3/6 Partnerkarten im Test : Elf Nvidia GeForce GTX 970 im Vergleich

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Testergebnisse

Die Testausrüstung und die Testmethodik sind im Artikel „So testet ComputerBase Grafikkarten“ beschrieben. Für diesen Artikel wird von den Angaben nicht abgewichen, einzig der Testparcours wurde etwas gekürzt.

Taktraten unter Last

Auch die Maxwell-Grafikkarten können deutlich höher takten, als nur mit dem Basistakt. Wie hoch die Frequenz nach einer längeren Lastphase tatsächlich ausfällt, ist vor dem Kauf allerdings nicht bekannt. Die Angabe der Hersteller ist nicht mehr als eine Orientierung, denn es kommt in der Regel auch auf die Anwendung und die Belüftung des eigenen Gehäuses an.

ComputerBase testet alle Grafikkarten aus diesem Grund sowohl im sehr gut belüfteten Cooler Master CM 690 III als auch im gedämmten Kassenschlager Fractal Design Define R4. Beide Gehäuse haben sich als klare Gegensätze in Bezug auf die Eignung für die Kühlung von Grafikkarten erwiesen. Jede Karte wird jeweils 30 Minuten lang unter voller Last aufgewärmt. Nur so lassen sich Rückschlüsse auf das Verhalten beim Käufer zu Hause schließen.

Erzielte Taktraten nach 30 Minuten Volllast im Cooler Master CM 690 III
Grafikkarte Basistakt Maximal
möglicher
Takt
Tatsächlicher Takt
nach Aufwärmen
Takt limitiert durch
Asus GeForce GTX 970 Strix 1.114 1.304 1.202-1.215 Power
Gainward GeForce GTX 970 1.051 1.278 1.177-1.189 Power
Gainward GeForce GTX 970 Phantom 1.051 1.278 1.215-1.227 Power
Galax GeForce GTX 970 OC EX 1.127 1.316 1.265-1.277 Power
Gigabyte GeForce GTX 970 G1 Gaming 1.178 1.367 1.354 -
King Mod Inno3D GTX 970 watercooled 1.089 1.291 1.226-1.239 Power
MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G 1.114 1.329 1.329 -
Palit GeForce GTX 970 JetStream 1.152 1.354 1.303-1.328 Power
Zotac GeForce GTX 970 1.076 1.278 1.150-1.162 Power
Zotac GeForce GTX 970 Omega Edition 1.102 1.291 1.252-1.265 ?
Zotac GeForce GTX 970 Extreme Edition 1.203 1.392 1.341-1.354 ?
Alle Angaben in MHz

Im Cooler Master CM 690 III kann nur die MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G den vollen Takt nach 30 Minuten Last halten. Bei der Gigabyte GeForce GTX 970 G1 Gaming fällt die Abweichung mit 13 MHz gering aus, und höher als die Version von MSI taktet diese Grafikkarte am Ende trotzdem.

Das gilt auch für die Zotac GeForce GTX 970 Extreme Edition, die das höchste Maximum im Test von 1.392 MHz zwar deutlich verfehlt, am Ende aber trotzdem so schnell taktet wie die Version von Gigabyte. Bei den Grafikkarten Asus GeForce GTX 970 Strix, Gainward GeForce GTX 970 und vor allem der Zotac GeForce GTX 970 fällt der Takt hingegen deutlich um jeweils gut 100 MHz. Alle anderen Modelle liegen rund 50 MHz unter dem maximal möglichen Takt.

Der Grund für die Reduzierung ist in der Regel im Leistungslimit (Power Target) und nicht im Temperaturlimit (Temperature Target) zu suchen. Wird es manuell erhöht, „boosten“ die Modelle durchweg mit der vollen Frequenz.

Nur bei Zotac GeForce GTX 970 Omega und GeForce GTX 970 Extreme ist nicht ersichtlich, warum die Karten heruntertakten – das Power Target wird nicht im Ansatz erreicht und die Temperaturen liegen im grünen Bereich.

Erzielte Taktraten nach 30 Minuten Volllast im Fractal Design Define R4
Grafikkarte Basistakt Maximal
möglicher
Takt
Tatsächlicher Takt
nach Aufwärmen
Takt limitiert durch
Asus GeForce GTX 970 Strix 1.114 1.304 1.215-1.227 Power
Gainward GeForce GTX 970 1.051 1.278 1.164-1.177 Power/Temperatur
Gainward GeForce GTX 970 Phantom 1.051 1.278 1.215-1.227 Power
Galax GeForce GTX 970 OC EX 1.127 1.316 1.265 Power/Temperatur
Gigabyte GeForce GTX 970 G1 Gaming 1.178 1.367 1.366 -
King Mod Inno3D GTX 970 watercooled 1.089 1.291 1.226-1.239 Power
MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G 1.114 1.329 1.329 -
Palit GeForce GTX 970 JetStream 1.152 1.354 1.290-1.303 Power
Zotac GeForce GTX 970 1.076 1.278 1.150-1.162 Power
Zotac GeForce GTX 970 Omega Edition 1.102 1.291 1.252-1.265 ?
Zotac GeForce GTX 970 Extreme Edition 1.203 1.392 1.328-1.341 ?
Alle Angaben in MHz

Im Fractal Design Define R4 verhalten sich die Grafikkarten sehr ähnlich, wobei die Taktraten in der Regel ein wenig niedriger als im CM 690 III ausfallen. Die Unterschiede sind mit maximal 20 MHz aber sehr gering. Das gilt auch für für Gainward GeForce GTX 970 sowie die Galax GeForce GTX 970 OC EX, die nicht nur ins Power-, sondern ebenso ins Temperature-Target läuft. Allerdings offensichtlich nur so gering, dass es auf die Frequenz keine spürbaren Auswirkungen hat.

Es gibt allerdings auch Kühlsysteme, die offensichtlich besser mit der Belüftung im Fractal Design R4 zurechtkommen und dann wenige Megahertz flotter agieren. Dazu gehören zum Beispiel die Asus GeForce GTX 970 Strix und die Gigabyte GeForce GTX 970 G1 Gaming.

Leistung

Nvidia hat offensichtlich dafür gesorgt, dass auch die schnellsten GeForce-GTX-970-Modelle einer GeForce GTX 980 im Referenzdesign nicht gefährlich werden. Diese bleibt elf Prozent schneller als die schnellste Variante der GeForce GTX 970.

Rating - GTX 900 Partnerkarten
Angaben in Prozent
    • Nvidia GeForce GTX 980 (Max)
      117,4
    • Nvidia GeForce GTX 980
      112,2
    • Gigabyte GTX 970 G1 Gaming
      106,1
    • Zotac GeForce GTX 970 Extreme
      106,1
    • Palit GeForce GTX 970 JetStream
      104,3
    • MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G
      104,1
    • Zotac GeForce GTX 970 Omega
      102,8
    • King Mod GTX 970 watercooled
      102,3
    • Galax GeForce GTX 970 OC EX
      102,1
    • Gainward GTX 970 Phantom
      102,0
    • Asus GTX 970 Strix
      101,9
    • AMD Radeon R9 290X (Max)
      100,9
    • Zotac GeForce GTX 970
      100,1
    • Gainward GeForce GTX 970
      100,0

Unter den GeForce-GTX-970-Modellen können sich nur die Gigabyte GeForce GTX 970 G1 Gaming und die Zotac GeForce GTX 970 Extreme Edition signifikant vom Referenzdesign absetzen und sind immerhin sechs Prozent schneller. Die drittschnellste Karte in Form der Palit GeForce GTX 970 JetStream ist dann schon nur noch vier Prozent zügiger. Die meisten Probanden holen rund zwei Prozent mehr Leistung als die Referenzkarte heraus. Das ist weniger, als es viele der Kühlsysteme und ausladenden PCBs auf den ersten Blick vermuten lassen.

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