Zugriff auf HDD-Festplatte

Fegerle

Cadet 3rd Year
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Nabend zusammen,

ich habe eine theoretische Frage, die mich momentan etwas beunruhigt:
Auf der HDD meines PCs sind Betriebssystem (Win 7) und alle persönlichen Daten drauf. Angenommen, jemand hat Zugang zu meinem Zimmer und verschafft sich diesen in meiner Abwesenheit - könnte diejenige Person trotz Passwortschutz (Windows-Passwort) die Daten meiner Festplatte kopieren, indem er die Festplatte ausbaut und bei sich einbaut bzw. anschließt? Und wie kann man sich dagegen schützen?

Vielen Dank im Voraus!
LG Fegerle
 
Das Windows Passwort ist kein Schutz, ne einfache Linuxdisc kann auf alles zugreifen.
(Und kaum jemand wird nur eine Festplatte mitnehmen (außer vllt Geheimdienste etc, ein Einbrecher nimmt dann direkt den ganzen PC mit)

Wenn du deine Daten schützen willst, dann musst du deine HDD mit Veracrypt verschlüsseln. :)
*Edit: Wieso kann ich den Link nicht einfügen?
XD.png
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Blumenwiese,
das habe ich mir gedacht. Mein Bruder hat mir früher schon gezeigt, wie einfach er mit einem USB-Stick das Windows-Passwort umgehen kann, seither habe ich grundlegende Zweifel daran, dass der Passwortschutz irgendjemanden aufhält.
Hierbei geht es jedoch nicht um Einbrecher, sondern vielmehr um Personen, mit denen ich zusammenlebe und denen ich eigentlich vertraue, aber ich bin gerade etwas misstrauisch, da jemand möglicherweise an meinen PC gegangen ist (vielleicht bin ich etwas paranoid, aber er stand komischerweise anders als sonst..? Und ich teile mir den PC nicht. :D).
Schützt Veracrypt denn auch vor der von dir benannten Linuxdisc?
Danke, LG Fegerle
 
Fegerle schrieb:
könnte diejenige Person trotz Passwortschutz (Windows-Passwort) die Daten meiner Festplatte kopieren, indem er die Festplatte ausbaut und bei sich einbaut bzw. anschließt?
Ja, wie Blumenwiese schon schreib, braucht man die HDD dafür nicht einmal auszubauen.
Fegerle schrieb:
Und wie kann man sich dagegen schützen?
Durch Verschlüsselung der Daten, z.B. mit dem genannte Veracrypt. Achte aber besonders aufs Backup Deiner wichtigen Daten, denn bei Verschlüsselung steigt das Risiko bei einem Problem nicht mehr an seine Daten zu kommen deutlich an.
 
Paranoia ist nicht teuer . Alles wichtige auf zwei USB Stick's kopiert un das Problem ist gelöst . Oder eine externe HDD im USB Gehäuse .
 
Das ganze Betriebssystem zu verschlüsseln ist schon eine Nummer - technisch möglich und auch praktikabel, aber: Wenn Dir das Teil mal abraucht, dann kann es einigermaßen schwierig sein auf die Daten wieder zugreifen zu können. Habe ich bei einigen Rechnern so gemacht.
Wenn Du aber nur um "ein paar Daten" Angst hast, dann kannst Du diese in eine Containerdatei mit z.B. VeraCrypt schieben, und diese Containerdatei dann zum Gebrauch jeweils einbinden.
Der Vorteil:
Das Betriebssystem startet ohne Passworteingabe (z.B. bei Updateinstallationen), das System kann ohne weiteres auch mal von z.B. einem USB-Stick gestartet werden und mit einem Virenscanner geprüft werden, und, Du kannst im Falle eines Falles auch einfach mal schnell die wichtigen Daten wegkopieren.
Die Containerdatei lässt sich dann auch prima sichern (also auch von einem defekten System) und z.B. ein NAS oder einen USB-Stick schieben.
Und wenn Du die ganze Partition verschlüsselst, dann kannst nur Du den Rechner nutzen. Soll die Maschine auch wer anders nutzen, dann mußt Du das Passwort rausrücken, und dann stehen wir schon wieder vor dem Problem wie vorher - und dann bräuchtest Du für die Sensiblen Dateien so oder so zusätzlich noch die verschlüsselte Containerdatei...
Welchen Aufwand Du treiben willst bleibt Dir überlassen.
Bei Windows 10 Professional ist meines Wissens auch BitLocker verfügbar, damit kannst Du recht komfortabel die ganze Partition sichern bzw. verschlüsseln.
 
Andere Frage: Welche Sachen speicherst du auf deinem Privatrechner, dass du fürchten musst jemand bricht bei dir ein und greift auf deine Platte zu? Können ja keine Bilder von dir mit oder ohne Badehose sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du einen TPM Chip im Rechner hast einfach Bitlocker verwenden. Bequemer geht es nicht. Ansonsten wie schon gesagt Veracrypt dann kommt keiner mehr ohne Passwort an die Daten ran.
 
Falls du eine Ultimate Version hast, kannst auch Bitlocker zum verschlüsseln der Platte verwenden.
 
Xelx schrieb:

So eine Frage steht imho nicht zur Debatte, generell sollte jeder, gerade bei mobilen Geräten, die Platten verschlüsseln. Unabhängig davon, was drauf ist.
 
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Ich würde Bitlocker eh nicht einsetzen, einfach nur weil es nicht offen ist und keiner weis ob es Lücken gibt.
Zumal hier Bitlocker eh irrelevant ist, da er noch Win 7 nutzt.

@Fegerle Es gibt mehrere Lösungen:

Variante 1: Systemplatte mit VC verschlüsseln (AES alleine reicht aus), dazu, als Sicherheit vor Plattenausfällen eine externe HDD nutzen und auf der ein Systemabbild erstellen (und danach die externe HDD verschlüsseln)

Vorteile: Extrem sicher (ohne Passwort momentan so gut wie unknackbar solange das System nicht )
Nachteile: Bei jedem Boot/Reboot musst du das Passwort eingeben


Variante 2: sicher für die geschützten Daten, für den Rest unsicher:
Einen verschlüsselten Container erstellen und in diesen alle schützenswerten Dateien verschieben.

Vorteile: Keine extra PW Eingabe solange du auf die geschützten Dateien zugreifen willst
Nachteile: Rest des Systems ungeschützt, Container muss gesondert eingebunden werden.

Bei beiden Varianten darf man natürlich 1. das Passwort nicht vergessen und 2. keine Viren etc auf dem Rechner haben, denn solange der Bereich entschlüsselt im Betrieb ist, kann jede Schadware alles mitlesen und kopieren. (Letzteres ist aber nur ein allgemeiner Hinweis, denke kaum, dass Menschen in deinem Umfeld extra Schadware kaufen/programmieren würden nur um an ein paar Daten ranzukommen.

(Notiz: Ja, die Linuxdisc kann dann auch nix mehr machen wenn die Platte verschlüsselt ist)
 
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