Probleme bei N1x?: Designfehler und Windows sollen Nvidias/MediaTeks PC-Chip verzögern
Zur Computex 2025 erwartet, hat Nvidia letztendlich kein einziges Wort über einen zusammen mit MediaTek entwickelten Desktop-PC-Notebook-Chip namens „N1x“ in Taipeh verloren. Aus Asien heißt es nun: Es gibt Probleme. Diese sollen die Markteinführung bis ins Jahr 2026 verzögern.
Schwerwiegender Fehler im N1x-Chip?
Das Gerücht streut der X-Account Jukan. Sollte es zutreffen, müssen Nvidia und MediaTek hinter den Kulissen noch einmal ans Reißbrett. Es sei ein „kritischer Hardwarefehler“ aufgefallen, der nur durch ein „vollständiges Redesign des Chips“ behoben werden kann. Das wäre der Worst Case in der Chipentwicklung, der Monate an Verzögerungen zur Folge hätte. Denn erst wenn der überarbeitete Chip vorliegt, kann dieser erneut für die Fertigung vorbereitet werden (Tape-out). Auf Basis erster Muster folgen dann weitere Tests, bevor die Serienfertigung anläuft.
NVIDIA's ARM Architecture-based CPU, N1X, Reportedly Encounters Severe Design Flaws, Delaying Product Launch to 2026.
— Jukan (@Jukanlosreve) July 16, 2025
NVIDIA's strategy, which prioritized AI computation optimization and high-performance, low-power design, aimed to enter the AI PC and gaming laptop markets with…
Hintergründe zum „Nvidia N1x“
Beim N1x soll es sich um einen Arm-CPU-GeForce-GPU-Prozessor handeln, der zusammen mit MediaTek entwickelt wird und in Desktop-PCs sowie Notebooks zum Einsatz kommen soll. Jukan nennt explizit eine Kooperation mit Alienware (Dell) für erste Arm-GeForce-Gaming-Notebooks.
Der N1x soll an den GB10-Chip (oben im Bild) anknüpfen, der für professionelle AI-Systeme wie DGX Spark zur Verfügung steht.
Immer wieder tauchte für den Chip als Codename „N1X“ auf. Zuletzt gab es erste mutmaßliche Benchmark-Ergebnisse, in denen der Chip sich auch als N1x zu erkennen gab.
Es wird erwartet, dass es sich um die Variante für Desktop-PCs handelt, die praktisch eine Antwort auf Qualcomms Snapdragon X darstellt. Mit diesen teilt sich der Nvidia-Chip nicht nur das „X“, sondern auch die grundlegende ARM-Architektur. Qualcomms PC-Chip könnte noch in diesem Jahr in die 2. Generation gehen.
In der neuen Woche springt auch DigiTimes noch einmal auf das Thema an. Neben den möglichen Hardwareproblemen werden dort auch Mängel am Ökosystem rund um Windows on Arm als Grund für die Verspätung genannt. Zudem sei das für die erste Lösung anvisierte Marktumfeld eher teurer Notebooks aktuell schwierig, eine Verspätung hier letztlich vermutlich eher hilfreich, heißt es weiter.
Ebenfalls nennt DigiTimes einmal mehr den ursprünglich geplanten Starttermin, der im dritten Quartal abgehalten werden sollte – mit Details bereits zur Computex 2025. Dies hatte ComputerBase im Frühjahr ebenfalls so berichtet.