26/31 Intel Core i7 920, 940 und 965 EE im Test : Turbo mit Fehlzündungen

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Sonstiges

Leistungsaufnahme

In jedem Jahr stehen wir vor der Wahl, wie man denn am besten die Leistungsaufnahme des Prozessors ermitteln sollte. Wir halten dabei an der Messung der Leistungsaufnahme für das ganze System fest, durch neue und effizientere Bauteile ist diese im Vergleich zur Vergangenheit jedoch deutlich gesunken. Um eine geeignete Auslastung für den Prozessor zu bekommen, bedarf es eines Tools. Wie bereits im letzten Jahr haben die Macher des wohl besten Tools für die Auslastung eines Intel-Prozessors keine Version auf dem Markt, die mit den neuen Core i7 läuft. Auf Core2MaxPerf, das seit Jahren in unseren Kühler-Tests eingesetzt wird, müssen wir deshalb auch in diesem Jahr wieder verzichten. Eine der Alternativen, CPU-Burn, kommt nicht so recht mit dem Hyper-Threading a.k.a. SMT zurecht, so dass wir schlussendlich wieder bei Prime gelandet sind. Man kann diesem Tool zwar vorwerfen, dass es nicht an eine so hohe Auslastung herankommt wie die anderen beiden Kandidaten, jedoch funktioniert es seit Jahren auch mit jeder noch so neuen Prozessorgeneration.

Leistungsaufnahme – komplettes System
Angaben in Watt (W)
  • Volllast:
    • E7200 (M0), 2,53 GHz, 2 Kerne, 45 nm, FSB1066, DDR3-1066
      128
    • E8400 (E0), 3,00 GHz, 2 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      148
    • E8500 (E0), 3,16 GHz, 2 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      150
    • E8600 (E0), 3,33 GHz, 2 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      154
    • Q9450 (C1), 2,66 GHz, 4 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      203
    • Q9550 (C1), 2,83 GHz, 4 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      206
    • QX9770 (C1), 3,20 GHz, 4 Kerne, 45 nm, FSB1600, DDR3-1600
      225
    • i7-920 (C0), 2,66 GHz, 4 Kerne, 45 nm, QPI 4,8 GHz, DDR3-1066
      231
    • i7-940 (C0), 2,93 GHz, 4 Kerne, 45 nm, QPI 4,8 GHz, DDR3-1066
      240
    • i7-965 XE (C0), 3,20 GHz, 4 Kerne, 45 nm, QPI 6,4 GHz, DDR3-1600
      278
  • Idle:
    • E7200 (M0), 2,53 GHz, 2 Kerne, 45 nm, FSB1066, DDR3-1066
      102
    • E8500 (E0), 3,16 GHz, 2 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      106
    • E8400 (E0), 3,00 GHz, 2 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      106
    • E8600 (E0), 3,33 GHz, 2 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      107
    • Q9450 (C1), 2,66 GHz, 4 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      116
    • Q9550 (C1), 2,83 GHz, 4 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      118
    • QX9770 (C1), 3,20 GHz, 4 Kerne, 45 nm, FSB1600, DDR3-1600
      125
    • i7-920 (C0), 2,66 GHz, 4 Kerne, 45 nm, QPI 4,8 GHz, DDR3-1066
      126
    • i7-940 (C0), 2,93 GHz, 4 Kerne, 45 nm, QPI 4,8 GHz, DDR3-1066
      127
    • i7-965 XE (C0), 3,20 GHz, 4 Kerne, 45 nm, QPI 6,4 GHz, DDR3-1600
      139

Der Turbo Mode wirkt sich in dem Test negativ auf das Ergebnis der Core i7 aus. Die Spannungserhöhungen von 1,2 auf bis zu 1,27 Volt, wie es unser Abschnitt Turbo Mode gezeigt hat, bleiben nicht ungestraft. Ohne den Turbo Mode würde die Performance nur um etwa drei Prozent einbrechen – wie unser Test gezeigt hat – jedoch geht die Leistungsaufnahme für das Testsystem beispielsweise beim Core i7-920 um beachtliche zehn Prozent von 231 auf 210 Watt zurück.

Achtung: Wie üblich sind die hier ermittelten Werte keine Verbrauchsangaben für die einzelnen Prozessoren, sie betrachten das Gesamtsystem. Auch sind sie nicht mit ähnlichen Zahlen anderer Berichte vergleichbar, da mitunter spezielle, so nicht im Handel verfügbare Produkte zum Einsatz kamen. Die Auflistung bietet nur einen groben Überblick für die ungefähre Einordnung des Prozessors.

Temperatur

Bereits im Abschnitt zu den Kühlern für den neuen Core i7 haben wir uns ein wenig mit der Temperatur der neuen Prozessoren auseinandergesetzt. Im Schnitt liegen diese recht hoch, jedoch sind sie nicht rekordverdächtig, wie die Auflistung der älteren Prozessoren zeigt. Dass ein Prozessor mit einer sehr hohen Performance und gleichzeitig hoher Leistungsaufnahme nicht nur handwarm werden kann, ist im Grunde genommen aber auch logisch.

maximale Temperatur
Angaben in °C
    • E8500 (E0), 3,16 GHz, 2 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      41
    • E8400 (E0), 3,00 GHz, 2 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      41
    • E7200 (M0), 2,53 GHz, 2 Kerne, 45 nm, FSB1066, DDR3-1066
      41
    • E8600 (E0), 3,33 GHz, 2 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      42
    • Q9450 (C1), 2,66 GHz, 4 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      46
    • Q9550 (C1), 2,83 GHz, 4 Kerne, 45 nm, FSB1333, DDR3-1333
      48
    • QX9770 (C1), 3,20 GHz, 4 Kerne, 45 nm, FSB1600, DDR3-1600
      52
    • i7-920 (C0), 2,66 GHz, 4 Kerne, 45 nm, QPI 4,8 GHz, DDR3-1066
      54
    • i7-940 (C0), 2,93 GHz, 4 Kerne, 45 nm, QPI 4,8 GHz, DDR3-1066
      61
    • i7-965 XE (C0), 3,20 GHz, 4 Kerne, 45 nm, QPI 6,4 GHz, DDR3-1600
      71

Der Core i7-965 XE steht mit gebührendem Abstand an der (negativen) Spitze dieser Ermittlung. Der integrierte Speichercontroller und die vielen Neuerungen werden mit einer höheren Leistungsaufnahme und einer entsprechend höheren Temperatur bestraft. Das Diagramm der vorherigen Seite und die dort ermittelten Unterschiede in der Leistungsaufnahme lassen sich fast 1:1 auf die Temperaturen übertragen. Die durch den Turbo Mode erhöhte Spannung wirkt sich auch auf die Temperaturen aus. Der Core i7-920 wird mit deaktiviertem Turbo dank einer von 231 auf 210 Watt verringerten Leistungsaufnahme (des gesamten Testsystems) nur noch etwa 51, maximal 52 Grad warm.

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