite mal passiert ist fällt es mir schwer das zu glauben.
Da war nicht viel Software drauf... (System war ja erst 2 Wochen alt) nur original Treiber vom Hersteller und das übliche drumrum (Steam, 7zip, Avast Antivirus, Office, alle aktuellen Updates...)
Keine zwielichtige Software oder irgendwas... daher würde mich das schon sehr wundern wenn es ein Software Problem wäre.
Bin eigentlich sehr versiert und Virenbefall kann ich 100% ausschließen.
 
Warten wir mal ab ob sich Fehler zeigen. Wenn das Problem immer beim Booten ist, könnte es eine schwache BIOS Batterie sein? Wenn sich also die Werte immer wieder zurücksetzen und der Rechner Default versucht von der falschen Platte zu booten?
 
@ Holt, das würde allerdings nicht seine Probleme im Startpost verursachen.

Ich glaube aber auch nicht an die SSD.

@ Holt könnte ein defektes SATA Kabel so etwas auslösen, vor allem ganz ohne SMART Fehler?

Ohne Ausschlussprinzip ist da wohl wenig zu machen. Hast du keine Festplatte zum testen ob die Fehler damit weiterhin bestehen?

Aber ich verstehe richtig, dass das System ca. 2 Wochen nach Neuinstallation einwandfrei lief?
 
Zuletzt bearbeitet:
smuper schrieb:
Aber ich verstehe richtig, dass das System ca. 2 Wochen nach Neuinstallation einwandfrei lief?
Richtig. Und vor dem ersten mal lief das System mehrere Monate einwandfrei.
 
smuper schrieb:
@ Holt, das würde allerdings nicht seine Probleme im Startpost verursachen.
Schwer zu sagen, wenn man nicht weiß ob es ggf. noch Reste eines Windows auf einer der anderen Platten gibt, die dann gebootet wurden. Es wäre auf jeden Fall beim nächsten mal sinnvoll die Einstellungen und die Uhrzeit im BIOS zu prüfen.

smuper schrieb:
Ich glaube aber auch nicht an die SSD.
Eben, die Werte deuten nicht darauf hin, selbst der Rohwert von C3 ist 0, es wurde also nicht einmal die ECC über die internen Daten zur Korrektur von Bitfehlern beim Lesen benötigt. Wenn da Dateien verschwunden sind, dann lag es nicht an der SSD, die wurden dann wirklich überschrieben oder waren noch im Schreibcache (von Windows oder der SSD) und wurden wegen eines plötzlichen Stromausfalls oder Bluescreens dann nicht mehr zurück geschrieben. Immerhin gab es ja 165 solcher unerwarteten Stromausfälle (Rohwert von EB).

smuper schrieb:
@ Holt könnte ein defektes SATA Kabel so etwas auslösen, vor allem ganz ohne SMART Fehler?
Nein, denn die Übertragungen über SATA werden ja immer mit einer CRC Prüfsumme für jeden Befehl und jedes der maximal 8k großen Datenpakete abgesichert und wenn diese CRC nicht stimmt, werden die Daten erneut angefordert und dann sollte der Rohwert von C7 entsprechend steigen. Wäre es ein "digitaler" Fehler, also die Übertragung ganz oder gar nicht, so würde die SSD gar nicht gefunden, aber solche Fehler kommen ohne einen Eingriff in den Rechner eigentlich nicht vor, außer man bewegt ihn recht heftig und sorgt so dafür, dass das Kabel mal fehlerfrei geht und mal gar nicht.

t0x schrieb:
Richtig. Und vor dem ersten mal lief das System mehrere Monate einwandfrei.
Und was ist passiert kurz bevor das Problem auftrat? Wurde irgendeine HW oder SW bzw. ein Update installiert?
 
Holt schrieb:
Nein, denn die Übertragungen über SATA werden ja immer mit einer CRC Prüfsumme für jeden Befehl und jedes der maximal 8k großen Datenpakete abgesichert und wenn diese CRC nicht stimmt, werden die Daten erneut angefordert und dann ...

http://h20565.www2.hp.com/hpsc/doc/public/display?docId=emr_na-c00301688

"SATA does not support data packet retry because data packets can be very large (up to 8 KB) and the SATA interface would have to buffer them for re-transmission."

Bei NVMe könnte es eventuell optional besser aussehen.
http://www.nvmexpress.org/wp-content/uploads/NVM-Express-1_1a.pdf
https://www.osr.com/nt-insider/2014-issue4/introduction-nvme-technology/
(Das wäre die Hauptsache, die mich an NVMe interessieren könnte, nicht das alberne PR-Gelaber über "Performance".)

Manchmal ist es besser, wenn man sich nicht immer und überall aufdrängt.

t0x ist nicht zu helfen, wenn er nicht auf meinen klaren Hinweis (weiter oben) eingeht.

http://www.snia.org/sites/default/f...teManagement/ApurvaVaidya_NVMe_Validation.pdf
"Support for many Enterprise capabilities like end-to-end data protection, error reporting ..."

Heimanwender-PC, Consumer-SSD und Windows sind mehr oder weniger Kinderspielzeug. Damit sind derartige unklare Fehler ziemlich alltäglich.
 
Memtest fehlerfrei.
H2testw fehlerfrei.
Und was ist passiert kurz bevor das Problem auftrat? Wurde irgendeine HW oder SW bzw. ein Update installiert?
Windows Updates eventuell. Außerdem VMWare Workstation neu installiert, da es auf einmal nicht mehr funktioniert hatte. Fehlermeldung weiß ich nicht mehr. Jedenfalls konnte ich keine VMs mehr starten.
Hardwareänderungen hab es keine, Software sonst auch nichts afaik.
 
Dolly6 schrieb:
http://h20565.www2.hp.com/hpsc/doc/public/display?docId=emr_na-c00301688

"SATA does not support data packet retry because data packets can be very large (up to 8 KB) and the SATA interface would have to buffer them for re-transmission."
Es ist richtig, dass es laut Protokoll nicht automatisch gemacht wird, wie für alle anderen Übertragungen, aber alle Treiber sind so gemacht, dass sie die Übertragung dann wiederholen. Damals wollen man nicht erzwingen, dass die Geräte die 8k puffern können müssen, inzwischen sind 8k nichts mehr und HDDs haben oft 64MB oder mehr an Cache. Praktisch wird es also trotzdem nie passieren, dass durch DMA-CRC Fehler Daten inkorrekte gelesen oder geschrieben werden, außer die CRC passt zufällig gerade zu den Daten, was aber sehr unwahrscheinlich ist.

Dolly6 schrieb:
Heimanwender-PC, Consumer-SSD und Windows sind mehr oder weniger Kinderspielzeug. Damit sind derartige unklare Fehler ziemlich alltäglich.
Das Hauptproblem sehen ich im fehlenden ECC RAM und da Bitfehler ja so unwahrscheinlich nicht sind, sollte jemand der sich um die Integrität seiner Daten sorgt, dann auch dort ansetzen. Als nächstes wären denn Enterprise Platten zu empfehlen, weil bei denen der Schutz der internen Datenpfade besser ist, also ECC im Cache und CRC auch bei Übertragungen von Daten innerhalb der Controllers.

Das Ganze ist auch eine Kostenfrage und wenn man das RAM vernüftig getestet hat und dabei keine Fehler aufgetreten sind, hat man schon mal eine gute Chance auf ein relativ stabiles System, wer aber meint RAM Fehler würden sich immer mit Bluescreens verraten und weil er keine hat, wäre das RAM also in Ordnung, der kann üble auf die Nase fallen. Im Alltag sind auch die normalen SSDs und HDDs für Heimanwender ausreichend sicher, man sollte von wichtigen Daten sowieso immer ein Backup haben, wenn dann mal eine Datei korrupt wird, kann man auf das Backup zurückgreifen.

Das RAM wurde hier getestet, wenn es dann beim Test über Nacht Fehler gab, sollte der TE das melden. Ob es reicht visiert genug zu sein um sich keine Viren einzufangen, würde ich mal in Frage stellen, es gibt leider genug wirklich raffinierte Schädlinge, vielleicht ab und an mal ein sfc /scannow ausführen um zu sehen, ob sich Systemdateien verändert haben. Die SSD scheint mir jedenfalls nicht die Ursache zu sein, die S.M.A.R.T. Werte sind top. Der TE könnte ja auch mal ein paar GB Testdaten mit h2testw auf der SSD erstellen und diese dann nicht löschen sondern täglich prüfen lassen um zu sehen ob sich da was ändert.
 
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