Wo Dokumente, Dateien etc.vor Löschen und verlust speichern, Cloud oder Fileserver ?

Paul09 schrieb:
Um wieviele Daten es geht weiß ich spontan nicht, aber es sind weniger als 2GB, und
der Datenbestand ändert sich in unregelmäßigen Abstand, höchstens aber alle zwölf Monate.

Okay, in diesem Fall würde ich das ganz unkompliziert machen:

- Daten in RAR-Archiv mit Recovery-Record (10% oder so) packen. Dies hat den Vorteil, dass hier automatisch Prüfsummen für die Dateien angelegt werden und über den Recovery-Record auch in gewissem Umfang Fehler korrigiert werden könnten. Man kann ein Archiv dann ganz einfach auf die Integrität testen bzw. das wird beim Entpacken immer überprüft. (Als Programm bietet sich WinRAR an.)

- Wenn dann neue Daten hinzukommen: Archiv entpacken, neue Daten hinzufügen, neues Archiv erstellen.

- Speichern des Archivs bzw. der Archive, wenn du mehrere Anlegen willst, auf mindestens zwei verschiedenen Datenträgern (bei weniger als 2GB Daten auch gerne redundant, also in mehrfacher Ausführung - also das Archiv - auf dem Datenträger). Davon ein Datenträger am besten außer Haus.

- Willst du noch mehr Sicherheit, dann das Archiv in eine Cloud sichern.

- USB-Sticks sind kein empfehlenswertes Backup-Medium (ich mache zwar auch mal kurze Backups auf Sticks, aber langfristig ist das nichts); verwende besser einfach externe Festplatten.


Ah, mir fällt gerade auch, dass du WinRAR nicht unter Linux bzw. OpenSUSE nutzen kannst. Evtl. gibt es dort aber Alternativen. Wenn es hart auf hart kommt, eben ne Windows-VM machen. Klingt umständlich, aber glaub mir, dass ist so trotzdem noch deutlich sicherer als alles, was du mit weniger oder vergleichbarem Aufwand bekommst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sebbi schrieb:
Wenn ich das so lese, dann ist es doch lieber ratsam, zum Schutz der eigenen Daten, die
Dokumente doch lieber auf einer zweiten SSD, die vorhanden ist, zu speichern, wo ich vorher
eine Cloud einrichte.

Dann doch lieber auf der zweiten kleinen 120,00 GB SSD Fedora Cloud installieren, und dort
meine Dokumente etc. speichern und vor versehentlichen löschen sichern ?
Ergänzung ()

Donnerkind schrieb:
Die landen versteckt im selben Dateisystem wie deine normalen Daten.


Snapshots sind eine schnelle und unkomplizierte Methode, auf frühere Versionsstände von Dateien zuzugreifen. Wenn du Hardwareausfall vorbeugen möchtest, dann brauchst du ein klassisches Backup.


Die Snapshoterstellung wird einmal per Systemdienst eingerichtet, sodass die Snapshots root "gehören". Als normaler Nutzer im Alltagsbetrieb hast du also keinen Schreibzugriff auf die Snapshots. Einmal angelegt sind sie unveränderlich (bis auf löschen und umbenennen ganzer Snapshots).


PS.: Beim Versuch, deinen Text per Tripel-Klick zu markieren, ist mir aufgefallen, dass du jede Zeile in deinem Text mit einem manuellen Zeilenumbruch beendest. Das sieht man dann auch an den seltsam kurzen Zeilen in meinen Zitaten. Warum?
Ist mir nicht aufgefallen, das weiß ich nicht.
 
Banned schrieb:
Ah, mir fällt gerade auch, dass du WinRAR nicht unter Linux bzw. OpenSUSE nutzen kannst. Evtl. gibt es dort aber Alternativen.
Man kann dafür aber jeden beliebigen anderen Packer nehmen und dank dem Unix-Baukastenprinzip nachträglich mittels parchive das Archiv mit Wiederherstellungdaten versehen. Aber ich finde, das ist ein unnötig komplizierter Weg. Wenn die SSD abraucht, nützt die Redundanz auf Dateiebene nichts.

Paul09 schrieb:
Dann doch lieber auf der zweiten kleinen 120,00 GB SSD Fedora Cloud installieren, und dort
meine Dokumente etc. speichern und vor versehentlichen löschen sichern ?
Wenn du ein ganzes OS installierst, dann brauchst du auch einen zweiten Rechner, um dieses OS laufen zu lassen. Das läuft dann auf ein NAS hinaus. Für deinen Anwendungsfall finde ich das über's Ziel hinausgeschossen.

Du kannst aber die zweite SSD zum Speichern deiner Backups nutzen in Verbindung mit einem schönen Backup-Tool, das z.B. auch Versionierung bietet. Zu dem Thema gibt es schon genug andere Fäden hier im Forum, deshalb lasse ich die Büchse hier mal zu. (I use Borg, BTW).
 
Donnerkind schrieb:
Man kann dafür aber jeden beliebigen anderen Packer nehmen und dank dem Unix-Baukastenprinzip nachträglich mittels parchive das Archiv mit Wiederherstellungdaten versehen. Aber ich finde, das ist ein unnötig komplizierter Weg. Wenn die SSD abraucht, nützt die Redundanz auf Dateiebene nichts.

Die Parität ist nur ein Bonus und ein kleiner Recovery-Record kostet eben nicht viel. Wichtig ist, dass man Prüfsummen hat.

Und wenn man ohnehin noch Platz auf dem Datenträger hat, sehe ich nichts, was dagegen spricht, einfach noch eine oder mehrere Kopien davon zu haben - wir sprechen hier über wenige GB.

Dass Laufwerke ausfallen können, ist klar - deshalb natürlich mehrere Backups. Dass Laufwerke komplett ausfallen ist aber wohl deutlich unwahrscheinlicher, als dass sie einzelne Fehler aufweisen. Deshalb sehe ich persönlich schon auch einen kleinen Sinn in mehreren Kopien pro Datenträger.

Wenn du das Vorgehen kompliziert findest (wir reden hier von etwa einem Backup pro Jahr), dann mag das so sein. Ich persönlich finde das Vorgehen viel einfacher, als mich mit einem neuen Backup-Programm zu befassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn ich auf der leeren freien SSD Backups speichern will, wie muß die SSD formatiert
werden bzw. wie muß generell eine SSD für Daten formatiert werden ?
 
Paul09 schrieb:
wie muß generell eine SSD für Daten formatiert werden ?

Na anders als für Brötchen auf jeden Fall... sorry. :D

Du verwendest einfach ein Dateisystem deiner Wahl, das von deinem OS unterstützt wird und deinen Ansprüchen genügt.
 
Donnerkind schrieb:
Wenn du ein ganzes OS installierst, dann brauchst du auch einen zweiten Rechner, um dieses OS laufen zu lassen. Das läuft dann auf ein NAS hinaus. Für deinen Anwendungsfall finde ich das über's Ziel hinausgeschossen.
Heist, es macht keinen sinn, nur auf der zweiten SSD , die im selben PC installiert ist wie das
Betriebssystem, Fedora Cloud zu installieren und zum Beispiel im Dualboot oder so ähnlich zu nutzen, ich benötige einen zweiten Rechner ?

Ein kleiner Haken gibt es aber noch, ich muß auf der zweiten SSD zugriff haben, ohne den
PC neu zu booten, heist, das zweite Laufwerk mit den Backups muß unter Linux ersichtlich sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Paul09 schrieb:
die
Dokumente doch lieber auf einer zweiten SSD, die vorhanden ist, zu speichern, wo ich vorher
eine Cloud einrichte.

zudem eine externe Festplatte. auf die der aktuelle Datenbestand immer mal wieder gesichert wird und die nach dem Sicherungsvorgang vom System getrennt und in den Schrank gestellt wird ... oder derer gleich 2 für quasi maximalen Schutz.
 
Banned schrieb:
Wenn du das Vorgehen kompliziert findest
Ich persönlich nicht (von der Ausführung her), weil ich Hardcore-Terminal-Jockey bin. Aber erstens gibt es bestimmt elegantere Alternativen und zweitens scheint mir der TE noch nicht so tief in der Materie zu stecken.

Banned schrieb:
(wir reden hier von etwa einem Backup pro Jahr)
Wenn es so wäre, dann wäre etwas Mehraufwand sicher vertretbar für das erkaufte Mehr an Sicherheit. Aber wo wurde hier "einmal pro Jahr" erwähnt?

Paul09 schrieb:
Heist, es macht keinen sinn, nur auf der zweiten SSD , die im selben PC installiert ist wie das
Betriebssystem, Fedora Cloud zu installieren und zum Beispiel im Dualboot oder so ähnlich zu nutzen, ich benötige einen zweiten Rechner ?
Naja, wenn du "in die Cloud" kopieren willst, müssen sowohl dein normales System als auch das Cloudsystem zur gleichen Zeit laufen. Das geht nicht mit Dual Boot, da läuft immer nur eines von beiden. Für ein paar Dokumente wie bei dir reicht es entweder, das gesamte Verzeichnis in ein Archiv zu packen. Das kannst du dann auf eine beliebigen externen Datenträger kopieren, z.B. mit Datum im Dateinamen. Oder du schaust dich bei gängigen Backup-Programmen um, bei denen du nach einer Ersteinrichtung nur noch auf einen einzigen Knopf drücken musst.

Ich sag mal in zwei Sätzen, wie ich das handhabe:
ich stöpsel in (semi-)regelmäßigem Zeitabstand eine ganz normale externe Festplatte an. Mein Idealzustand ist einmal pro Woche, real mache ich es eher einmal im Monat. Ich habe mir ein Setup mit Borg eingerichtet, das ich dann per selbstgeschriebenem Skript starte und das mir ein inkrementelles Backup aller wichtigen Daten anfertigt. Dann stöpsel ich eine zweite externe Backupplatte an und synchronisiere die erste Backupplatte auf diese. So habe ich auf beiden Platten ein identisches Borg-Repository, falls eines ausfällt.

Während solche Backups nur so aktuell sind, wie man sie händisch erstellt, kann man parallel dazu
immer noch automatisierte Snapshots laufen lassen, z.B. stündlich für eine Kurzzeit-Wiederherstellung. Snapshots kosten keinen Aufwand an Herumkopieren, belegen nur etwas Speicherplatz für die geänderten Dateien.
 
Kommt immer drauf an wie wichtig einem die Daten sind, danach richtet sich der Aufwand...
Meine Backups vom PC (Datei und Imagebackups) liegen auf dem NAS mit snapshots (ZFS) und auf einer externen Platte bei mir zuhause.
Meine Daten sind zusätzlich in der Cloud, und auf einer verschlüsselten externen Festplatte an einem externen Standort.
Sprich Verlust Backups ist möglich, Verlust aller Daten nahezu ausgeschlossen.

Edit: Wichtig ist bei NAS und Cloud sich auch gegen Ransomware abzusichern. (Zugriffe per extra user, genau drauf achten was man nach wo synchronisiert und im Falle des NAS eben snapshots).
 
Vielleicht habe ich das alles hier nur verkompliziert.

Ich habe in meinem PC zwei SSD's, auf der großen 240GB SSD ist momentan
openSUSE Tumbleweed KDE installiert, und auf der kleinen 120GB SSD openSUSE Tumbleweed Gnome.

Ich nutze Hauptsächlich openSUSE Tumbleweed KDE, und Gnome sehr selten bis garnicht,
weswegen ich Gnome komplett deinstallieren möchte, und die SSD als Cloud, Archiv oder
sonstigen Datenträger für das ablegen von Dateien bzw. Dokumenten etc. nutzen möchte.

Und diese kleine SSD möchte ich so sichern, das ich die SSD nicht wie beim USB-Stick, die
SSD versentlich lösche und formatiere.
 
Paul09 schrieb:
Und diese kleine SSD möchte ich so sichern, das ich die SSD nicht wie beim USB-Stick, die
SSD versentlich lösche und formatiere.
Dann baus sie aus dem PC aus und verfrachte sie in ein passendes USB-Gehäuse. Dann kannst du die SSD anschließen, wenn du ein neues Backup erstellen willst, sonst sollte sie nicht verbunden sein.
Zusätzlich trotzdem ein weiteres Medium für Backup nutzen, da könnte man dann eine Cloudlösung in Betracht ziehen.
 
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