KI-Boom und Speicherkrise: Apple schränkt RAM des Mac mini und Mac Studio weiter ein
Selbst ein Großkonzern wie Apple kann der vom KI-Boom ausgelösten Speicherkrise nur begrenzt entgegenwirken. Aktuell ist Apples Mittel der Wahl die Einschränkung von RAM- und SSD-Optionen bei Mac mini und Mac Studio. Nach einer ersten reduzierten RAM-Option im März, dann weniger SSDs letzte Woche, ist nun wieder RAM betroffen.
Mac Studio von 512 GB auf 256 GB und jetzt 96 GB RAM limitiert
Anfang März musste Apple die RAM-Optionen des Mac Studio mit M3 Ultra einschränken. Anstelle von maximal 512 GB standen lediglich noch bis zu 256 GB zur Auswahl. Blick man allerdings jetzt in die Spezifikationen des Rechners oder in den Konfigurator, gibt es selbst diese halbierte Option nicht mehr. Neuerdings ist bereits bei 96 GB RAM Schluss, andere Arbeitsspeicher-Optionen gibt es für den M3 Ultra überhaupt nicht mehr. Lieferbar ist ein entsprechend ausgestattetes System (mit 1-TB-SSD) jedoch erst Mitte Juli. Mit dem M4 Max lassen sich 36 GB oder 64 GB wählen.
Mac mini nicht mehr mit 256-GB-SSD verfügbar
Auch den Mac mini hat Apple weiter eingeschränkt. Das im Oktober 2024 vorgestellte Basismodell mit M4, 16 GB RAM und 256 GB fassender SSD steht schon seit letzter Woche nicht mehr zur Auswahl. Der ehemalige Startpreis von 699 Euro hat somit keine Relevanz mehr, los geht das System aktuell erst bei teureren 949 Euro – mit 512-GB-SSD, lieferbar Anfang bis Mitte Juni.
48 GB statt 64 GB RAM für den Mac mini
Bei Auswahl des M4 und größeren 24 GB statt 16 GB RAM rückt der Liefertermin des Mac mini allerdings bereits in den Juli vor. Für abermals größere 48 GB RAM muss im Konfigurator zunächst der M4 Pro anstelle des M4 ausgewählt werden, selbst dann ist aber nicht vor Mitte Juli mit der Lieferung zu rechnen. Vollständig weggefallen ist die Option auf 64 GB. Hier scheint es sich um eine Kürzung am oberen Ende wie beim Mac Studio mit 512 GB und 256 GB RAM zu handeln.
Käufer müssen mit längeren Lieferzeiten rechnen
Der iMac, das MacBook Air mit M5 (Test), das MacBook Pro mit M5 (Test) und das MacBook Neo sind zumindest aktuell nicht von den Einschränkungen betroffen. Im iMac mit M4 lässt sich als kleinste Option weiterhin eine 256-GB-SSD auswählen. Und im MacBook Pro steht auch weiterhin der größte M5 Max (Test) mit bis zu 128 GB RAM zur Auswahl, und das mit derzeit maximal zwei Wochen Lieferzeit. Das MacBook Air mit M5 hatte von Anfang an minimal eine 512-GB-SSD, die Lieferzeiten fallen zudem regulär aus. Für das MacBook Neo muss man derzeit bis Ende Mai bis Anfang Juni warten.