Test: Grafikkarten 2012 (12/12)

16 x von HD 6750 bis GTX 690
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Fazit

Mit dem neuen Testsystem sowie Testparcours hat es durchaus einige kleine Verschiebungen zwischen den 3D-Beschleunigern untereinander gegeben. Groß eingehen möchten wir an dieser Stelle auf die Ergebnisse jedoch nicht, stattdessen konzentrieren wir uns auf die neuen Produktempfehlungen. Und eine Bedingung dafür: Der 3D-Beschleuniger muss auf die neue Graphics-Core-Next- beziehungsweise die Kepler-Architektur setzen. Denn die alte Generation ist nicht nur langsamer, sondern bietet eine teils deutlich schlechtere Effizienz und kommt mit weniger Features daher, weist also spürbare Nachteile auf.

Für einen „aktiven“ Spieler, der Wert auf Grafikqualität legt, empfehlen wir derzeit bis zu 200 Euro für eine neue Grafikkarte einzuplanen. Für weniger als 100 Euro ist die Radeon HD 7750 zu haben, die für viele aktuelle Spiele jedoch zu wenig Leistung bietet, um volle Details flüssig darstellen zu können – geschweige denn Kantenglättung oder ähnliches zu nutzen. Wer dagegen nicht oder nur wenig spielt oder wem die Grafik gleichgültig ist, kann bedenkenlos zur Radeon HD 7750 greifen.

Grafikkartenempfehlung für bis zu 100 Euro

AMD Radeon HD 7750 (Referenzdesign)
  • Sehr niedrige Leistungsaufnahme unter Windows und unter Last
  • ZeroCore-Power-Feature
  • Alle modernen Features wie DX 11.1 und SSAA in allen APIs vorhanden
  • Für 1920x1080 öfters nicht schnell genug
  • Für qualitätssteigernde Features zu langsam
  • Details müssen manchmal reduziert werden

Interessanter wird es dagegen bei knapp 200 Euro mit der Radeon HD 7850. Denn die Radeon HD 7770 kostet zwar weniger, behebt die Schwachstellen der Radeon HD 7750 aber nur bedingt. Die Radeon HD 7850 ist dagegen schnell genug für die Full-HD-Auflösung 1920x1080 und es kann teilweise AA und AF genutzt werden. Ebenso ist die Energieeffizienz sehr gut. Allerdings sollte man nicht zum Referenzdesign greifen, da dessen Kühlsystem nicht gerade leise ist.

Grafikkartenempfehlung für bis zu 200 Euro

AMD Radeon HD 7850 (Referenzdesign)
  • Schnell genug für 1920x1080
  • Manchmal AA/AF möglich
  • Niedrige Leistungsaufnahme unter Windows und unter Last
  • ZeroCore-Power-Feature
  • AA/AF nicht immer möglich
  • Hörbar unter Windows

Für bis zu 300 Euro gibt es dann schon eine sehr ordentliche Rechenleistung, die heutzutage nicht viele Wünsche offen lässt. So ist die Radeon HD 7870 die perfekte Grafikkarte für die Full-HD-Auflösung, die durchweg flüssig laufen und ohne Probleme mit Anti-Aliasing und der anisotropen Filterung aufgewertet werden kann. Die Features stimmen und in einem Atemzug liegt die Leistungsaufnahme auf einem angenehmen Niveau. Jedoch sollte es nicht das Referenzdesign werden. Die Radeon HD 7950 eignet sich dann für diejenigen, die entweder höhere Auflösungen wie 2560x1440 oder manchmal Super-Sampling-AA nutzen möchten. Zudem laufen GPU-Computing-Anwendungen sehr schnell. Da bei der Grafikkarte die Effizienz auf einem guten Niveau liegt, muss auch dort nur die passende Partnerkarte mit einem guten Kühler gesucht werden.

Grafikkartenempfehlung für bis zu 300 Euro

AMD Radeon HD 7870 (Referenzdesign)
  • Schnell genug für 1920x1080
  • Durchweg AA/AF möglich
  • Gute GPU-Computing-Leistung
  • Niedrige Leistungsaufnahme unter Windows
  • Akzeptable Leistungsaufnahme unter Last
  • ZeroCore-Power-Feature
  • Relativ laut unter Last
AMD Radeon HD 7950 (Referenzdesign)
  • Manchmal schnell genug für 2560x1600
  • Durchweg AA/AF möglich
  • Sehr gute GPU-Computing-Leistung
  • Leise unter Windows
  • Niedrige Leistungsaufnahme unter Windows
  • Akzeptable Leistungsaufnahme unter Last
  • ZeroCore-Power-Feature
  • Mit 3.072 MB großer Speicher
  • Hörbar unter Last

Wer bis zu 400 Euro investieren möchte, investiert gleich mit in die Zukunft, da entsprechende Produkte selbst in einem Jahr nicht mit großen Problemen zu kämpfen haben werden. Die Nvidia GeForce GTX 670 und die AMD Radeon HD 7970 bieten in dieser Region genügend Leistung für hohe Auflösungen, volle Details und öfters auch Super-Sampling-AA. Die AMD-Karte kann den Vorteil für sich verbuchen, sehr zügig beim GPU-Computing zu sein und sich unter Windows bei abgeschaltetem Monitor deaktivieren zu können, während der Nvidia-Spross mit einer sehr eindrucksvollen Energieeffizienz in den meisten Lebenslagen punkten kann. Bei beiden Produkten sollte man sich nach einem alternativen Kühlsystem umsehen, wobei dies bei der Radeon HD 7970 unumgänglich ist.

Grafikkartenempfehlung für bis zu 400 Euro

Nvidia GeForce GTX 670 (Referenzdesign)
  • Meistens schnell genug für 2560x1600
  • Durchgängig AA/AF möglich
  • Akzeptable Leistungsaufnahme unter Last
  • Gute Leistungsaufnahme im Verhältnis zur Performance
  • Gute Leistungsaufnahme bei Blu-ray-Wiedergabe und Zwei-Monitor-Betrieb
  • Hörbar unter Last
  • Lüfter klackert unangenehm
AMD Radeon HD 7970 (Referenzdesign)
  • Schnell genug für 2560x1600
  • Durchweg AA/AF möglich
  • Sehr gute GPU-Computing-Leistung
  • Leise unter Windows
  • ZeroCore-Power-Feature
  • Mit 3.072 MB großer Speicher
  • Störend laut unter Last
  • Sehr hohe Leistungsaufnahme unter Last

Für mehr als 400 Euro gibt es derzeit nur die GeForce GTX 680. Denn die GeForce GTX 690 ist zwar eine gute Multi-GPU-Karte, mit fast 1.000 Euro aber auch extrem teuer. Die Radeon HD 7970 GHz Edition ist hingegen schlicht und ergreifend weiterhin nicht lieferbar. Die GeForce GTX 680 liegt bezüglich der Performance in etwa gleich auf mit der Radeon HD 7970. Höhere Auflösungen liegen dabei aber der AMD-Hardware besser. Selbst an der Leistungsaufnahme gibt es bei der GeForce GTX 680 nicht viel zu meckern und auch das Kühlsystem ist erträglich – auch wenn es durchaus bessere Partnerkarten gibt.

Grafikkartenempfehlung für bis zu 500 Euro

Nvidia GeForce GTX 680 (Referenzdesign)
  • Schnell genug für 2560x1600
  • Durchgängig AA/AF möglich
  • Gute Leistungsaufnahme im Verhältnis zur Performance
  • Gute Leistungsaufnahme bei Blu-ray-Wiedergabe und Zwei-Monitor-Betrieb
  • Relativ laut unter Last
  • Relativ hohe Leistungsaufnahme unter Last

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