IDC-Prognose von -11,3%: PC-Markt durch Speicherkrise und Konflikte vor dem Absturz

Volker Rißka
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IDC-Prognose von -11,3%: PC-Markt durch Speicherkrise und Konflikte vor dem Absturz
Bild: Nvidia

Monatlich werden die Prognosen für den PC-Markt nach unten korrigiert. Aus 2,4 Prozent Rückgang als Vorhersage für das Jahr 2026 sind in der aktualisierten Form nun bereits 11,3 Prozent geworden. Da die Speicherkrise aber wohl bis ins nächste Jahr reichen wird, sind die weiteren Aussichten auch alles andere als rosig.

Die letzten Zahlen zum Smartphone-Markt hatten bereits ähnliche Töne anklingen lassen: Mit einem erwarteten Rückgang von 12,9 Prozent spielen die mobilen Geräte in einer ähnlichen Liga wie nun auch die PC-Systeme. Ein Rückgang von 11,3 Prozent bei diesen und 7,6 Prozent bei Tablets stellt zudem aber nur die Momentaufnahme von Anfang März dar, als der Konflikt um den Iran noch nicht eskaliert war. Die Tendenz ist mit jetzigem Wissen deshalb bereits vermutlich noch etwas düsterer geworden.

Prognosen zum PC- und Tablet-Verkauf
Prognosen zum PC- und Tablet-Verkauf (Bild: IDC)

Die hohen Preise für DRAM und NAND sind dabei ein großer Faktor, aber auch viele weitere Elemente, die in der ganzen Industrie zu steigenden Kosten führen. Komponenten sind an vielen Stellen knapp, die Lager mitunter leer, die Preise entsprechend hoch. Ein Preistreiber sei auch die Unsicherheit und die Frage, wann es denn wieder besser wird. Diese fehlende Planbarkeit führt am Ende erst einmal zu weiterer Unsicherheit.

So wie Anfang 2025 wird es wohl auf Jahre nicht (wenn überhaupt noch einmal) wieder werden

Letztlich kann genau darauf aktuell auch kein Analyst eine Antwort geben. Die Krise setzte extrem schnell ein und überraschte nahezu alle, keine Vorhersage ging vor einem Jahr auch nur ansatzweise in diese Richtung. Der eingängige Tenor ist deshalb auch bei IDC, dass 2027 wohl noch ein tiefes Tal bleibt, es eventuell ab 2028 besser wird – so zumindest die Hoffnung. Zurück auf ein Niveau von Anfang 2025 wird es aber wohl lange nicht mehr, wenn überhaupt noch einmal in den nächsten Jahr gehen. Stattdessen werden sich Kunden auf lange Zeit mit höheren Preisen in dem Bereich und vielen anderen abfinden müssen.

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