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Im Test vor 15 Jahren: Sparkles GeForce GTX 560 Ti war schneller als die GTX 570

Robert McHardy
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Im Test vor 15 Jahren: Sparkles GeForce GTX 560 Ti war schneller als die GTX 570

Die Sparkle GeForce GTX 560 Ti (Test) sonderte sich von der Masse durch stark angehobene Taktraten und einen Kühler mit lila Lüftern ab. Im Test konnte sie mit brachialer Leistung und einer relativ geringen Lautstärke unter Last glänzen, musste in puncto generelle Lüftersteuerung und Leistungsaufnahme aber zurückstecken.

Mehr Takt als Brechstange

Bei der Sparkle Calibre GTX 560 Ti Super OC setzte der Hersteller auf das PCB des Referenzdesigns mit kleinen Veränderungen. Auffallend anders gegenüber dem Referenzdesign war der verbaute Arctic Cooling TwinTurbo-Pro-Kühler, der drei Slots belegte und optisch durch die zwei lila 85-mm-Lüfter herausstach.

Sparkle Calibre GTX 560 Ti Super OC

Vier Heatpipes transportierten die Abwärme der GPU von einem Kupferblock zu den Aluminiumlamellen. Von außen nicht sichtbar, aber der wohl größte Unterschied zu herkömmlichen GeForce GTX 560 Ti waren die Taktraten. Während das Referenzdesign mit 823 MHz auf der GPU und 2.004 MHz auf dem Speicher taktete, hob Sparkle die Taktraten auf 1.000 MHz auf der GPU und 2.400 MHz auf dem Speicher an.

Sparkle Calibre GTX 560 Ti Super OC
Merkmal Ausprägung
PCB Design Referenzdesign mit kleinen Änderungen
Länge 23 cm
Stromversorgung 2 × 6 Pin
Kühler Design Arctic Cooling TwinTurbo Pro, 3-Slot
Kühlkörper Kupferkern, Alu-Radiator, vier Heatpipes
Lüfter 2 × 85 mm (axial)
Lüftersteuerung Ja
Takt (Stromsparmodus) GPU 1.000 MHz (51 MHz)
Shader 2.000 MHz (101 MHz)
Speicher 2.400 MHz (135 MHz)
Speichergröße 1.024 MByte GDDR5, Samsung
Anschlüsse 2 × Dual-Link-DVI
1 × Mini-HDMI
Lieferumfang Hardware 2 × Strom
1 × DVI auf D-SUB
1 × „Mini-HDMI auf HDMI“-Kabel
Software Treiber-CD

Ob die Sparkle Calibre GTX 560 Ti Super OC damit attraktiv für Interessenten war, blieb zum Testzeitpunkt unklar. Der Hersteller hatte zu diesem Zeitpunkt noch keine unverbindliche Preisempfehlung veröffentlicht und auf dem freien Markt war die Grafikkarte ebenso wenig erhältlich. Laut dem ComputerBase-Preisvergleich lag der Preis ab April 2011 bei 229,90 Euro, womit sie der UVP des Referenzdesigns entsprach.

Leistung auf dem Niveau einer GeForce GTX 570

Die Ergebnisse in den Benchmarks gaben Sparkles Ansatz zu extremen Taktraten recht: Die Grafikkarte war im Durchschnitt nicht nur 20 Prozent schneller als das Referenzdesign, sondern ließ sogar eine GeForce GTX 570 um 2 Prozent hinter sich. Damit war die Sparkle Calibre GTX 560 Ti Super OC unangefochten die schnellste GeForce GTX 560 Ti.

Performancerating
    • Sparkle Calibre GTX 560 Ti
      119,8
    • Nvidia GeForce GTX 570
      117,0
    • AMD Radeon HD 6950
      109,6
    • MSI GTX 560 Ti TFII OC
      106,8
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti
      100,0
    • AMD Radeon HD 6870
      94,1
    • ATi Radeon HD 5850
      90,7
    • AMD Radeon HD 6850
      79,8
    • Nvidia GeForce GTX 460
      75,7
Einheit: Prozent, Arithmetisches Mittel

Die hohe Leistung machte sich zum Teil auch in den B-Noten bemerkbar. Während die Lautstärke unter Last relativ gut ausfiel, war die Lüftersteuerung generell unausgereift und sorgte im Leerlauf für viel unnötigen Lärm. Mit den üblichen Programmen zur Lüftersteuerung ließen sich die Lüfter im Leerlauf nicht bändigen. Durch die Übertaktung stieg zudem die Leistungsaufnahme der Grafikkarte enorm an, sodass unter Last gute 60 Watt mehr aufgenommen wurden als mit dem Referenzdesign. Die GPU-Temperaturen waren hingegen kein Problem – der große 3-Slot-Kühler sorgte trotz der Übertaktung für niedrige Temperaturen. Wenig überraschend war das Übertaktungspotenzial der Sparkle Calibre GTX 560 Ti Super OC quasi null – die Grafikkarte wurde bereits ab Werk an der absoluten Obergrenze betrieben.

Diagramme
Lautstärke
  • Idle:
    • AMD Radeon HD 6850
      40,0
    • AMD Radeon HD 6870
      40,0
    • Nvidia GeForce GTX 460
      40,0
    • MSI GTX 560 Ti TFII OC
      40,0
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti
      41,0
    • ATi Radeon HD 5850
      41,5
    • Nvidia GeForce GTX 570
      42,0
    • Zotac GeForce GTX 560 Ti
      42,5
    • AMD Radeon HD 6950
      44,0
    • Sparkle Calibre GTX 560 Ti
      49,5
  • Last:
    • Nvidia GeForce GTX 560 Ti
      45,5
    • Nvidia GeForce GTX 460
      47,5
    • Sparkle Calibre GTX 560 Ti
      51,0
    • AMD Radeon HD 6850
      52,5
    • MSI GTX 560 Ti TFII OC
      54,0
    • AMD Radeon HD 6950
      54,5
    • ATi Radeon HD 5850
      56,0
    • AMD Radeon HD 6870
      56,0
    • Nvidia GeForce GTX 570
      57,0
    • Zotac GeForce GTX 560 Ti
      57,0
Einheit: dB(A)

Fazit

Sparkle schaffte es, die schnellste GeForce GTX 560 Ti auf den Markt zu bringen. Die enorme Leistung war attraktiv, wobei die hohe Lautstärke im Leerlauf ein Wermutstropfen war. Angesichts der hohen Leistung(saufnahme) war die Sparkle Calibre GTX 560 Ti Super OC eher mit einer GeForce GTX 570 zu vergleichen, die im Leerlauf aber deutlich leiser war. Daher blieb ihr eine Empfehlung verwehrt.

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