Zukunftsvision: Bis 1.000 Jahre alt werden

Simon schrieb:
Du Armer, ich blicke regulär noch auf rund 50 Jahre Berufsleben vor mir. :)

Wenn wir alle 1000 Jahre leben würden, dürften wir alle nur noch sehr wenige Generationen schaffen, denn sonst ist die Erde bald voll und es gibt nichtmehr Essen für Alle (gibt es heute ja nichtmal).
Wir müssten dann zwangsläufig auf andere Planeten auswandern. Irgendwie kommt mir da das Szenario und der Weltstatus aus dem Film "Das fünfte Element" in den Sinn.

Aber zu der ganzen Sache würde mich doch interessieren, an welchem Punkt (Alter) der menschliche Körper in seiner eigenen Entwicklung denn sozusagen "eingefroren" werden soll?
Mit 20, mit 30 oder erst viel weiter?

mfg Simon


Es gäbe schon genug zu essen, nur man schmeist es in Gewissen Ländern lieber weg bevor man es irgendwie an arme Verteilt.
 
Hmm, ich bin mir gar nicht so sicher, ob das Ganze überhaupt funktionieren kann, aber da fehlt mir ganz sicher der nötige Hintergrund, um das tatsächlich beurteilen zu können. Das Problem, das ich meine, ist bei den Klon-Versuchen der vergangenen Jahrzehnte entdeckt worden. Jeder DNA-Strang in den Zellen höherer Tiere und damit auch der Menschen hat vorne und hinten Bereiche, die keine Erbinformation enthalten, und die bisher einfach für überflüssig gehalten wurden. Mit jeder Zellteilung werden diese Bereiche aber geringfügig kürzer, die Zelle altert, bis irgendwann keine erneute Zellteilung mehr möglich ist und die Zelle abstirbt.

Geklonte Tiere haben eine deutlich verringerte Lebenserwartung, da sie schon bei ihrer Geburt das biologische Zellteilungsalter ihrer Ursprungszellen sozusagen geerbt haben.

Damit hat jede Zelle eine biologische Uhr eingebaut, und in der Konsequenz auch das gesamte Lebewesen. Die auf Zellteilung angewiesene Regeneration des Lebenswesens hört irgendwann auf, das Lebewesen stirbt. Dieser Mechanismus ist auch afaik bisher nicht geknackt worden, daher kann ich mir nicht vorstellen, wie eine auf bekannten und bestehenden Methoden basierende Lebensverlängerung an diesem Problem vorbeikommen soll.

Vielleicht kann es gelingen, vorzeitige Verfalls- und Degenerationserscheinungen zu verhindern oder abzumildern und damit die Regenerationsnotwendigkeit insgesamt zu vermindern, wodurch jede Zelle länger durchhält und die biologische Uhr letztlich langsamer läuft. Wenn dadurch Krankheiten verhindert oder geheilt werden können, dann ist es imho auch durchaus richtig und wichtig, entsprechende Forschungen zu betreiben. Den Alterungsprozess insgesamt zu stoppen und nicht nur zu bremsem halte ich aber b.a.w. für Science Fiction.

Ich weiss auch nicht, ob unser Gehirn überhaupt dazu geeignet ist, eine deutlich verlängerte Lebensspanne durchzuhalten. In einigen Bereichen, z.B. Elementarphysik oder extreme Mathematik, gelten die Forscher schon mit Anfang 30 als alt, da die benötigte gesteigerte Kreativität, Vorstellungskraft und Lernfähigkeit dann schon verloren geht. Wenn wir aber tatsächlich mit 30 Jahren beginnen, unsere Anpassungsfähigkeit zu verlieren, dann wird es sicherlich schwierig, sich überhaupt noch auf die Entwicklungen von mehreren hundert Jahren einstellen zu können. Eine Verschärfung von Generationenkonflikten wäre vorprogrammiert. Weiterhin würde es zwangsläufig immer mehr alte und nur noch sehr wenige junge Mensche geben, daher würde sich die Gesellschaft insgesamt immer mehr auf die Bedürfnisse und Wünsche der Alten ausrichten und den Jungen kaum noch Gestaltungs- und Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Letztlich würde das zu Stagnation auf allen Ebenen und allen Bereichen führen. Nachzulesen z.B. bei Isaac Asimov bei der Beschreibung der Planeten Aurora und vor allem Solaria.

Schöne neue Welt? Nein danke! Den persönlichen Wunsch, ein hohes Alter zu erreichen, teile ich. Aber vielleicht ist es insgesamt besser, vor allem für die nachfolgenden Generationen, dass wir alle irgendwann abtreten.

Viele Grüße, Tiguar
 
Ich glaube nicht daran. Auch wenn es wirklich funktionieren soll, gibt es doch zu viele moralische Bedenken und Einwende. Wer bestimmt wann wir sterben sollen? Diese schwere Aufgabe überlasse ich immer noch gerne Gott und Schwester Schicksal.

Das maximal mögliche Alter einer Zelle beträgt 450 Jahre. So habe ich es zumindest gelesen. Einige Wissenschaftler berechneten diese Zahl allerdings nur näherungsweise. Das bedeutet, dass eine menschliche Zelle unter keinen Umständen älter als 450 Jahre werden kann.

Vielleicht hat irgendwann jeder seinen Klon und verwendet diesen als Ersatzteillager. Theoretisch könnte man den Klon nach seiner Geburt das Hirn entfernen. Dieser wächst in einer Nährlösung weiter und wäre dann ein lebener Toter. Lacht nicht! Das ist vom Klonen abgesehen möglich und wird auch schon zu Testzwecken gemacht. Sobald WIR ein Leiden haben, nehmen WIR uns ein Organ, oder......Das ewige Leben auf Erden!
 
Mein leicht OT Vorschlag:

Zunächst mal am virtuellen Individuum im Simulator ausprobieren. Dort kann man einfach alle alterungsprozesse, Krankheiten, Unfallrisiken usw. abschalten. ;)

Dann schauen wie das 1000 jährige Leben diesem virtuellen Menschen behagt. Und erst danach Menschen aus Fleisch und Blut diese Möglichkeit bieten.
 
Hi!

Harrold schrieb:
Hm Also die Natürlichen Organe können nur maximal 120 Jahre überleben. Bis dahin müsste man also ein neues Herz, neue Nieren Leber und so bekommen. Geschweige denn vom Gehirn... wie will man das ersetzen?

Ich frage mich, woher ihr das immer wisst... Schon ausprobiert? :D Ich würde mal sagen wie lange das alles Theoretisch hält kann doch keiner sagen!
Warum sollte es nicht länger gehen. Es gibt doch eigentlich keinen Grund, warum man das Gewebe nicht immer weiter erneuern könnte. Genau das geschieht doch im Kötper nur irgendwann nicht mehr genug. Das müsste man doch einfach nur "abstellen".

Aber mal ehrlich ich weiß ja nicht, ob es erstrebenswert ist so lange zu leben. Ich meine in ca. 80 Jahren hat man noch die Möglichkeit einigermaßen gut wegzukommen und keine Krieg, Überfälle oder sonstwas zu erleben... Außerdem ist überhaupt nicht genug Platz für so viele Menschen die dann auch noch so alt werden.

cu
 
Ich fände das gar nicht gut. Irgendwann ist mal schluss mit Leben. Bei jedem, ob ich jetzt ewig jung bleiben kann. Irgenwann sehe ich dann die ganze Welt, kann tun und lassen was ich will. Aber wie lange. Bis zum nächsten Krieg? Ich finde so was krank, genauso wie das mit dem Clone misst. Das hällt kein Mensch durch so lange zu leben. Jedenfalls würde ich das nicht.
 
Harrold schrieb:
Woher ich das weiß? Frag mal Biologen oder deinen Biologielehrer. Die sollten das wissen, denn von denen weiß ich das auch ;)
Denkt doch einfach mal daran, das ihr keine Experten seid, euer Biolehrer kein Experte ist und der Prof an der Uni evtl auch kein Experte ist. Die wissen auch nicht alles, besonders nicht in ganz speziellen Fragen. Vielleicht haben sie einfach etwas falsches gesagt, in einem Irrglauben ? Im übrigen kommt dazu, dass das Gedächnis schlechter ist, als ihr glaubt, das Ding ist richtig fehleranfällig, so kann es sein, das ihr spezielle Sätze eures alten Lehrers "umdichtet" oder in einen Falschen Kontext setzt. Und addiere dann nochmal die neusten Erkenntnisse hinzu, die damals noch gar nicht bekannt waren, dann wisst ihr, wie verlässlich so eine aussage von einem (verzeihung !) Amateur ist.

Ich denke, man sollte nicht hingehen und versuchen, alles mit seinem Schulwissen zu erklären. Damit will ich mich nicht auf die Seite von dem Wunderarzt hier stellen, ich will nur ein wenig objektivität erzeugen ("Wir können es gar nicht beurteilen"). (Ausserdem will ich einer Grundsatzdiskussion mit Halbwahrheiten und alten Weisheiten vorbeugen :p). Im übrigen solltet ihr im Auge behalten, das ihr nichtmal ein Bruchteil aller Fakten und erkenntnisse kennt. Alles was ihr kennt, ist eine für den Laien zurechtgeschneiderte Fassung, um in ein paar Worten ganz einfach das Ziel und die Möglichkeiten festzulegen und evtl eine grobe Marschroute, über den genauen Weg wird nichts gesagt.

Ob das 1000 jährige Leben möglich sein wird oder nicht, können wir nicht beurteilen oder diskutieren, was wir aber wohl diskutieren können ist, wie die Auswirkungen wären und welche Einstellung wir grundsätzlich zu einer solchen Methode hätten.

Das gilt im übrigen für alle solche Themen, diskutiert nicht, ob etwas möglich ist, diskutiert, was wäre wenn. Alles andere wäre nämlich noch weiter an der Wirklichkeit vorbei, unabhängig vom eigentlichen Thema.
 
Zuletzt bearbeitet: (Welcher Teufel hat den Nossi geritten ? Rechtschreibung und Grammatik...)
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