WLAN-Verteilung im alten Bauernhaus

marvstar

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Moin,
wohne seit kurzem in einem alten Bauernhaus, wo im Erdgeschoss (Scheune) die Kabelversorgung samt Verteilung und Technicolor 7200 WLAN Router. Installiert hat das der aktuelle Herr des Hauses. Zusätzlich wurde ins Wohnzimmer (1. OG, Wohnung) eine Netzwerkbuchse gelegt, welche mit dem LAN 1 vom Technicolor 7200 WLAN Router im Ergeschoss verbunden ist.
An diesem ist derzeit ein Netgear WNDR WLAN Router im Wohnzimmer angeschlossen. Anfangs lief dieser noch als 2. Router und das Netzwerkkabel wurde über WAN eingespeist. Komischerweise lief das auch irgendwie. Probleme: Internet instabil und Reichweite des Netgear WLANs kommt nicht in die weiteren Räume.

Nun habe ich den Netgear als Access Point konfiguriert und mit dem AVM FritzWLAN Repeater 310 verstärkt, um in meinem Zimmer eine stabile Internetleitung zu haben. Es kam leider immer wieder zu Unterbrechungen. Mal 60Mbit mal Abbruch. Hinzu kommt, dass ich nicht mehr ins Setup des Netgear Routers komme. Wahrscheinlich weil sich die IP geändert hat.

Anschließend habe ich das WLAN-Signal (2 von 5 Striche) vom Technicolor 7200 WLAN Router an einer Stelle im Obergeschoss abgegriffen und über den AVM FritWLAN Repeater 310 verstärkt. Das Resultat ist ein etwas stabileres WLAN, allerdings nicht sonderlich schnell.

Kabel in die Zimmer verlegen kommt nicht in Frage. Welche Möglichkeiten habe ich? Es sollte möglichst stabil und günstig sein. Eine Powerline Variante kommt eher nicht in Frage, da sie sehr störungsanfällig sein soll.

Danke im Voraus!
 
Wenn du wirklich eine gute und stabile Internetverbindung haben willst, dann lass die Repeater ganz aus dem Spiel, diese halbieren dir die Bandbreite und laufen alles andere als Störungsfrei.

Wieso kommt eine Kabelverlegung nicht in Frage?
 
Ich würde trotzdem Powerline probieren, nichts ist schlechter als Wlan !
 
also ich denke nicht das die DLan so anfällig sind. Ich hab damit sehr gute Erfahrungen, mein Wlan ist viel schlechter obwohl das Signal nur durch 1 Zimmer muss. Du solltest aber ein neueres Modell nehmen, da die bessere Software haben.

https://www.amazon.de/dLAN-1200-WiF...qid=1472716617&sr=8-1&keywords=dlan+1200+wlan

gibts natürlich auch preiswerter, keine Ahnung was dir das wert ist, testen kannste das ja und falls es nicht funktioniert schicks halt wieder zurück

hier das 500er, die 1200 haben aber glaub ich wesentlich bessere Software
https://www.amazon.de/dLAN-500-WiFi...7005&sr=8-1&keywords=devolo+dlan+500+wlan+set
 
Zuletzt bearbeitet:
nebulus schrieb:
Ich würde trotzdem Powerline probieren, nichts ist schlechter als Wlan !
PowerLAN und WLAN nehmen sich nicht viel und sind stark von den örtlichen Gegebenheiten abhängig. Mal funktioniert WLAN kaum und PowerLAN besser, mal ist es genau anders herum. Oder es funktioniert beides gut oder schlecht.

@TE: Welche Möglichkeiten du hast? Wenn Kabelverlegung nicht in Frage kommt und du PowerLAN nicht nutzen willst, bleibt dir doch nur WLAN. Das macht die Frage ansich eigenltich überflüssig. Ich würde aber, sofern LAN wirklich nicht möglich ist, WLAN und PowerLAN testen. Aber wie Janideluxe schon schrieb, ist das mit Repeatern meist nur Murks. Vorallem, wenn du dein Netz ausschließlich mit mehreren Repeatern erweitern willst. Da ist nix mit "stabil". Da kommen eigentlich nur echte einzelne Accesspoints in Frage, die via LAN am Router betrieben werden. Da du LAN aber nicht nutzen kannst, wirst du deine Verbindung wohl nur sehr schwer stabil und ausreichend schnell bekommen. Wenn überhaupt.
 
ein repeater verstärkt das wlan nicht, es leitet es genauso weiter wie es empfangen wird (also 2 von 5 striche) und erweitert bei optimaler positionierung nur die reichweite... und halbiert die wlan-bandbreite..

nun... das dein zweitrouter, angeschlossen am WAN deines tc7200 ein zweites netzwerk aufzieht ist normal. dazu ist wan auch da. wahrscheinlich hat der vormieter ein gastnetz betrieben und so vom anderen netzwerk abgetrennt...

kann sein, dass dlan/powerlan (datenanschluss über den haus-strom-kreis statt über wlan oder lan) für deine wünsche stabiler laufen würde... dazu brauchst du nur ein dlan-adapter am tc7200 und z.b. 3 wifi-dlan adapter im haus verteilt. so hast du 3 wlan-stationen. ohne kabelsalat.
 
Erstens war Router hinter Router vielleicht beabsichtigt. So war das innere Netz ohne Portfreigaben abgeschottet.
Zweitens sind die Dinger natürlich nicht mehr erreichbar, wenn du die in ein Netz integrierst, ohne vorher deren Management IP auf eine IP aus der Range des zu betretenden Netzes zu ändern.
Drittens: what Reglohln said (erster Absatz). Man muss es versuchen.
Die beste Alternative, sofern irgendwie realisierbar, ist Kabel. Denke doch nochmal darüber nach. Gibt auch flache, UTP Kabel. Was aber noch immer besser als WLAN Repeating oder DLAN wäre.
 
Erstmal danke an Alle! Super schnelle Antworten!

Kabel verlegen will der Hausherr nicht. Er müsste dann durch 30-40cm dicke Wände bohren. Oder eben an der Decke lang legen oder sowas. Aber glaub das will er auch nicht.

Kurze zusätzliche Info: Ich wohne hier zur Untermiete für eine bestimmte Zeit, daher möchte ich den finanziellen Aufwand möglichst niedrig halten. Mit einer Powerline-Lösung würde ich wohl nur ein Zimmer ordentlich mit WLAN/LAN versorgen können. Der restliche Teil der Wohnung hätte da dann Probleme. Ich bräuchte also wenn dann 2 WLAN-Powerline Adapter und ein Signalgeber, was wohl mindestens 150-200 Euro kostet. Oder wisst ihr da ne Alternative?

@Reglohln

Ich möchte ja vor allem das im Wohnzimmer ankommende LANkabel/Buchse nutzen. Das ist meine einzige Quelle, um überhaupt etwas Stabilität zu erhalten. Meine Überlegung ist nun, von der Buchse ein langes Kabel in den Flur (zentralster Ort) zu legen (sind keine Türen vorhanden) und dort ein Access Point zu installieren. Erstmal versuchen den Netgear WLAN Router zu probieren ohne WLAN Repeater.

Welche Access Points sind zu empfehlen?
 
Nicht vorhandene Türen sind immer witzig, in Verbindung mit der Aussage "dann sollte WLAN ja funktionieren". Nicht böse gemeint. Das Signal geht nicht durch die Tür, sondern breitet sich überall aus. Du musst dir also eine Gerade zwischen WLAN-Antenne des Routers und WLAN-Antenne des Laptops/Smartphones/ect. denken. Und da gibt es durchaus ein Problem bei 30-40cm dicken Wänden, denn dann werden es schnell mal 60-80cm oder mehr, weil das Signal ja meist nicht gerade durch die Wand geht. Dann brauchst du in jedem Raum teils mehrere APs.

Vielleicht konzentrierst du dich da einfach nur aufs Wohnzimmer? Wie groß ist die Wohnung denn?
Vielleicht noch einen per PowerLAN verbundenen AP ins Schlafzimmer oder so. Aber dein Vorhaben wird - auch in anbetracht des finanziellen Aspektes - mMn mehr und mehr unmöglich.
 
Danke für die weiteren Ausführungen. Habe mir auch mal die Links angeschaut. Ich bin jetzt auch nicht ganz unwissend auf dem Gebiet. Hole mir an dieser Stelle aber gerne zusätzliche Ratschläge oder Infos.

Kurz zur Aussage mit den nicht vorhandenen Türen :) Es war gar nicht so gemeint, dass dann das WLAN besser "raus" kann, sondern vielmehr, dass ich den Router einfach aus dem Raum bekomme samt Kabel, ohne Löcher zu bohren etc.

Zur Anordnung des Hauses. Es ist eine 3er WG im 1. OG des eines alten Bauernhauses. Das Wohnzimmer wird ausschließlich vom Hausherren bewohnt. Neben dem Wohnzimmer wohnt ein weiterer WGler, der durch die direkte Wandnähe keine Probleme mit dem Internet hat (sagt er). Des Weiteren ist er eh nur am Surfen über Tablet oder Handy.

Mein Zimmer ist etwas weiter entfernt und über einen Flur zu erreichen. Insgesamt Trennen zwei direkte Wände plus Tür mein Zimmer vom Wohnzimmer. Surfen geht auch relativ gut. Man merkt eben nur beim Streamen, Skypen, Zocken, dass es nicht stabil läuft. (wahrscheinlich durch schwankende Störeinflüsse im WLAN-Signalweg)

Die Größe insgesamt sind ca. 100qm. Mein Zimmer hat in diesem Zusammenhang Prio. Hier müssen keine vollen 100mbit ankommen, wichtiger ist, dass das Internet stabil ist. Es reichen dann auch nur 30mbit als bsp.

Werde nachher versuchen den Netgear Router zu resetten ( Strom raus und Netzkabel einstecken mit zeitgleich 20s (besser 30s) resetknopf drücken. Müsste hoffentlich gehen. Dann den Router möglichst weit in den Flur verlagern und als Access Point konfigurieren mit fester IP.

Kurz zur Vergabe der IPs. Habe gelesen, dass man den Hauptrouter (Technicolor) z.b mit 192.168.1.1 vergeben soll und den Access Point dann 192.168.1.100 z.b

Der Technicolor lässt sich aber nicht ändern, warum auch immer, sodass er immer auf 192.168.0.1. Wie würdet ihr dann den Access Point zuordnen und würdet ihr den WLAN Stick im PC direkt zuordnen oder automatisch suchen lassen?
 
der tc7200 kann man genauso einstellen wie jedes andere gerät auch.
wenn der tc 192.168.0.1 hat, musst du halt sämtliche geräte auf 192.168.0.xx (xx=2 bis 254. nie eine zahl doppelt belegen. ausserhalb der dhcp-range) umstellen oder überall die automatische ip-vergabe (dhcp) einstellen.
 
Mein abschließendes Fazit zum aktuellen Zeitpunkt.

Da das WLAN-Signal aus dem Keller nur 2 Striche sind, bekomm ich von dort kein gutes Signal, trotz oder grade wegen dem WLAN Repeater.

Heute endlich den Netgear WLAN Router resettet bekommen. Der schien sich komplett aufgehangen zu haben. Diesen nun zentral in der Wohnung platziert mit dem Kabel verbunden und eingerichtet mit entsprechender IP-Range.

Nun kann ich endlich auf den Router von überall zugreifen und das Internet ist so schnell wie nie vorher in meinem Zimmer. Speedtest sagt 70mbit über WLAN und ein Testdownload ging stabil mit rund 8mb/s über 10min.

Den WLAN Repeater werde ich wohl zurückgeben oder würdet ihr ihn zusätzlich im Zimmer installieren?
 
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