Notiz Xeon E7-8894 v4: Intels neues CPU-Flaggschiff kostet 8.898 US-Dollar

hrafnagaldr schrieb:
Der CPU Preis ist gar nicht mehr so wild, wenn man mal schaut, wieviel eine Windows Server 2016 Datacenter Lizenz bei sovielen Kernen kostet :D

9300€ netto als Open-NL (12x 2core Pack), als OEM Version 24core aber nur 6500€ :D

Wo kommt das denn her? Windows kommt da nicht zum Einsatz.

Derartige CPUs werden i.d.R. in Rechenzentren eingebaut, für Cloud-Computing genutzt und besonders im HPC-Bereich eingesetzt...und dort hat Linux schon seit Jahren über 90% Marktverbreitung.

Beispielsweise in den Top500-Supercomputern der Welt war bereits 2012 die Windows-Marktverbreitung bei unter 0,4%.
 
ascer schrieb:
Wo kommt das denn her? Windows kommt da nicht zum Einsatz.

Ich hab geschrieben, was eine Datacenter Lizenz für so eine CPU kostet, nicht wie oft die eingesetzt wird. Und Windows kommt auch mit solchen CPus zum Einsatz. Dafür braucht man keinen Supercomputer, gibt genug potente ESXi Hosts mit solcher Hardware. Und darauf laufen dann viele viele Windows VMs. Und dann lizensiert man Datacenter. Unglaublich aber wahr.

Ich hab im November 2015 allein bei einem Mittelständler schon 3 Hosts a 2 Sockel a 16 Core verbaut, nur dass Server 2012R2 mit der Sockel Lizensierung da eben knapp die Hälfte von Server 2016 jetzt gekostet hat.

Und Linux kostet in dem Bereich natürlich nix, hab ich vergessen :D
 
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hrafnagaldr schrieb:
Unglaublich aber war.

Und irrelevant.

...du hast geantwortet auf die sehr hohen Preise der CPU (im Vergleich zu anderen Server- oder Client-CPUs) und zwar mit dem Hinweis auf die Lizenzkosten für Windows Datacenter Lizenzen. D.h. du wolltest doch wohl den Hardwarepreis mit dem Softwarepreis relativieren.

Oder welch andere Bedeutung wolltest du "Der CPU Preis ist gar nicht mehr so wild" beimessen?

Dagegen argumentiere ich, dass die Softwarekosten nicht interessant sind, weil diese nur für eine Nische überhaupt relevant sind.
Im Bereich Supercomputer ist die Windows-Marktverbreitung quasi nicht vorhanden. Bei Cloud-Computing ist Linux auch schon bei über 90%, Riesen wie Amazon, Google, IBM, ... betreiben alle ihre Rechenzentren auch unter Linux oder zumindest - so bei IBM ja meistens, UNIXoiden.

Die großen Rechenzentren, besonders im Zuge des Cloud-Computing, verdrängen die kleinen Serverracks vor Ort, wo bei Unternehmen häufig Windows im Einsatz ist.

Und der Absatzmarkt dieser CPU-Typen sind nunmal große Rechenzentren, Cloud-Computing, Supercomputer, ...


hrafnagaldr schrieb:
Ich hab im November 2015 allein bei einem Mittelständler schon 3 Hosts a 2 Sockel a 16 Core verbaut, nur dass Server 2012R2 mit der Sockel Lizensierung da eben knapp die Hälfte von Server 2016 jetzt gekostet hat.

Möchtest du eine Behauptung mit Einzelfallbeispielen belegen?
Das widerlegen schon die Marktverbreitungszahlen. Die Tatsache deiner Tätigkeit in eben dieser Nische ändert nichts an den Zahlen.

Hier noch ein Einzfallbeispiel zur Widerlegung: Universitäten sind mit die kleinsten Abnehmer solcher CPUs (abgesehen von den Krümeln, die die typischen Mittelständler ausmachen).
Unsere Uni (nicht gerade die größte in D) hat mittlerweile 5 Cluster, der größte Cluster hat knapp 800 nodes mit jeweils 2x 16-Core Xeons.

Eine Universität.

Selbst nur die Universitäten in D dürften schon mehr von diesen CPUs einsetzen, als all die kleinen, VMWare einsetzenden, Mittelständler zusammen.

Oder ein einziges RZ von Amazon, dass in Frankfurt z.B.
 
Zuletzt bearbeitet:
ascer schrieb:
Und irrelevant.

...du hast geantwortet auf die sehr hohen Preise der CPU (im Vergleich zu anderen Server- oder Client-CPUs) und zwar mit dem Hinweis auf die Lizenzkosten für Windows Datacenter Lizenzen. D.h. du wolltest doch wohl den Hardwarepreis mit dem Softwarepreis relativieren.

Ja wollte ich, und das sogar scherzhaft. Zu erkennen an den zwei grinsenden Smilies. Auch wenn der Eindruck entsteht, ich verwende die nicht zum Spaß.

Aber nochmal, die Wartung für die Linux Systeme (oder Kosten für die Eigenentwicklung) sind auch nicht zu verachten.

Was genau ist dein Problem? Dass ich Windows Server im Zusammenhang mit 24-Kern CPUs erwähnt habe? Solls darauf hinaus laufen? Klingt für mich so.
 
@hrafnagaldr: Kein Problem, nur eine Richtigstellung. Deine Äußerung implizierte doch, dass die Hardwarekosten nicht so relevant wären, wegen der Softwarekosten, was aber nur für eine kleine Nische zutrifft und nicht allgemeingültig ist. Nicht mehr und nicht weniger.

Bzgl. der Wartung: je nach Anwendungszweck würde ich sagen sind entweder Windows- oder Linux-Systeme wartungsärmer. Bei Arbeitsplätzen im Mittelstand ist das wahrscheinlich schon wegen dem Gewöhnungsfaktor Windows - es ist eben nicht jeder technikaffin; eher umgekehrt.
Bei Servern im RZ-Bereich, vor allem aber im HPC-Bereich, würde ich definitiv behaupten, dass Linux wartungsärmer ist.
Linux hat ja nicht ohne Grund eine derart riesige Marktverbreitung dort.

Sowas fängt imho (das ist allerdings nur meine persönliche Meinung) schon bei den kleinen Dingen an: selbst für Webserver finde ich einen Apache oder Nginx unter Linux deutlich stabiler, wartungsärmer und administrationsfreundlicher als den IIS von Microsoft...auch dort ist Windowsbasiertes Zeug ja auf dem absteigenden Ast.
 
Ich finde die Hardwarekosten generell nicht relevant, Softwarelizensierung oder -Wartung verursachen auf Dauer imho immer höhere Kosten. Um im Microsoftbereich zu bleiben: ein Kunde von uns hat kürzlich auf Navision umgestellt, sein System war 15 Jahre alt und mehr oder weniger selbst entwickelt. Bis der Navision Anbieter das alles am Laufen hatte + Lizensierung Navision und SQL hätte ich meinen ESXi Cluster wahrscheinlich noch 2x im Serverraum aufstellen können. Und die 16-Kerner waren 2015 auch nicht günstig, Stückpreise lagen da auch bei so 3500€.
 
hrafnagaldr schrieb:
@Love Guru:

Simon hats schon gesagt:

Core-based licensing requires all physical cores in the server to be licensed.

A minimum of 8 core licenses is required for each physical processor and a
minimum of 16 core licenses is required for each server.

http://download.microsoft.com/downl...400-138C5701F174/WS2016LicensingDatasheet.pdf

Wenn nun ein phys. Server 2 Sockel mit dieser CPU hat, dann müssen 48 Kerne lizensiert werden. Zudem geht Microsoft davon aus, das entsprechende Server ohnehin 2 Sockel a 8 Kernen haben, das muss als Minimum lizensiert werden.

...


48?

8x2 =16 mal 2 fürs hyperthreading = 32

oder können die xeons mittlerweile mehrere hyperthreading pfade aufziehen wie die prozessoren von IBM?
 
mensch183 schrieb:
Den Windows-Anteil bei Servern mit 3+ Sockeln kann man sowieso vergessen.
Das Prinzip ist aber das gleiche.

Auf Maschinen mit 3+ Sockeln kommt zwar oft Linux zum Einsatz, aber nicht unbedingt die kostenlose Variante. Da wird auch gerne mal RedHat / Novell oder vgl. eingesetzt, da die Firmen auch Support-Leistungen in Anspruch nehmen wollen. Wenn etwas mit dem OS auf einer 8-Socket-Maschine hakt, will da niemand auf Computerforen angewiesen sein...

Dazu kommen noch die ganzen Anwendungen. So eine JBoss Enterprise Application Plattform kostet pro 16 Kerne mal flockige 8.000 US-Dollar und auch Datenbank-Server wie Oracle und Co. lassen sich das mehr als üppig bezahlen.

Nur weil etwas Nicht-Windows ist, ist das noch lange nicht Open-Source und GPL und damit komplett kostenlos.

@Rest

Ihr verzettelt euch grad ein wenig. Die hier vorgestellten CPUs kommen auch nicht in HPC-Anwendungen zum Einsatz. Wer mal einen Blick in die Top500-Liste wirft, wird feststellen, dass dort fast ausschließlich 2-Socket-Maschinen (Xeon E5-2600er Serie) zum Einsatz kommen. Die Scalierung erfolgt über mehr Knoten (Scale-Out). Gleiches gilt für die Cloud.

Die Xeon E7-8800 sind die maximale Skalierung auf ein einzelnes System (Scale-Up).
 
@>/cat/proc: ...jene Aussage ist nicht negier- bzw. widerlegbar ^^
 
Love Guru schrieb:

Welchen Teil von "physical cores" hast Du nicht verstanden? Wenn man ein Dual Socket System mit diesen CPus hat, hat man 48 phys. Kerne und die muss man lizensieren. Pro Prozessor müssen min. 8 Kerne lizensiert werden, auch wenn er nur 4 Kerne hat.
 
@hraf

wenn du dir deinen letzten post nochmal durchliest (der den ich zitiere), dann fällt dir evto auf, dass du da zwar für dich durchaus schlüssig argumentierst, aber personen wie mich führst du durch deine art der mathematik ein wenig vor.

du erwähnt 48 kerne und dann wieder zweisockelsysteme mit je 8cores. dass das eine ein bezug auf die mindestausstattung war und das andere auf den neuen proz bezogen war, hatte ich so nicht verstanden. ich nahm an, dass du dich iwo verrechnet hast.

wird es so für dich klarer?

in zukunft vllt etwas mehr tippen, damit man auch all deinen gedankengängen folgen kann.
 
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