Erste eigene Hardware: OpenAIs Codex Micro soll Steuerung von Agenten erleichtern
OpenAI hat sein erstes eigenes Hardwareprodukt enthüllt: Codex Micro ist ein kompaktes physisches Bedienfeld, das durch umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten die Steuerung von Codex-Agenten vereinfachen soll und sich damit in erster Linie an Softwareentwickler richtet. Mit 230 US-Dollar ist das Gadget allerdings nicht günstig.
Keine umständliche Steuerung mehr
Codex Micro ist das erste Produkt, das nach der Bekanntgabe der Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Apple-Designer Jony Ive veröffentlicht wird. Das gemeinsam mit dem Tastaturhersteller Work Louder entwickelte Gadget soll die Steuerung mehrerer Codex-Agenten vereinfachen. Diese halten zunehmend Einzug in den Arbeitsalltag von Entwicklern und sollen komplexe sowie lang laufende Programmieraufgaben selbstständig übernehmen. Die neue Tastatur soll umständliche Interaktionen über die ChatGPT-Desktop-Anwendung ersetzen und häufig genutzte Funktionen direkt über dedizierte Bedienelemente zugänglich machen, wodurch sich Arbeitsabläufe deutlich vereinfachen sollen. Das CNC-gefräste Aluminiumgehäuse soll zusammen mit einer sandgestrahlten, eloxierten Unterseite dabei die Langlebigkeit unterstreichen.
Volle Kontrolle über Agenten
Zu den wichtigsten Ausstattungsmerkmalen der kompakten Tastatur gehören mechanische Agenten-Tasten mit RGB-Beleuchtung, die jederzeit über den Status jedes einzelnen Agenten informieren sollen. Anhand der jeweiligen Beleuchtung soll sich auf einen Blick erkennen lassen, welche Aufgaben ein Agent gerade ausführt – ob er rechnet, aktiv arbeitet, auf weitere Eingaben wartet oder eine Aufgabe bereits abgeschlossen hat. Zwischen mehreren gleichzeitig laufenden Agenten soll sich dabei per Tastendruck wechseln lassen. Darüber hinaus verfügt Codex Micro über frei belegbare Funktionstasten für häufig genutzte Aktionen. Dazu zählen unter anderem das Annehmen oder Ablehnen von Code-Änderungen, das Starten neuer Chats, Push-to-Talk oder das Versenden von Nachrichten.
Ein integrierter Joystick dient als Schnellzugriff für typische Entwicklungsaufgaben. Auch dieser kann frei mit Funktionen wie dem Prüfen von Pull Requests, dem Debuggen von Fehlern oder dem Refactoring von Code belegt werden. Über einen Drehregler soll sich zudem die Denkintensität von Codex an die Komplexität der jeweiligen Aufgabe anpassen lassen.
Einrichtung über ChatGPT und kabellos nutzbar
Für die Einrichtung ist keine zusätzliche Software erforderlich, sämtliche Einstellungen sollen sich direkt über die ChatGPT-Desktop-Anwendung vornehmen lassen. Codex Micro unterstützt Windows und macOS und kann wahlweise per Bluetooth oder USB-C verbunden werden. Zur Ausstattung gehören 13 mechanische Schalter, ein Touchsensor, ein Joystick, ein Drehgeber sowie 32 zusätzliche Tastenkappen im Codex-Design.
OpenAI führt Codex Micro als limitierte Edition zum Preis von 230 US-Dollar im eigenen Online-Shop auf, derzeit werden allerdings noch keine Bestellungen angenommen.
Codex wächst und wächst
Die Vorstellung von Codex Micro nutzt das Unternehmen zugleich, um auf das starke Wachstum seiner Entwicklerplattform hinzuweisen. Anfang April konnte Codex nach Angaben von OpenAI zunächst rund drei Millionen wöchentlich aktive Nutzer verzeichnen, nach der Einführung neuer Funktionen wie Computer Use und der Bildgenerierung stieg diese Zahl bis Ende April auf vier Millionen. Mit dem Start von Codex in Europa, der Einführung der neuen ChatGPT-Anwendung, die Codex integriert, sowie der Einführung von GPT-5.6 beschleunigte sich das Wachstum erneut: Laut OpenAI nutzen inzwischen rund acht Millionen Entwickler Codex wöchentlich, die Marke von neun Millionen soll in Kürze überschritten werden.
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