Test: HTC One X (5/7)

Das neue Flaggschiff?
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Oberfläche (Sense 4.0)

Softwareseitig kommt auf dem One X Android in der aktuellen Version 4.0.3 zum Einsatz, dessen Grundversion wir bereits im Rahmen unseres Tests zum Samsung Galaxy Nexus ausführlich besprochen haben.

Wie gehabt legt HTC dabei seine eigene Benutzeroberfläche Sense über die Software, in diesem Fall in der neuesten Version 4.0, die bisher nur für die One-Geräte verfügbar ist. Zu den Neuerungen gehört insbesondere eine überarbeitete Kamera-Software („ImageSense“ genannt), die in Kombination mit einem zweiten Chip die gleichzeitige Aufnahme von Videos und Fotos ermöglicht. Zusätzlich zum Stock-Zeitraffer verfügt die Software zudem über einen Bildstabilisator für Videoaufnahmen und einige Effektfilter, die aber eher in die Rubrik „Spielerei“ fallen.

Und auch optisch hat sich einiges getan. Sense 4.0 wirkt im Vergleich zu den Vorgängern noch weniger überladen, sodass beispielsweise der Homescreen noch minimalistischer bestückt ist und dadurch noch stärker zur Individualisierung einlädt. Auch die Benachrichtigungen und Einstellungen wurden deutlich entschlackt und fallen nun übersichtlicher aus.

Nützlich ist auch der neue App Switcher, der per gedrückter Softtouch-Taste aufgerufen wird und im Coverflow-Stil das Hin- und Herspringen zwischen den zuletzt aufgerufenen Anwendungen erlaubt. Ebenso erwähnenswert ist auch die Kooperation mit Dropbox, die mit sich bringt, dass One-X-Nutzer für 24 Monate gratis über einen 25-GB-Account verfügen können – ein Umstand, der manchen Ärger über die fehlende Möglichkeit zur Erweiterung des internen Flashspeichers befriedigen kann, sofern man sich mit Cloud-Lösungen anfreunden kann.

Garniert wird das Ganze schließlich mit Spielereien wie Ordner-Icons, die den jeweiligen Inhalt andeuten (iOS lässt grüßen), einem visuell überarbeiteten Musik-Player samt integriertem Store (7digital) und einem aufgebohrtem Wetter-Widget.

Alles in allem beweist HTC auch mit Sense 4.0, dass es weiterhin für eine sehr solide, intuitive UI steht, die ohne Abstriche nach wie vor zur Speerspitze des Angebots zu zählen ist.