Cores Series 3 „Wildcat Lake“: Intel-CPU mit 6 MB L3 in Benchmark-Datenbank gesichtet
Intels neue Einsteiger-CPU Wildcat Lake wurde bereits gestern von Intel angeteasert, heute gibt es für die neue Intel-Plattform auch Einträge in der Benchmark-Datenbank von Geekbench. Die CPU ist explizit nicht als Nachfolger der N-Serie gedacht, vielmehr wird sie die Lücke von dieser zur regulären Panther-Lake-Familie füllen.
Schon zur CES 2026 war die CPU ein mehr oder weniger offenes Geheimnis. Denn Intel drückte vor Ort US-Analysten sogar den Chip in die Hand. Der regulären Presse wollte man hingegen überhaupt nichts verraten – die rechte Hand wusste dabei zudem nicht so richtig, was die linke eigentlich macht. Nun ist die CPU immer noch nicht offiziell gestartet, aber zumindest schon einmal offiziell angeteasert worden.
Intels Panther-Lake-Prozessoren sind bereits ziemlich breit aufgestellt, bedeutet, sie gibt es auch extrem reduziert, wie beispielsweise in Form des Core Ultra 5 332. „PTL 204“ heißt im Klartext, dass es sich um einen Panther-Lake-Prozessor mit 2 Performance-Kernen, 0 E-Cores und 4 LPE-Cores handelt. Und auch die Grafikstufe ist klar definiert, lediglich 2 Xe-Cores bietet diese Lösung maximal.
Wildcat Lake setzt auf 204+2Xe
Genau an diesem Modell setzt Wildcat Lake letztlich an und rundet das Portfolio nach unten ab. Auch bei Wildcat Lake alias Core Series 3 (ohne Ultra) wird es die Konfiguration 204+2Xe geben. Verzichten muss das Modell dabei aber wohl auf einen größeren L3-Cache, der Core Ultra 5 332 bietet hier immerhin noch 12 MB auf. Listungen für den bisher größten Core Series 3 zeigen aber immerhin 6 MByte L3-Cache, wie Einträge in der Benchmark-Datenbank von Geekbench zeigen. Wildcat Lake wird zudem auch in einer Version mit nur einem P-Core angeboten, lediglich die vier LPE-Kerne sind stets gesetzt. Neue Einträge in Benchmarks der letzten Tage untermauern diese Konfigurationen. Die Besonderheit bei Wildcat Lake ist, dass auch die Xe-Cores in dem CPU-Tile aus Intel-18A-Fertigung sitzen, nur der IO-Die ist separat in TSMC N6 gefertigt. Bei Panther Lake gibt es einen separaten GPU-Tile.
Konter auf das MacBook Neo?
Hinter vorgehaltener Hand hatten Intel-Mitarbeiter schon zur CES klargemacht, dass Wildcat Lake so keinesfalls ein Nachfolger der bekannten N-Serie für beispielsweise Mini-PCs und sehr günstige Notebooks ist. Die Serie wird vielmehr die bisher noch ziemlich teuren Notebooks mit Panther Lake nach unten abrunden und so die Lücke zu N-Modellen wie etwa Intel Twin Lake (Test) füllen. Angesichts des MacBook Neo bekommt diese Preisklasse in diesem Frühjahr so viel Aufmerksamkeit wie noch nie, passende Notebooks mit Wildcat Lake könnten gegen die neue Apple-Lösung antreten.
Die ersten Notebooks hatte vor einer Woche MSI in Japan gezeigt. Auch andere Hersteller bereiten aktuell Geräte vor. Als Startschuss dürfte sich aber wohl die nächste größere Consumer-Messe anbieten: die Computex 2026, die am 2. Juni in Taiwan die Tore öffnet und auf der auch Intel-CEO Lip-Bu Tan exakt an diesem Tag eine Keynote halten wird.