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NewsXMG Studio X: Neuer PC richtet sich explizit (auch) an Audio-Perfektionisten
Schenker hat den umfangreich konfigurierbaren High-End-Desktop-PC XMG Studio X vorgestellt, der viel daran setzt, die „DPC-Latenz“ zu reduzieren. Klingt wichtig und kann es auch sein, doch wie Schenker selbst klarstellt, kommt der Vorteil wenn überhaupt nur beim „professionellen (!) Echtzeit-Audio-Recording“ zum Tragen.
Das hat nichts mit Audiophil zu tun, im Tonstudio willst du schlicht keine Latenz haben. Wenn du eine Taste am MIDI-Keyboard drückst und du hörst den Ton spürbar versetzt, kannst du richtige Aufnahmen vergessen. Oder wenn du z. B. 20 VSTis hast (z. B. virtuelles Orchester), dann kann es auch mal zu dem Knacksen kommen, wenn die Prozesse nicht nachkommen.
Allerdings ist mir neu, dass das in den letzten 10 Jahren mit Interfaces+ASIO-Treiber überhaupt noch ein relevantes Problem ist, weder unter Windows, Linux oder unter Macs, der überwiegende Standard hier, sowieso nicht. Auf der Bühne beim InEar Monitoring sagt man normal, dass erst eine Latenz von 10-20ms spürbar ist.
Schenker hat den umfangreich konfigurierbaren High-End-Desktop-PC XMG Studio X vorgestellt, der viel daran setzt, die „DPC-Latenz“ zu reduzieren. Klingt wichtig und kann es auch sein, doch wie Schenker selbst klarstellt, kommt der Vorteil wenn überhaupt nur beim „professionellen (!) Echtzeit-Audio-Recording“ zum Tragen.
Die DPC Latenz wurde bei mir durch den Nvidia HDMI Audiotreiber arg hoch und es gab große Verzögerungen mit GuitarRig. Nicht unbedingt professionelle Nutzung. Ich weiß schon wieso ich dafür lieber Macs benutze, CoreAudio ftw! Wie schon im Artikel geschrieben: ein neues Programm oder Treiber unter Windows kann die Latenz schon wieder arg erhöhen. Trotzdem klasse, das solche Systeme angeboten werden.
Und dann sind sicherlich nicht einmal die Kabel vergolded und die Sleeves nicht hangdeknüpft.
Ob man ohne Stecker aus Massivgold und Kristallpendel wirklich die audiophilen abholen kann?
Das hat nichts mit Audiophil zu tun, im Tonstudio willst du schlicht keine Latenz haben. Wenn du eine Taste am MIDI-Keyboard drückst und du hörst den Ton spürbar versetzt, kannst du richtige Aufnahmen vergessen. Oder wenn du z. B. 20 VSTis hast (z. B. virtuelles Orchester), dann kann es auch mal zu dem Knacksen kommen, wenn die Prozesse nicht nachkommen.
This! Steht auch klar verständlich im Artikel. Nicht alles im akustischen Bereich ist Schlangenöl.
Um hier mal ein Beispiel für die Grafikfraktion zu bringen:
Sind die Frametimes instabil, fühlen sich hohe FPS dennoch unsauber und teils stotternd an.
Genauso ist es bei zu hoher Prozesslatenz im Audiobereich, nur dass hier ein "verworfener Frame" nicht in Bildstottern, sondern in tatsächlich wahrnehmbaren Knacksen im Sound resultieren kann.
KlaasKersting schrieb:
In echten Recording Studios habe ich immer nur Macs gesehen, Apple hat im Audiobereich eine extreme Marktdominanz.
Und jetzt denke nochmal über deine eigene Aussage bezüglich "Audiophile, die gemolken werden" nach. Apple bietet weder hard-noch softwareseitig Lösungen, die sich in irgend einer Form qualitativ von denen eines Windows- oder gar Linuxbasierten Systems unterscheiden würden.
Aber: ist teuer, muss gut sein - das ist tatsächlich eine der vielen leidigen Denkweisen fehlgeleiteter Musikliebhaber.
Und was kann die Kiste nun besser als die nicht optimierten Teile?
Kann ich durch die geringere DPC Latenz auch bei großen Projekten 16/32 statt 64 Samples fahren? Vielleicht sogar bei >41kHz.
XMG hatte zuvor schon Mal ein DPC-optimiertes Notebook gezeigt. Deren Praxistest war halt "hier wir zeigen wie einige Audioapplikationen ohne Anforderungen parallel laufen, wow very music. Much Producer". Und so richtig weit von der Realität und Praxis.
Ich nutze 800 Tracks im Template - da werden auch gerne mal 100-200 zeitgleich gespielt - insgesamt 90GB im RAM belegt und ich weiß wirklich nicht, welche CPU das heute nicht schaffen soll, was auch schon vor ~10 Jahren mit einem eizelnen PC ohne Slave ging. Da knackt heute nichts mehr, weder bei AMD, noch bei intel, weil zudem noch moderne DAWs und Sampler-Plugins die Ressourcen super intelligent managen. Wenn's bei dir knackt (bei gerade mal 20Plugins), machst du entweder software-seitig was falsch, oder der Workflow ist Müll (z.B. weil du in absurden Settings arbeiten willst, in denen andere nicht mal exportieren). Latenz ist imho son Hirngespinst, auf das sich Möchtegerns stürzen, damit sie irgendwas benchen können, was aber inzwischen niemanden mehr so richtig interessiert, wenn es um CPUs geht... In manchen größeren Studios stehen noch PowerMacs als Workstation.
Danke Schenker, bisher wart ihr mir irgendwie doch immer sympathisch, aber diese Aussage, und der Konfigurator machen das Ganze zu 'nem Witz. 2k für einen Stardard-PC bei dem BIOS und Windows angepasst worden sind und bei der Installation von Software läuft man Gefahr sich die Latenz zu verhunzen.
Na wenigstens bieten sie eine AMD GPU Option an. Die Basis wird mit IGP geliefert.
btw: ein i5 reicht für die meisten Heim-Studios aus wenn man nicht grade Pro Tools HD laufen hat.
Installiert man Windows neu, ist das "angepasste" dann weg? Oder wenn MS die Apps wieder installiert...besser wäre es, man würde auflisten, was man angepasst hat - aber dann wäre das Gerät ja überflüssig.
Aus Erfahrung muss ich dir widersprechen. Apple hat im Audiosegment keine "Marktdominanz". Allein schon deshalb nicht, weil es erst seit wenigen Jahren überhaupt möglich ist Plug-Ins in anderen Formaten als AU unter macOS einzusetzen. VST ist der Industriestandard, AU (macOS-only), AAX (AVID Audio Extension) für Pro Tools (von AVID) optimiert, oder bei Digidesign allseits RTAS, dass aber ebenfalls für Pro Tools optimiert wurde. MIDI-Routing (ausgangsseitig) ist mit AU-Plug-Ins auch nicht möglich.
Man kann mit Apple wunderbar Musik produzieren, wenn man sich auf die Plattform und das deutlich geringere Angebot an Third-Party-Lösungen beschränkt / beschränken kann. Problematisch wird es bei der plattformübergreifenden Zusammenarbeit. Hier muss man VST einsetzen, weil AU-Plug-Ins nicht auf anderen Plattformen funktionieren.
Ist es wohl durchaus bei Notebooks immer wieder, notebookcheck.com z.B. testet daher immer mit LatencyMon und festen Abläufen wie die DPC Latency aussieht.