Wirtschaftliche Ängste - Zukunft

World_Citizen

Ensign
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Okt. 2007
Beiträge
239
Hallo Zusammen,

mich plagen in letzter Zeit irgendwie Zukunftsängste, besonders wirtschaftlicher Natur.

Ich bin 25, meine Freundin ist 27.

Ich habe nach meiner Ausbildung eine Weiterbildung gemacht und auf diesem Weg die Hochschulreife erlangt. Aktuell studiere ich und werde nächstes Jahr meinen Bachelor haben.

Meine Freundin arbeitet in einer Unbefristeten Stelle in der Marketingabteilung eines großen Konzerns.

Wir haben aktuell ein Geldvermögen angespart von ca. 61.000 Euro. + einen Kleinwagen welcher circa noch 4000 euro wert ist.

wir gönnen uns jedes jahr einen großen Urlaub für circa 2000 Euro pro Person.

Jetzt habe ich aktuell das Gefühl das wir zu verschwenderisch leben und kaum was gespart haben.

Meine Freundin meint ich wäre bkloppt und 60000 Euro sei für unser Alter ein großes Vermögen.

Wie seht ihr das ?

Sollten wir mehr haben/sparen oder stehen wir gut da?
 
Ich glaube ein Forum für Computer und Technik ist da nicht wirklich die beste Anlaufstelle für deine Fragen
Lass dich diesbezüglich doch mal von einer Bank oder einem Vermögensberater beraten. Die kennen sich mit solchen Fällen definitiv besser aus
 
*lol* wenn ich 60k auf dem Saprbuch hätte würde ich mir erst man nen schönen fetten Wagen kaufen ... das Geld auf den Kopf hauen.

Ich bin 30 und verdiene zur Zeit 3,5k brutto bei einer 35 Stunden Woche. Mein Motto lautet: Ich leb heute, sprich was in 5 oder 10 Jahren ist juckt mich relativ wenig. Ich will jetzt einen dicken Wagen fahren und nicht erst mit 60. ich will jetzt geilen Urlaub machen, teure Klamotten tragen und mir einfach das kaufen und gönnen wodrauf ich gerade Lust habe. Meine Freundin sieht es ähnlich und somit ist alles paletti :D

Ich will später sagen können das ich gut gelebt habe statt mich im Alter schwarz zu ärgern.

Aber jeder Mensch ist anders. Wenn Du sparen willst, dann spare soviel Du willst. Bau Dir ein Haus, heirate und zeug Kinder. Dann lass Dich scheiden und all das gesparte ist futsch :freaky:

P.S.: Wenn Du denkst, dass Du schon verschwenderisch lebst, was mache ich dann?^^
 
Hallo Patrick,

um dir mal meine Situation zu schildern:

Ich, 24, Student, nächstes Jahr mein Abschluss als B.Eng Etechnik

Meine Freundin, 23, Mediengestalterin bei einer großen Zeitung.

Wir hatten bis jetzt viel Geld angespart + Gespartes von der Oma + kleine Unterstützung der Elter. Zusammen etwa 120 TEuro. Damit haben wir letztes Jahr ein altes Haus gekauft (etwa 40 jahre alt), dieses komplett saniert und ziehen jetzt im Oktober ein.

Wir sind zwar auch in der Urlaub gefahren (die letzten 2 Jahre nicht), aber immer nur für knapp 1000€ zusammen. Ansonsten haben wir recht bescheiden gelebt und konnten sicherlich davon profitieren noch bei den Eltern gewohnt zu haben.

Jetzt zahlt sich das meiner Meinung nach aus: Wir ziehen in ein Haus (700m² Grundstück, 120m² Wohnfläche + 40m² Dachterasse), ohne Schulden usw.

Jenachdem welche Zukunftspläne du hast, könntest du durchaus sparsamer leben. Dies ist natürlich absolut subjektiv. Mir war es wichtig, dass wenn ich ausziehe, nicht in einer billige 3 zimmer Bude ziehe (Nach dem Motto: Hauptsache raus), sondern richtig mit allem drum und dran.

Zudem habe ich das Thema dann rum, wenn ich in den Berufsalltag einsteig und mich so vollkommen auf meinen Job konzentrieren kann.

Grüße
 
ob wir genug Kohle auf der Seite haben, ob es richtig war nen sicheren Job fürs Studium zu schmeissen, ob wir uns die Urlaube auch noch klemmen sollten....

früher war ich echt unbekümmert...aber das ganze gerede von krise usw. macht mich geradre echt fertig...
 
Na ja, in so jungen Jahren über 60k auf dem Konto ist schon mehr als gut!
Das Problem sind die unsicheren Zeiten! Es fällt mir auch schwer Geld anzulegen, da man ja jeden Monat mit dem Tod des Euros rechnen kann (aber nicht muss).

Ist natürlich nur ein Voschlag, aber wenn Ihr auf ein Haus spart, wäre das wohl die sinnvollste Anlage - ohne das Risiko einer Trennung zu beachten!
Dafür könntet Ihr dann noch ein wenig mehr ansparen und bald loslegen!

Geht es nur darum Geld auf der hohen Kante zu haben, denke ich viel mehr als jetzt macht keinen Sinn - evtl. andere Anlageformen wählen, Gold in kleinen Mengen, Aktien, Zusatzrente - da gibt es viele Möglichkeiten, wichtig ist es zu streuen!
 
Genug Geld: Ja (hängt aber ab, was du erreichen willst mit dem Geld)
Job für Studium: Auf jeden Fall, deine Freundin hat einen sicheren Job und kann auch bestimmt auch mal über "Wasser" halten.
Urlaub klemmen: Nein, auf keinen Fall (ist gut für Seele und Geist). Es geht aber bestimmt günstiger. Aber auch hier kommt es auf den persönlichen Anspruch an.

Wenn dein Ziel ist, in einem Jahr ein Audi R8 zu fahren, reicht das Geld sicher nicht aus.
 
Hier wäre es interessant zu wissen wieviel von den 120 T Euro denn gespart wurde und von welchem Gehalt.

Denn dass man sich mit 24 + 23 Jahren mit nur einem Gehalt ein Haus kaufen kann kommt mir sehr unrealistisch vor...

Wieviel der 120 000 war Eigensparleistung und wieviel Zuschüsse von Oma+Eltern ?
 
Man muss dazu sagen, dass ich seit ich 17 bin arbeite. Anfangs waren es nur 400€ Jobs, dann kamen Nebenjobs hinzu (bei denen ich auch mehr als 400€ verdient hab), und aktuell verdiene ich knapp 900€ auf die Kralle (bei 14h/Woche).

Freundin gespart (ab Ausbildung): 40 TEUR
Ich gespart (ab 17 Jahren): 38 TEUR
Eltern Freundin: 15 TEUR
Mein Eltern: 15 TEUR
Großeltern zusammen (angelegte Sparbücher bei der Kindheit etc.): ca. 15 TEUR

Im Großen und Ganzen also 2/3 Eigenleistung und nur knapp mehr als Ihr!

Edit: Und wie in einem anderen Post bereits erwähnt, haben wir und Immobilien als Investition herausgesucht. Wenn möglich ohne Schulden (dies war halt nur bei einem Altbau möglich).

Hinterher würde ich es aber nicht nochmal so machen. Die Kernsanierung war die Hölle!
 
Zuletzt bearbeitet:
@bregas

respekt für diese Sparleistung....also als Student mit Nebenjobs sich kanpp 40000 Euro anzusparen ist mächtig.....
 
Wie gesagt: Ich habe in dieser Zeit auf vieles verzichtet. Ich habe kein Auto, habe günstigen Urlaub gemacht und hing am Tropf meiner Eltern. Das mag für manchen verwerflich sein. Ich seh das jedoch nicht so.

Ich bin immer noch jung, steh quasi noch vor meinem ganzen Leben und habe den Lebensstandard, den ich von zu Hause gewohnt war, nicht gesenkt. Und damit bin ich sehr zufrieden. Das war auch mein Ziel.

Jetzt bin ich zwar blanker, als die 2€ Münze bei ihrer Einführung, aber dieses Risiko bin ich eingegangen
 
Gut, ich bin früh von Zuhause ausgezogen (nur Streit mit den Eltern, seitdem super Verhältnis), habe ein Auto und habe viel von der Welt gesehen (Südostasien, USA, Karibik, Neuseeland...)

und habe trotzdem nicht sooviel weniger als ein "Asket", das beruhigt mich!
 
In Zeiten, in denen die Studienkredite boomen und dementsprechend viele Leute verschuldet aus ihrer Ausbildung kommen, sind 60.000€ vor dem 30. Lebensjahr eine ordentliche Summe, die garantiert über dem liegt, was der Durchschnittsdeutsche in diesem Alter auf der hohen Kante hat. Ich würde mir keine Sorgen machen, sondern überlegen, was man mit dem Geld Sinnvolles anstellen kann. Nicht auf den Kopf hauen, sondern in ein Haus, eine Wohnung, eine Unternehmung, die Bildung oder Sonstiges investieren. Muss aber auch nicht jetzt sein. Auf jeden Fall sind deine wirtschaftlichen Ängste unbegründet ;).
 
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