Insolvenzverfahren bei K&M startet am 27. Dezember

Update Volker Rißka
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Beim in Schwierigkeiten geratenen Händler K&M Elektronik wird am 27. Dezember 2012 das Insolvenzverfahren eröffnet. Gleichzeitig stehen die Pläne zum Erhalt von 13 Filialen durch einen Käufer fest, einhergehend aber auch die Kündigungen vieler Angestellter noch in diesem Jahr.

Gemäß dem Brief an die K&M-Mitarbeiter, der der ComputerBase-Redaktion vorliegt, sollen die Gespräche mit dem Interessenten an der Übernahme sehr gut verlaufen und nahezu abgeschlossen sein. Wer genau dies ist, verrät das Schreiben jedoch nicht. Fest steht, dass es um 13 Filialen und alle bei diesen angestellte Mitarbeiter geht, die zum 01.01.2013 komplett zum neuen Eigentümer wechseln sollen.

Parallel dazu gibt es Bestrebungen sieben weitere Filialen an einen zweiten Interessenten zu vermitteln. Dort ist man jedoch noch nicht an einem Punkt angelangt, an dem ein wahrscheinliches Ergebnis präsentieren werden kann. Eine Übersicht, um welche Filialen es exakt geht, liegt jedoch auch in diesem Fall nicht vor. Würde dies erfolgreich über die Bühne gehen, könnten so zumindest insgesamt 20 der vormals 33 Filialen gerettet werden.

Mitarbeiter aus Filialen, die nicht übernommen werden, aber auch aus der Konzernzentrale, die der neue Eigentümer nicht übernehmen wird, sollen ab dem 28.12.2012 ihre Kündigung erhalten. Je nach Position und Standort werden einige Arbeiten jedoch noch bis zu sechs Monate weitergeführt, etwa in der Buchhaltung sowie der Abwicklung des Lagerbestandes in der Konzernzentrale.

Update

Nach aktualisiertem Stand, der von mehreren Quellen unabhängig voneinander an ComputerBase herangetragen wurde, soll Bora-Computer die ersten 13 Filialen übernehmen. Dazu gehören anscheinend unter anderem zwei der drei Ladengeschäfte in Berlin, aber auch die Filialen in München und Bremen. Bora-Computer betreibt bereits acht Läden sowie einen Onlineshop, darüber hinaus ist man im Franchise tätig, zu dem unter anderem die Vobis-Webseite gehört.