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DevDay 2026: OpenAI bereitet offenbar neue Managed-Agent-Plattform vor

Michael Schäfer
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DevDay 2026: OpenAI bereitet offenbar neue Managed-Agent-Plattform vor
Bild: OpenAI

OpenAI soll für den am 29. September geplanten DevDay 2026 eine Plattform für sogenannte Managed Agents vorbereiten. Ähnlich wie bei Anthropics Konzept sollen sich die verwalteten KI-Agenten mit unterschiedlichen Umgebungen, Fähigkeiten und Plugins ausstatten, individuell konfigurieren und anschließend zentral verwalten lassen.

Ergebnis jahrelanger Entwicklung

OpenAI arbeitet bereits seit rund drei Jahren am Aufbau eines eigenen Agentensystems. Den Anfang machten im November 2023 die Custom GPTs, im Oktober 2025 folgte der Agent Builder, mit dem sich Abläufe und Verbindungen zwischen einzelnen Komponenten erstellen ließen. Die rasante Entwicklung autonomer Agenten hat diesen Ansatz inzwischen teilweise überholt: Moderne Agenten sind zunehmend in der Lage, komplexere Prozessketten selbstständig abzuarbeiten, wodurch einzelne Verbindungen nicht mehr im gleichen Umfang von Hand zusammengestellt werden müssen. Bereits im Juni dieses Jahres kündigte OpenAI allerdings an, Agent Builder und Evals nach dem 30. November auslaufen zu lassen und unter anderem das Agents SDK sowie Workspace Agents als Nachfolger zu positionieren.

Anthropic hat noch die Nase vorne

Von TestingCatalog nun im Code entdeckte Hinweise deuten darauf hin, dass OpenAI eine Plattform plant, über die sich unterschiedliche Agenten und Ausführungsumgebungen erstellen und verwalten sowie gezielt mit bestimmten Fähigkeiten und Plugins ausstatten lassen. Damit würde der KI-Dienst funktional in einen Bereich vorstoßen, in dem Anthropic bereits ein umfangreiches Angebot vorweisen kann. Dessen Managed Agents unterstützen unter anderem länger laufende Aufgaben, isolierte Ausführungsumgebungen, begrenzte Berechtigungen, verwaltete Zugangsdaten, Audit-Protokolle, Skills, Konnektoren, Plugins und Subagenten. Anthropic gilt in diesem Segment technologisch zwar als weit fortgeschritten, günstigere Angebote könnten dennoch für das nötige Interesse an einer Alternative sorgen. Darüber hinaus könnte OpenAI von seinen derzeit leistungsfähigeren Modellen profitieren.

Anwender sollen mit dem OpenAI Developers Plugin verwaltete Agenten erstellen können können.
Anwender sollen mit dem OpenAI Developers Plugin verwaltete Agenten erstellen können können. (Bild: TestingCatalog)

Nicht nur für das Werbegeschäft interessant

Für Unternehmen könnte vor allem eine mögliche Verknüpfung der Agenten mit dem Werbegeschäft interessant werden. OpenAI bietet mit ChatGPT Ads und einem Ads Manager bereits Möglichkeiten für Kampagnenziele, Links, Gebote und Conversion-Messung. Den vorliegenden Hinweisen zufolge könnte daraus ein Modell entstehen, bei dem eine Anzeige unmittelbar zu einem spezialisierten Agenten führt. Dieser würde nicht nur Informationen präsentieren, sondern Interessenten durch einen Kauf-, Buchungs- oder anderen Prozess führen. Solche Agenten könnten Conversion-Funnels, also den Weg eines potenziellen Kunden von der ersten Aufmerksamkeit bis zur gewünschten Handlung wie beispielsweise einem Kauf auf einer Website, individuell anpassen und noch während des laufenden Prozesses optimieren, anstatt Besucher lediglich auf eine statische Zielseite weiterzuleiten.

Werbegeschäft könnte ins Wanken geraten

Der Bericht sieht in einem solchen Vorhaben zugleich eine ernsthafte Bedrohung für große Werbeanbieter wie Meta und Google, wenngleich diese Einschätzung rein spekulativ ist. Sollte sich das beschriebene Modell durchsetzen, könnte die Veränderung dennoch grundlegend ausfallen: Die Schnittstelle zwischen Werbung und Transaktion würde sich von klassischen Anzeigen und Webseiten hin zu interaktiven KI-Agenten verlagern.

Ob OpenAI eine entsprechende Funktion tatsächlich auf dem DevDay präsentiert und wie weit die technische Umsetzung bereits fortgeschritten ist, lässt sich den bisherigen Hinweisen allerdings nicht entnehmen.

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