Wohnungsschlüssel verloren - komplette Schließanlage muss getauscht werden! Was tun?

King_Rollo

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Hallo zusammen,

eine Freundin von mir sucht seit einigen Tagen fieberhaft ihren Wohnungsschlüssel. Die Chancen diesen zu finden, werden logischerweise nicht besser. Sollte sie den Schlüssel tatsächlich nicht wiederfinden, muss die komplette Schließanlage des Mehrfamilienhauses ausgetauscht werden und sie soll die Kosten in Höhe von über 1000 Euro tragen.

Ihre Hausrat-Versicherung übernimmt die Kosten leider nicht (bei mir persönlich wäre dieser Fall aber z.B. mit abgedeckt).

Irgendwie will es mir aber nicht in den Kopf, dass man für so eine menschliche Sache wie etwas zu verlieren mit so viel Geld bluten soll! Was für Möglichkeiten gibt es jetzt noch?
Jetzt noch eine Versicherung abschließen und dann in einer Woche den Schaden melden halte ich für etwas gewagt ... oder? Was kann man sonst noch tun?
 
Melde Deiner Versicherung, das Du den Schlüssel verbummelt hast, wenn es doch bei Dir mitversichert ist. Ansonsten zahlen und fröhlich sein, das Leben ist kein Ponyhof. Sollten etwa alle anderen Mieter für die "Dusseligkeit" der Nachbarin bluten, die können doch nichts dafür?
 
Ich wohne leider nicht in dem Haus. Und es geht ja auch nicht darum, andere für die eigenen Fehler bluten zu lassen. Aber etwas zu verlieren, kann nun mal passieren! Das ist menschlich!

Unmenschlich finde ich es aber, dass ein Student, der mit seinem Geld eh kaum über die Runden kommt, noch 1000 Euro oder mehr aufzubrummen - wegen so einem Scheiß! Es muss doch einen vernünftigen Mittelweg geben ... :(
 
Da hat sie wohl schlicht und ergreifend einfach die falsche Versicherung abgeschlossen. Wenns nicht mit drin steckt, steckts nicht mit drin.

Kann mich auch nicht hinstellen, nachdem mir versehentlich etwas kaputt gegangen ist, und sagen "Ja, hätte ich das vorher gewusst, hätte ich ne Haftpflicht abgeschlossen...".
 
Ich wohne leider nicht in dem Haus

Ich glaube Werkam meint, daß Du die Schuld für den verlorenen Schlüssel auf Dich nehmen sollst. Du meldest also deiner Versicherung, Du hättest den Schlüssel Deiner Freundin verloren.
 
Naja, so eine Schliessanlage kostet nun mal Geld, was keiner gerne bezahlen möchte. Da es aber aus Sicherheitsgründen komplett aufgrund "Ihres menschlichen Versagers" ausgetauscht werden muss, hätte sie sich entweder absichern sollen oder muss zahlen, evtl lässt sich der Vermieter ja auf Ratenzahlung ein. Du musst doch nicht in dem Haus wohnen, um Ihren Schlüssel vor Wut aus dem Fenster zu werfen, das kannst du ja auch wenn Du zu Besuch bist. :lol:
@U-L-T-R-A
:daumen:
 
Ratschläge für einen Versicherungsbetrug, sehr nice. Zumal das Ganze sicher schon in einem gewissen Maß "publik" geworden ist und man sich dadurch auf noch dünneres Eis begibt.

Was deine Freundin aber machen könnte, wäre abzuklären, sich der entstandene Schaden wirklich auf 1000€ beläuft.
Es könnte sicherlich sein, dass die genannten Kosten zu hoch sind und eine andere Firma diesen Auftrag aber um einiges günstiger erledigen würde.

Falls der Fall nun so eintritt und sie bezahlen muss, würde ich vorher genau prüfen, ob die Kosten in der Höhe so auch plausibel und gerechtfertigt sind. Da würde ich mich nicht blind auf eine Summe der Hausverwaltung verlassen.
Ich habe durch die Vermietung von zwei Wohnungen schon einmal mitbekommen, dass die Hausverwaltung sich nicht die Mühe gemacht hat, zumindest ein weiteres Angebot einzuholen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat sie keinen Ersatzschlüssel ?

Soll sie den einfach nachmachen lassen und Fertig, ist zwar auch nicht ganz die feine Art, aber das Hauptrisiko für einen evtl Einbruch liegt ja bei ihr, da es der Schlüssel zu ihrer Wohnung ist.
.
 
Ich denke, dass es eher um die Schließanlage der Eingangstür zum eigentlichen Haus geht und ein potentieller Finder somit Zutritt zum Haus hätte.

Der Schlüssel wird also sowohl für die Haustür, als auch für die jeweilige Wohnung passen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

es ist so, dass die Maßnahme des Vermieters verhältnismäßig sein muss.
Das heißt, dass er eventuell verpflichtet ist, nur ein neues passendes Schloss für die eigene Wohnungstüre zu bestellen.
Wenn der Schlüssel z.B. schon ein paar Wochen weg ist und nicht in Verbindung mit Adresse und anderen Schlüsseln verloren wurde die Hinweise auf die Wohnung geben, wäre der Austausch der Schließanlage unverhältnismäßig. Wenn er direkt in der Nachbarschaft verloren ging wäre es blöd. Der Schlüssel alleine in einer anderen Stadt schließt einen Missbrauch quasi aus.
Ein Verlust in eine großen Innenstadt (München, Stuttgart Hamburg usw.) sehe ich gleich.

Sollte tatsächlich jemand das Haus ausfindig machen würde er nur ins Treppenhaus kommen, das wärs ja dann wenn das Schloss der Haustüre getauscht wäre.

Ich hatte mal das gleiche Problem. Ich habe mit der Unverhätnismäßigkeit argumentiert, das musste die Eigentümergemeinschaft dann auch schlucken. Ich hätte es sogar in der Versicherung mit drin gehabt, wären aber alle Schlösser gewechselt worden wären es wohl ca. 10.000€ geworden. So hat das neue Schloss 249,-€ gekostet. Bei meiner Versicherung war die Selbstbeteiligung bei Schlüsselverlust bei 250,-€. Haha, was eine Ironie, hat mich also dann schön Geld gekostet. Bei Wechsel der gesamten Schließanlage wäre es für mich 1,-€ teurer geworden. :)

Grüße
Ergänzung ()

@Pandora
Das Problem ist das wenn Du ausziehst musst Du es sagen. Stell Dir vor beim Nachmieter wird eingebrochen ohne weiteren Defekt an der Türe. Wenn dann nachgeforscht wird dann kommt das raus. Solche Schlüssel habe normalerweise Nummern. Werden natürlich nie kontrolliert, aber in so einem Fall dann schon.

Dann hättest Du ein Problem, daher lieber sagen.

Grüße
 
Zuletzt bearbeitet:
@Pandora
Schlüssel von einer Schliessanlage kannst Du nur mit der Schlüsselkarte und einer Erlaubniss des Eigentümers nachmachen lassen.
@Bluefire87
Die Ironie hast Du aber schon rausgelesen?
 
werkam schrieb:
Melde Deiner Versicherung, das Du den Schlüssel verbummelt hast, wenn es doch bei Dir mitversichert ist. Ansonsten zahlen und fröhlich sein, das Leben ist kein Ponyhof. Sollten etwa alle anderen Mieter für die "Dusseligkeit" der Nachbarin bluten, die können doch nichts dafür?

werkam schrieb:
@Bluefire87
Die Ironie hast Du aber schon rausgelesen?

Ehrlich gesagt nicht, aber ok. :D
Normalerweise halte ich mich für geistig so weit entwickelt, die Ironie im Text zu erkennen. :)
 
tomatoes schrieb:
.@Pandora
Das Problem ist das wenn Du ausziehst musst Du es sagen. Stell Dir vor beim Nachmieter wird eingebrochen ohne weiteren Defekt an der Türe. Wenn dann nachgeforscht wird dann kommt das raus. Solche Schlüssel habe normalerweise Nummern. Werden natürlich nie kontrolliert, aber in so einem Fall dann schon.

Dann hättest Du ein Problem, daher lieber sagen.
Dazu musste dann aber auch erstmal bewiesen werden das ich den Schlüssel nachmachen lies und nicht der aktuelle Mieter bei dem eingebrochen wurde.
 
Schlüssel von einer Schliessanlage kannst Du nur mit der Schlüsselkarte und einer Erlaubniss des Eigentümers nachmachen lassen.
Äh ja, so sollte das sein. Meinen eigentlich gesperrten Schlüssel konnte ich für wenig Geld beim Supermarkt-Schlüsseldiensttypen in ein paar Minuten kopieren.:D
Daran hält sich glaube ich wirklich niemand.
 
Pandora schrieb:
Dazu musste dann aber auch erstmal bewiesen werden das ich den Schlüssel nachmachen lies und nicht der aktuelle Mieter bei dem eingebrochen wurde.

Aus diesem Grund stehen in einem vernünftigen Übergabeprotokoll die Schlüsselnummern. ;)

Aber ich weiß das dies auch nicht Gang und Gebe ist. Oft gibt es sowas ja gar nicht.
 
Bei einer Schließanlage sind meistens noch freie Schlüssel vorhanden.
das heißt es gibt für diese Schließanlage maximal 50 Schlüssel aber nur 40 Wohnungen
Im normalfall reicht es wenn das betroffene Schloss getauscht wird und ein freier Schlüsselcode verwendet wird
 
Im übrigen ist dafür die Haftpflichtversicherung zuständig und nicht die Hausrat. Ich frage mich allerdings wie man eine Haftpflicht abschließen kann, wo Schlüsselverlust nicht mit drin ist. Selbst bei guten, günstigen ist das mit drin.

@King_Rollo: Wer sollte denn deiner Meinung nach die Kosten übernehmen?
 
tomatoes schrieb:
e es blöd. Der Schlüssel alleine in einer anderen Stadt schließt einen Missbrauch quasi aus.
Ein Verlust in eine großen Innenstadt (München, Stuttgart Hamburg usw.) sehe ich gleich.

Sollte tatsächlich jemand das Haus ausfindig machen würde er nur ins Treppenhaus kommen, das wärs ja dann wenn das Schloss der Haustüre getauscht wäre.

Was ist, wenn dich jemand beobachtet, der den Schlüssel gefunden hat und dir dann nach hause folgt? Was ist, wenn jemand einen codierten Schlüssel findet und irgendwie (durch einen Bekannten, der Zugriff auf die Datenbank hat, oder so ;), heute gibt's nichts, was es nicht gibt!!)herausfindet wo du wohnst?

Was ist, wenn dann in den folgenden Monaten ständig Fahrräder aus dem Keller verschwinden, Post oder Pakete gestohlen werden oder unbekannte Personen im Haus oder in der Garage herumschleichen? Es gibt auch Mehrfamilienhäuser-Gruppen mit zentraler Tiefgarage, wo es dann nicht nur um 8 Parteien sondern um 48 geht. Da kommst du mit dem Schlüssel in mehr als ein Haus rein ( bei mir z.B. ist das so, ich komme auch 4 Hausnummern weiter vorne mit meinem Schlüssel rein und kann jede Türe, die keine Wohnungstüre ist, öffnen)

Da wachst du z.B. dann am Morgen auf und in der Garage sind alle Reifen zerstochen oder Scheiben eingeschlagen oder so..... dann kommts drauf an, wer noch alle Schlüssel hat und wer nicht ;)

In einer Konsumentensendung kam mal so ein Fall, wo einer auch bezahlen musste. Da wurde gesagt, dass du nur nicht zahlen musst, wenn du defintiv nachweisen kannst, dass der Schlüssel zerstört worden ist oder im Meer versunken ist.


1000 Euro sind ärgerlich, aber was meint der TE mit einem vernünftigen Mittelweg? Verlieren ist schon "menschlich", aber stell dir vor, man würde überall ein Auge zudrücken...... Wenn ich mein Portemonaie verliere, muss ich ja auch für das Sperren der Karten bezahlen.... da kommt niemand und sagt mir, "jaja, passiert schon einmal, da hast du deinen neuen Karten!"


Muss man nicht nachweisen, dass man eine Versicherung dafür hat, bevor der Mietvertrag unterschrieben ist?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
1.000 sind eher noch günstig bei Austausch aller Schlösser in einer Schließanlage.

Wenn sie der Hausverwaltung bereits Bescheid gesagt hat, ist das Kind jetzt ja schon in den brunnen gefallen und sie muss da durch.

Ansonsten hätte ich, gesetzt dem Fall ich hätte keine Absichten in nächster Zeit auszuziehen, erstmal geschwiegen und damit zumindest Zeit gewonnen, das Geld anzusparen, bevor dann gehandelt werden muss.

Übrigens ein sehr guter Beitrag von gmeister.
Sollte es sich so verhalten, hätte sie wirklich Glück und die nächste Tat sollte dann sein, die Versicherung zu wechseln bzw. diesen Punkt mit in die bestehende Haftpflichtversicherung aufzunehmen.
 
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