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WoW und meine Lokalzeitung

  • Ersteller Ersteller hrafnagaldr
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H

hrafnagaldr

Gast
Hi,

da in der Lokalzeitung hier grad einmal wieder ein grottenschlechter Artikel über WoW und Internetsucht aufgetaucht ist, frage ich mich, ob auch andere Lokalzeitungen regelmäßig auf diesen Zug mit aufspringen.

"Kontakt zur Außenwelt hat er nur noch, wenn er sich das Allernötigste einkauft. Auf das Internet verzichten? „Da verliere ich ja alle meine Freunde“, sagt der Sohn. „Die kann ich nicht im Stich lassen.“ Echte Freunde meint er damit nicht. Der Spieler meint seine virtuellen Freunde. Erfundene Figuren in einer fiktiven Welt - in einem Rollenspiel."

Man ist ja schließlich nur mit den Charakteren befreundet, nicht mit den Personen dahinter...
Über den Begriff "echte" Freunde lässt sich ohnehin streiten.
Der Titel Rollenspiel-Sucht ist auch nicht besser, ich kenne niemanden, der für ein Singleplayer-Rollenspiel sein Sozialleben aufgegeben hat.

http://www.augsburger-allgemeine.de..._arid,1669524_regid,2_puid,2_pageid,4289.html

Gibt es bei Euren Lokalzeitungen ähnliche Negativbeispiele?`
Ach bevor ihr fragt, ich habe vor einem halben Jahr endgültig mit WoW aufgehört :)

Diese dämlichen Artikel sollten es mir evtl. mal gleichtun.
 
Sowas trägt dann zu Fehlinformationen sowie absoluter Volksverdummung zu...

@ unter mir
Lies dir mal die Kommentare zu dem Artikel auf der Website durch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Warum? Was ist jetzt speziell so schlecht an dem Artikel und was führt zu fehlinformation?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin mir sicher, dass das von dir zitierte aus dem Artikel durchaus zutrifft. Allerdings nur bei sehr wenigen Spielern.
Über Zigaretten kommt man auch zu Gras und schließlich zu harten Drogen. Im Extremfall. Aber über normale Raucher berichtet niemand. Hans P. raucht schon seit er 15 ist und hat immer noch Freunde. Klingt halt nicht so spannend.
Ich denke, ihr könnt den Bogen selbst spannen ;) (auch ohne ein WoW Jäger zu sein).
mfg
IRID1UM
 
Nuja ich persönlich habe schon 3 Personen in meinem Bekanntenkreis die ihr Sozialleben fast vollkommen vernachlässigen!

Bsp: In der Ausbildung damals in einem Unterrichtsblock der 2 Monate ging, war urplötzlich ein Mitschüler für einen Monat nicht mehr aufgetaucht. im 2. Monat kam er dann wieder und auf die Frage wo er denn gewesen sei, kam die Antwort, dass er den Monat nur gezockt (wow) hat und nichts anderes gemacht hat!
 
Ja eben, es gibt schon sehr viele Menschen die nach dem Spiel süchtig sind und deswegen finde ich es nicht schlecht, wenn die Artikel etwas übertrieben geschrieben sind...
 
Speziell regt mich auf, dass erfundene Figuren und nicht die Personen dahinter als nicht echte Freunde bezeichnet werden.
Weiterhin wird nicht beleuchtet, ob der Sohn evtl. irgendwelche psychischen Vorbelastungen hat, vllt. will er seine Eltern gar nicht mehr sehen und in der Abkapselung in die Internetsucht gerutscht.

Der Titel Rollenspiel-Sucht ist zudem stark verallgemeinernd, ich wüsste niemanden, der wegen eines Pen&Paper-Spiels oder The Witcher als reines Singleplayerspiel verwahrloste.
 
neo-bahamuth schrieb:
Speziell regt mich auf, dass erfundene Figuren und nicht die Personen dahinter als nicht echte Freunde bezeichnet werden.

Naja gut, aber die Figur soll ja die Person wiederspiegeln. In einem Rollenspiel geht es ja darum, eine Rolle zu übernehmen und sozusagen in den Charakter zu schlüpfen.

(Habe selbst mal WoW gespielt)
Wie heißt die Spielart, bei der man noch mehr Charakterzüge übernimmt (z.B. der Zwerg tut so als wär er immer betrunken oder ähnliches:D)

neo-bahamuth schrieb:
Weiterhin wird nicht beleuchtet, ob der Sohn evtl. irgendwelche psychischen Vorbelastungen hat, vllt. will er seine Eltern gar nicht mehr sehen und in der Abkapselung in die Internetsucht gerutscht.

Da muss ich dir zustimmen, aber ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und behaupte das die Kinder die in so eine extreme Sucht fallen (sich abkapseln und wirklich nur noch außer Haus gehen um enzukaufen) dass diese etwas nicht unbedingt psychische Vorbelastungen haben, aber zumindest sozial benachteiligt sind.
Ich hatte in meiner Klasse selbst einmal einen WoW süchtigen und ihm interessierte es wirklich nicht, ein soziales Umfeld aufzubauen. (das war im alter von 14-16 oder 17) Er ging teilweise am Nachmittag heim, weil er mit seiner Gilde gleich einen Raid hat.


Aber er schaffte es dann aufzuhören und spielt jetzt überhaupt nicht mehr WoW.


neo-bahamuth schrieb:
Der Titel Rollenspiel-Sucht ist zudem stark verallgemeinernd, ich wüsste niemanden, der wegen eines Pen&Paper-Spiels oder The Witcher als reines Singleplayerspiel verwahrloste.

Ja da fehlts wirklich an Informationen.
Aber für die Allgemeinheit reicht das Wort Rollenspiel, weil sie damit ja zum Ausdruck bringen wollen, das man in eine Rolle schlüpft.
 
Ja, die Frage ist aber dennoch, wie lange man in diese Rolle schlüpft. Bei einem Pen&Paper irgendwann am Wochenende mal, bei nem Singleplayerspiel bis es 1-3 mal durchgespielt ist. Bei einem MMO evtl. jahrelang. Da sollte mans chon differenzieren.
 
Ja aber sie haben es doch differenziert, denn man schreibt ja über WoW weil die Kinder in diese Rolle jahrelang hineinschlüpfen.
Die meisten Mütter sagen eh nix, wenn ihr Kind untertags 3-5 stunden spielen.

Und glaubst du wirklich, dass es für einen 14 Jährigen gut ist, wenn er bis zu seinen 17 Lebensjahr abends nur WoW spielt?

Wenn das ein 30Jähriger, der sein Studium absolviert hat und eine feste Arbeitsstelle hat macht, ist das egal, der muss nichts mehr fürs leben lernen.


Ich gehe jetzt aber davon aus, dass wir über einen "süchtigen" sprechen.
Weil 3-4 Stunden Abends sollte zwar auch nicht sein, aber ist noch OK, meiner Meinung.
 
Je nach Wetterlage spiele ich schon auch noch so lange, allerdings nicht mehr so oft wie früher. Dennoch ist in dem Artikel von einem 18-jährigen, der bereits ausgezogen ist die Rede. Mit 18 kann er sich auch noch einkriegen und ein erster verhunzter Studienversuch lässt sich da auch noch gerade biegen.

Nach allg. gängigen Definitionen war ich übrigens auch "internetsüchtig", alkoholsüchtig bin ich noch immer und werde es immer sein (dafür genügt ein sog. Vollrausch im Monat, den Schnitt halte ich recht gut *g*).
Die Spielesucht war Anfang diesen Jahres einfach weg.
WoW machte auf einmal keinen Spaß mehr, zu meiner Verwunderung auch alle anderen Spiele (Fallout III zB hab ich schon lange gekauft, aber obwohl das Spiel absolut großartig ist muss ich mich geradezu quälen, das durchzuspielen). Ist schon komisch. Dafür habe ich umso mehr den Drang, abends einfach aufs Rad zu hocken und draufloszufahren (den hatte ich früher schon, zur Zeit kommt mir das seltsam vor).

Was ich eigentlich damit sagen: der beschriebene Fall ist für mich maßlos übertrieben, der Kerl ist frisch ausgezogen und im Studium (grad mal 18 Jahre, das gute G8 in Bayern... ich war 19 mitm Abi, nachm Bund fast 21) und kann sich durchaus mit etwas Hilfe von Freunden (bei uns haben da auch viele Gildenmitglieder solchen Leutengeholfen) wieder einfangen.

Einen solchen Artikel ist die Geschichte außer den "Klicks" und Werbeeinnahmen für den Onlineauftritt der Zeitung allerdings nicht wert.
 
ich finde jeder soll das machen, was er für richtig hält ... nicht jeder steht auf kumpels treffen, fussball spielen und abend auf party gehen. ich finds echt nervig, wenn andere leute dir vorschreiben wollen, was richtig ist und was nicht ...

hab damals nach abi und bund auch mehrere jahre nen mmorpg gezockt ... zeitweilig auch recht extrem, morgens ging dir kiste an und nachts halt irgendwann aus ;) war schon ne echte sucht

rückblickend war es auch ne echt coole erfahrung, aber irgendwann hats einfach kein bock mehr gemacht und dann hab ich von einen tag auf den anderen aufgehört ... und jetzt steh ich kurz vor meinem dipl.-ing.

so artikel wie da oben gehen mir genau so auf den keks, wie die ganzen "killerspiele" artikel ... da reden leute über etwas, wovon sie keinen schimmer haben
 
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