News Vorwurf an die Telekom: Glasfaserausbau mit „stra­tegischem“ Überbau ausgebremst

@mibbio
Aus meiner Sicht: Ja. Raum Osnabrück wäre für mich sowas wie "Bremen und Umzu". Also nur die kleinen Orte direkt in der Umgebung und nicht eben noch (südlich) Paderborn, (nördlich) Oldenburg, Bremen, etc..
 
Ich verstehe die gesamte herangehensweise nicht.

Beispiel mein Haus. Reihenmittenhaus. Vorstadt von Hannover. Bestens ausgebaut. Kleine HickUps als alle ins HomeOffice gewechselt sind. Aber schnell behoben.

Jeder bei uns kann Vodafone Kabel mit 1GBit buchen. Es lief stabil. Keine sorgen. Telekom DSL 100mbit ebenfalls verfügbar und funktioniert laut meinem Nachbarn auch gut.

Also absolut kein irgendgearteter Druck hier Glasfaser in den Boden zu drücken.
Natürlich wurde hier Glasfaser bereits ausgebaut, 3 Monate haben sie hier gebuddelt, wir haben jetzt Weg Nummer 3! um an schnelles Internet zu kommen während andere Ecken immer noch DSL light oder gar nix haben.

Warum habe ich hier jetzt das 3 Netzwerke liegen während andere Gegegenden nicht eins haben......ich kapiers nicht...das hat doch nichts mit Regulierung zu tun oder irgendeinen Plan. Das doch komplettel Muckelfuck........
 
T1984 schrieb:
Ja, "Raum Osnabrück" ist ein bisschen untertrieben. Auf der Seite von Glasfaser Nordwest gibt es eine Karte, die das Interessensgebiet von GNW definiert:

schrei Können die die 3 Pixel da nicht mit abdecken?! :-P
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T1984 schrieb:
Für Open Access auf dem Netz der Telekom sind nicht die Verbindungspreise relevant, die die anderen verlangen, sondern die Verbindungspreise der Telekom.
Und wenn die Telekom auf dem Netz der Glasfaser anbieten möchte, und dafür galt die Aussage der telekom "wenn die Vorleistung zu teuer ist geht's halt nicht .. und wir überbauen", dann gelten die Preise der Deutschen Glasfaser. Die laut der Aussage der Deutschen Glasfaser für die Telekom die gleichen sind die die Telekom der Deutschen Glasfaser für die Nutzung des Telekom Netzes bietet.
 
RizzoSpacerat schrieb:
Also absolut kein irgendgearteter Druck hier Glasfaser in den Boden zu drücken.
Natürlich wurde hier Glasfaser bereits ausgebaut, 3 Monate haben sie hier gebuddelt, wir haben jetzt Weg Nummer 3! um an schnelles Internet zu kommen während andere Ecken immer noch DSL light oder gar nix haben.

Warum habe ich hier jetzt das 3 Netzwerke liegen während andere Gegegenden nicht eins haben......ich kapiers nicht...das hat doch nichts mit Regulierung zu tun oder irgendeinen Plan. Das doch komplettel Muckelfuck........
Der Grund liegt zum einen in der eigentlich positiven Tatsache, dass es mittlerweile recht wenige wirklich unterversorgte Gebiete (nur mit ADSL, DSL light, ohne DSL...) in Deutschland gibt.

Die DG z.B. hat sich die ersten Jahre auf solche unterversorgten eher ländlichen Gebiete konzentriert. Da gab es vor 10 Jahren auch noch reichlich Auswahl. Wenn man sich die aktuellen eigenwirtschaftlichen(!) Ausbauprojekte der DG anschaut, dann baut sie jetzt in Gebieten mit bestehender FTTC- und/oder Koaxkabel-Versorgung. Einfach weil es praktisch keine Gebiete mit bestenfalls ADSL mehr gibt, die für einen eigenwirtschaftlichen Ausbau interessant sind.

Deswegen ist nahezu der gesamte eigenwirtschaftliche FTTH-Ausbau - egal ob DG, Telekom oder sonstige Anbieter - Überbau von bestehenden FTTC-/Koax-Netzen.

Die paar Prozent Haushalte die jetzt noch "weiße Flecken" sind werden großteils durch geförderten Ausbau ausgebaut. Da kann man sich dann natürlich Fragen warum man sich nicht zunächst ausschliesslich auf den geförderten Ausbau konzentriert. Aber dazu ist sicher der Wettbewerb zu groß. Es gibt ein Gerangel um gute Ausbaugebiete. Da will niemand abwarten bis der geförderte Ausbau fertig ist.
Ergänzung ()

senf.dazu schrieb:
Und wenn die Telekom auf dem Netz der Glasfaser anbieten möchte, und dafür galt die Aussage der telekom "wenn die Vorleistung zu teuer ist geht's halt nicht .. und wir überbauen", dann gelten die Preise der Deutschen Glasfaser. Die laut der Aussage der Deutschen Glasfaser für die Telekom die gleichen sind die die Telekom der Deutschen Glasfaser für die Nutzung des Telekom Netzes bietet.
Was aber eben nichts mit der Open Access Verpflichtung für die Telekom zu tun hat, die nach Deiner Aussage bisher nicht funktioniert. Tatsächlich scheint die Telekom bisher deutlich erfolgreicher dabei, Resale-Partner an Land zu ziehen als die DG, trotz des angeblich gleichen Preises.

Ich vermute mal, Du wunderst Dich darüber dass die Telekom in einem konkreten Fall lieber auf ihr eigenes vorhandenes FTTC-Netz aufbaut anstatt sich bei der DG einzumieten, obwohl diese doch angeblich die gleichen Vorleistungspreise aufruft wie die Telekom. Der Punkt ist: die Telekom kann mit ihrem Vorleistungsangebot offensichtlich dort erfolgreich bei Anbietern punkten wo diese kein eigenes Netz haben. Also bei o2 und 1&1 praktisch überall, bei Vodafone ausserhalb des eigenen Kabelversorgungsgebiet. Ich glaube allerdings nicht dass z.B. Vodafone in den eigenen Kabelgebieten auf den Resale von Tarifen über Telekom-FTTH setzen wird. Stattdessen werden sie versuchen ihr eigenes Netz weiter auszubauen und die Kunden auf ihrem Netz zu halten. Im Grunde wie die Telekom es jetzt in dem Ort machen will, in dem es zu einem Telekom-DG-Doppelausbau kommt.

Ein Vorleistungspreis kann also gleichzeitig für einen Anbieter ohne eigenes Netz interessant sein (weil er alternativ von Null anfangen müsste um ein Konkurrenznetz aufzubauen), während ein anderer Anbieter mit bestehendem Netz vielleicht erstmal weiter auf das eigene Netz setzt. Das ist kein Widerspruch.

Nebenbei: neben dem reinen Preis besteht so ein Vorleistungsprodukt natürlich auch aus einer Reihe an technischen und rechtlichen Vereinbarungen, z.B. bezüglich Service etc. Auch da können sich die Angebote von Telekom und DG natürlich unterscheiden.
 
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senf.dazu schrieb:
Ende 2020 lagen wir so bei 12.3 Mio FTTB/H (29.4% der 41.7 Mio Haushalte).
Wo hast'n die Zahlen herausgelesen? - Diese Zahl stimmt doch hinten und vorne nicht. Auf Seite 6 deiner zitierten Studie, kann man sehen, dass gerade einmal 3,4 Mio. FTTB/H-Anschlüsse 2020 2022 (als Schätzung) existieren.


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Was du da in den 12,3 Mio. Anschlüssen mit einrechnest sind die Kabel-Internetanschlüsse, im Fachjargon als "HFC" bezeichnet. Die zählen aber explizit nicht als Glasfaseranschlüsse, sondern sind eben nur ein Hybrid aus Glasfaser (bis zum Netzknoten) und Kupferleitung ("Fernsehkabel").

Ergo hat D gerade einmal eine Markdurchdringung von 9,0 % (und keine 29,4 % wie von dir genannt) bei Glasfaser. - Und du wirst sehen: Meine Prognose mit "70 % bis 2030" wird sich bewahrheiten.
senf.dazu schrieb:
Und die Wachstumsraten in den letzten Jahren waren:
2022: +44.7%
2021: +44.1%
2020: +43.9%
2019: +17.1%
2018: +20.7%
Wenn's mit 44% weitergeht
  • sind die 41.7 Mio bereits in 3.348 Jahren ab Ende 2022 sprich Mai 2026 erreicht ..
  • Die 70% (29 Mio) sollten bereits in 2.370 Jahren erreicht sein, also Mai 2025 ..
Deine Hochrechnungen sind total falsch! - Eben weil du Kabelinternetanschlüsse als Glasfaser (FTTH) mit eingerechnet hast!

senf.dazu schrieb:
  • also: wer nach 2025 Ausbaupläne hat der kriegt die Resterampe ab

Deine Prognose ist also erfreulicherweise eher gewagt!

Nö. Ist eher umgekehrt: Deine Prognose ist es! Ich würde behaupten, dass meine Glaskugel die zuverlässigere ist.

RizzoSpacerat schrieb:
Jeder bei uns kann Vodafone Kabel mit 1GBit buchen. Es lief stabil. Keine sorgen. Telekom DSL 100mbit ebenfalls verfügbar und funktioniert laut meinem Nachbarn auch gut.
Du ignorierst den begeschränkten Upload, der bei Kabelinternet mit max. 0,05 Gbit/s die große Achillesferse dieser Technologie ist.
 
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santander schrieb:
Wo hast'n die Zahlen herausgelesen? - Diese Zahl stimmt doch hinten und vorne nicht. Auf Seite 6 deiner zitierten Studie, kann man sehen, dass gerade einmal 3,4 Mio. FTTB/H-Anschlüsse 2020 (als Schätzung) existieren.
Zunächst mal sprecht ihr beide von Ende 2022, nicht 2020. Und die geschätzt 12,3 Mio FTTB/H-Haushalte Ende 2022 findest Du auf Seite 14. Das sind die "Homes Passed", also die Anzahl der Haushalte für die so ein Anschluss verfügbar ist. Davon nutzen 3,4 Mio HH diesen Anschluss.
 
Bei "Homes Passed" heißt es aber noch nicht, dass das Gebäude einen nutzbaren GF-Anschluss hat. Als "home passed" gilt es schon, wenn die Glasfaser zwar in der Straße am Grundstück vorbei verlegt ist, aber der Abzweig auf das Grundstück und ins Gebäude noch fehlt. Erst bei "Home Prepared" liegt die GF nach Definition der Telekom auch bis zum Hausanschluss.

https://www.telekom.de/hilfe/downloads/ftth-ausbaustufen.pdf

Dürfte auch die allgemein gängige Definition sein - "Home Passed" = GF-Abschnitt von der Straße bis ins Haus fehlt noch.
 
mibbio schrieb:
Bei "Homes Passed" heißt es aber noch nicht, dass das Gebäude einen nutzbaren GF-Anschluss hat. Als "home passed" gilt es schon, wenn die Glasfaser zwar in der Straße am Grundstück vorbei verlegt ist, aber der Abzweig auf das Grundstück und ins Gebäude noch fehlt. Erst bei "Home Prepared" liegt die GF nach Definition der Telekom auch bis zum Hausanschluss.
Richtig. Es ist die Verfügbarkeit aus Sicht der Anbieter. Und darum geht es auch bei den Ausbauzielen. Das an allen Adressen Glasfaseranschlüsse verfügbar sind, und die Bewohner diesen bekommen können sofern sie das wollen (und ggf. die Eigentümer zustimmen).

Wobei ich vorhin auch hätte sagen sollen: die 12,3 Mio HH sind zumindest "Homes Passed". 3,4 Mio HH davon sind nach VATM-Schätzung "Subscriber" (gemäß der Grafik), die anderen 8,9 Mio HH fallen in irgendeine andere der Kategorien, sind also einfach nicht "Subscriber".
 
Hi


Hat zwar jetzt nix mit dem Überbau zu tun , aber trotzdem sagenhaft !

Mfg.
 
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Ich arbeite in dem Bereich und die anderen Anbieter übertreiben. Sie wollen die Konkurrenz durch die Telekom aushebeln. Übertreiben bewusst diese PLZ Bereichs Karte grenzt an Betrug.
 
acidarchangel schrieb:
Infrastrukturnetze gehören in öffentliche Hand und dann sollte sich jeder Provider einmieten können

Meine Forderung ist seit Jahren, daß beim Wegebau und Grundstückserschließungen grundsätzlich Leerrohre mit verlegt werden, deren Nutzung per kommunaler Satzung Pflicht ist. Die Kosten sind später den Nutzern als Einmahlzahlung in Rechnung zu stellen. Damit wird der Ausbau nicht nur preiswerter, auch die Qualität der Straßen und Wege verbessert sich, da der professionelle Aufbau mit Frostschutz- und Tragschichten nicht wieder zerstört wird. Auch die Optik und Akustik der Straßen gehört zu einem angenehmen Wohnumfeld dazu.
 
ist das nun der anfang von einem weißen fleck in deutschland?

https://www.ndr.de/nachrichten/nied...g-fuer-schnelleres-Internet,glasfaser200.html

ich kenne das ja von dörfern, nein es sind häuer verteilt über das land in südfrankreich. da bekommt man auch kein glasfaser, aber dort gibt es npch häuser die sind nicht mal an die öffentliche wasserverorgung angeschlossen, weil man eine eigene quelle hat. beim internet geht das freilich nicht.
 
Dann muss man halt dei Telekom verpflichten bei Ankündigung auch was zu machen.
Und horrende Strafen verlangen wenn nichts in Arbeit ist bis Zeitpunkt X.
 
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Der Bund ist der größte Aktionär der Telekom :-D
 
Wie soll ich das jetzt schreiben?

Ficki Ficki 5 Dollar? Bund/Politiker <--> Telekom/Aktionäre

Damit ist die Hemmschwelle relativ gut zusammengefasst.
 
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