WLAN-Konfig für 5 Stockwerke (!) so möglich?

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Cadet 2nd Year
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Hey Leute,

ich möchte ein größeres Gebäude mit WLAN ausrüsten und würde gern von euch wissen, ob das so in Ordnung ist, wie ich es mir denke:

Im EG steht eine Fritz!Box 6390 (?) mit 100Mbps Kabel-Internet. An diesen möchte ich einen Switch schließen. An den Switch kommen dann per Ethernet-Kabel 4 weitere WLAN-Router, die das Internet nun verteilen.
Also:
FritzBox ➡ Switch ➡ 4 WLAN-Router

Nun meine Fragen:
1. Kann ich theoretisch auch den Switch weglassen und 4 Router an die Box hängen? 4 LAN-Eingänge hätte sie ja...
2. Kann ich auch jeden WLAN-Router wieder als Switch verwenden, also: FritzBox ➡ WLAN-Router ➡ WLAN-Router ➡ WLAN-Router ➡ WLAN-Router? Wenn ja, wie würde sich dies auf die Geschwindigkeit des Netzwerkes auswirken?
3. Was muss ich in den 4 WLAN Routern einstellen? DHCP deaktivieren, richtig? Gibt es eine besondere Konfig, wenn (2) gehen würde?
4. Die Router brauchen eigentlich nur ordentlich Reichweite und Zuverlässigkeit. Habt ihr eine Empfehlung für einen einfachen, starken Router?

Bin auf jeden Fall für jede Antwort dankbar!
 
1) Ja, die EIngänge an der Fritzbox sind ein eingebauter Switch
2) Ja... Kabel ist Kabel... da sollten es keine Abweichungen geben.
3) Kommt auf die Wlanrouter an. Gesondert konfiguriert werden müssen die Kabelanschlüsse nicht. Aber die Wlans (die ja vermutlich als ein großes Wlan fungieren sollen müssen konfiguriert werden). Natürlich muss DHCP bei den 3 anderen Routern deaktiiert werden.
4) kann ich gerade nicht sagen
 
Hallo,

wenn du sowieso neu kaufst, dann nimmt man dafür eigentlich Access-Points und keine Router.
Zu den eigentlichen Fragen:

1: Ja, wenn die 4 freien Anschlüsse an der Fritzbox normale LAN-Anschlüsse sind, dann ist das kein Problem.
2: Kannst du machen. Ich vermute mal du kaufst Geräte die alle Gigabit-Lan können. Dann hast du auf jeder Strecke 1Gbit Upload/Download, sprich um so weiter du das kaskadierst, um so wahrscheinlich ist ein Bandbreitenengpass falls viele Geräte die hinten im Netzwerk sind auf Geräte zugreifen die weiter vorne sind. Fürs reine Internet ist das aber alles sicher kein Problem.
3: DHCP sollte nur an einem Router aktiv sein. Fürs WLAN solltest du überall die gleiche SSID nehmen und die gleiche Authentifizierungseinstellungen, zumindest wenn du ein Roaming willst. Außerdem solltest du die Kanäle der Accesspoints so einstellen, dass es keine Störungen gibt. Sprich das Wlan ganz unten auf Kanal 1, das im zweiten Stock auf Kanal 6, das im dritten Stock auf Kanal 11, 12 oder 13 und das im obersten Stock dann wieder auf Kanal 1.
4: -

​Gruß
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen, vielen dank für die detaillierten Antworten!

AP's würde ich ja nehmen, leider habe ich keine mit mehreren LAN-Ports zum Kaskadieren gefunden. Ich würde schon welche mit Gbit nehmen, weiß es aber noch nicht 100%. Meinst du, zur Not würde es auch noch 100Mbit tun?

Fr4g3r:
An welchem sollte ich DHCP denn aktivieren? Ich schätze mal an der FritzBox? Und die anderen Router wahrscheinlich auf die IP der Box stellen?

Bei der WLAN-Konfig: Wirklich alle die gleiche SSID? Stören die sich dann nicht gegenseitig? Oder ergibt das dann ein homogenes Netz? Dann sollte ich sie doch auch alle im gleichen Kanal funken lassen, oder?

Viele Grüße
 
Hi,

ja, wenn du Roaming willst, dann alle die gleiche SSID und gleiche Authentifizierungseinstellungen.
Dabei wird nichts gestört, die SSID hat damit nichts zu tun.
Eine Störung kann nur durch die Kanäle verursacht werden und diese müssen bei sich überlappenden WLANs unterschiedlich gewählt werden.
Stell das mit der SSID und den Kanälen so ein wie ich es gesagt habe, das passt so schon. ;)
Wobei ich jetzt davon ausgegangen bin das nicht noch Fremdwlans vorhanden sind die auf den genannten Kanälen liegen.

Ich würde den DHCP auf der Fritzbox laufen lassen.
Wenn du Accesspoints nimmst, dann musst du nichts weiteleiten, die arbeiten nur auf Layer 2 wie ein Switch auch.
Nur für Internet reichen auch 100Mbit, aber preislich wird das vermutlich keinen großen Unterschied machen.
 
Hallo Fr4g3r,

natürlich sind da überall Fremd-WLANS, ist in ner Großstadt ;-). Ich werd mir einfach die freiesten Kanäle anschauen und so einstellen, wie du es gesagt hast

Vielen, vielen dank für deine Antwort. Hat mir echt geholfen!
 
Okay, dann am besten auf einem Laptop/PC INSSIDER installieren und schauen welche Kanäle wie stark belegt werden.
Dann die wählen die am wenigsten belegt sind. Zwischen zwei Netzen sollten immer 6 Kanäle Abstand liegen, wie oben beschrieben.
Musst dann halt schauen wie du es am stabilsten zum laufen bekommst. Bei vielen WLANs auf engem Raum kann das immer etwas problematisch werden.
5GHZ-Wlan wäre dann noch eine Alternative, allerdings ist da die Reichweite stark eingeschränkt.
 
Hallo Fr4g3r, das mit den 6 freien Kanälen ist ein schönes Wunschdenken. Dort empfängt man so um die 20-30 verschiedenen Kanäle. Auch 5GHZ ist mittlerweile recht voll.

Das alle Zimmer mit WLAN versorgt sind, hat absolute Priorität. Eventuell werde ich sogar zwei Router pro Stockwerk aufhängen. Vielleicht können so die blöden Nachbarsnetzwerke verscheucht werden ;-)
 
Da hast du recht. :)
Deswegen meinte ich das du am besten mit inSSIDer schaust was auf welchem Stockwerk so funkt und das dann entsprechend aufbaust so gut es geht.
Ist meistens nicht so ganz leicht in einer Großstadt.
 
2) Ja... Kabel ist Kabel... da sollten es keine Abweichungen geben
Völlig Falsch.

Wenn du Accesspoints nimmst, dann musst du nichts weiteleiten, die arbeiten nur auf Layer 2 wie ein Switch auch.
Nur für Internet reichen auch 100Mbit, aber preislich wird das vermutlich keinen großen Unterschied machen.
Heute noch auf 100MBit-Hardware setzen...na vielen dank :D


Ich nenne nur ein Stichwort: Strukturierte Verkabelung.
 
@Euler:
Es gibt heute so gut, wie keine Kabel <Cat5. Lohnt sich selbst preislich nicht.
Strukturierte Verkabelung lohnt sich hier wohl noch nicht- je nachdem , was man darunter versteht. Für mich geht Strukturierte Verkabelung los, sobald es sich um verschiedene Medien Handel (Glasfaser auf Cat) und mit Bridges un Subnetzen geabeitet wird.
Wenn man es nicht so eng sieht, ist auch ein Router mit Switch schon SV.

@TE
Es geht doch hier um reines WLAN auf den Stockwerken oder nicht ?
Du hast nämlich zu anfang geschrieben, dass Du von der Fritzbox 4x abgehst und dann auf die Stockwerke. Erst dachte ich, du willst es komplett kabellos verteilen, dann würden sich Repeater abieten, die aber aus Performancegründen nicht so empfehlenswert sind (s.u.).
Wenn Du auf den Etagen nur WLAN brauchst, dann reichen Access-Points und die Frage nach 100Mbit/Gigabit erübrigt sich...
Klar ist 100MBit Technik von Vorgestern, aber in der Praxis reicht es selbst zum Streamen von 1080p Videos, die einizige Anwendung, wo es eng wird, wären Fileserver oder andere große Kopiervorgänge. Dann ist es schon ein Unterschied, ob man mit 10MB/s oder 100MB/s kopiert.

Dier ist aber schon klar, dass jedes aktive Gerät die Bruttorate halbiert ? Ich bin jetzt nicht so der Netzwerkcrack, aber es gitb Geräte, die weiter oben in der OSI-Schicht arbeiten und die Datenrate nicht halbieren. Ich glaube Router oder managed Switches. Berichtigt mich bitte.;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Andyw,

kannst du mir das mit der Halbierung nochmal erklären? Meinst du mit "jedes aktive Gerät" jeden angemeldeten Nutzer, oder meinst du jeden neuen AP? Heißt das, dass im Endeffekt nur noch 25mBit übrigbleiben? Oder ist das ein Zerfall à la f(x)=1000mbit*0,5^x (x=Anzahl angeschlossener Geräte)? Wie kann ich dies umgehen? Indem ich hintereinander schalte oder indem ich jeden einzelnen von der FritzBox abgehen lasse?
 
Andyw1228 schrieb:
Strukturierte Verkabelung lohnt sich hier wohl noch nicht- je nachdem , was man darunter versteht. Für mich geht Strukturierte Verkabelung los, sobald es sich um verschiedene Medien Handel (Glasfaser auf Cat) und mit Bridges un Subnetzen geabeitet wird.
Wenn man es nicht so eng sieht, ist auch ein Router mit Switch schon SV.

Wieviel Interpretationsspielraum lässt so eine DIN-Norm deiner Meinung nach denn zu? Die sind da schon recht spezifisch. Wikipedia-Eintrag zu Strukturierter verkablung, und bei El-Ko. Verkabelung und Subnetze sind vollkommen unterschiedliche Layer. Über fünf Stockwerke wäre dann zwangsläufig Sekundär- und Tertiärbereich ;)

Weiß ja nicht was das für ein Gebäuse sein soll, aber wenn man ein stabiles Netz haben will kann man ruhig mal ein bisschen Arbeit investieren damit nicht das ganze Netzwerk dahingerotzt ist :D Und über 5 Stockwerke wild Patchkabel zu legen ist mehr Notbehelf.


Ich bin jetzt nicht so der Netzwerkcrack, aber es gitb Geräte, die weiter oben in der OSI-Schicht arbeiten und die Datenrate nicht halbieren. Ich glaube Router oder managed Switches. Berichtigt mich bitte.;)

Das hat nix mit der Osi-Schicht zu tun. Die verwendbare Datenrate wird bei WLAN-Repeatern halbiert weil die schon die hälfte der Datenrate verbrauchen um die Verbindung weiter zu leiten (deswegen nimmt man sowas auch nur als Notbehelf). Und Router haben da nix zu melden, die meisten haben noch einen Switch drin, aber das hat mit der Routing-Funktion gar nix zu tun. Ist bloß beides im selben Gehäuse. Selbst billigste, "dumme" Switches sind intern so angebunden, dass die Datenrate zwischen (fast) allen Ports konstant in Vollduplex geliefert werden kann. Der höhere Layer bei Managed-Switches hat den Vorteil, dass man Regelbasiert switchen kann und noch weitere tolle Funktionen hat, z.B. QoS, VLAN, Portsperren etc.
 
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