6/6 Partnerkarten im Test : Elf Nvidia GeForce GTX 970 im Vergleich

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Fazit

Selten sind Partnerkarten so gut ausgefallen wie die zur GeForce GTX 970. Aber es gibt auch Umsetzungen, die nicht überzeugen. Eine Übersicht:

Platz 1: Der Testsieger

Platz eins in diesem Vergleich belegt die MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G. Das hat die Grafikkarte dem Kühler zu verdanken. Das Modell arbeitet im Desktop-Betrieb lautlos und bleibt auch unter Last und unabhängig vom Gehäuse leise. Trotzdem gehört die Karte zu den schnelleren Maxwell-Modellen, durch Spulenfiepen fiel sie nicht auf. Als einzige Schwachstelle ist eine etwas hohe Leistungsaufnahme unter Last auszumachen, den insgesamt sehr positiven Eindruck trübt das nicht. Mit einem Anschaffungspreis von 350 bis 360 Euro kostet die Grafikkarte mehr als die Preisbrecher, bleibt aber im Verhältnis zur Leistung.

Die Redaktion spricht der MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G aus diesem Grund eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aus.

MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G
MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G
MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G
Produktgruppe Grafikkarten, 17.10.2014
  • Leistung Spiele++
  • GPU-Computing DC/OCL+
  • Bildqualität Features++
  • Lautstärke 2D/3D++ / +
  • Verbrauch 2D/3D+ /
  • schnell genug für 2.560 × 1.600
  • durchweg AA/AF möglich
  • DSR verbessert sichtbar Bildqualität in Spielen
  • lautlos unter Windows
  • leise unter Last
  • relativ niedrige Leistungsaufnahme unter Windows
  • mit 4.096 MB großer Speicher
  • hohe Leistungsaufnahme unter Last
ComputerBase-Empfehlung für MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G

Platz 2: Der Extreme

Die Zotac GeForce GTX 970 Extreme erringt am Ende des Vergleichs den zweiten Platz. Die drei Lüfter schalten sich im 2D-Modus zwar leider noch nicht ab, arbeiten aber mit einer relativ niedrigen Lautstärke. Unter Last bleibt die Grafikkarte dann unabhängig vom Gehäuse erstaunlich leise für ein „OC-Modell“, Spulenfiepen ist auf dem getesteten Modell kein Thema. Auf der positiven Seite sind zudem die hohe Geschwindigkeit und eine gute Leistungsaufnahme zu verbuchen. Ein Wermutstropfen ist der Preis: Er fällt mit etwa 390 Euro sehr hoch aus.

Zotac GeForce GTX 970 Extreme
Zotac GeForce GTX 970 Extreme
Zotac GeForce GTX 970 Extreme Edition
Produktgruppe Grafikkarten, 17.10.2014
  • Leistung Spiele++
  • GPU-Computing DC/OCL+
  • Bildqualität Features++
  • Lautstärke 2D/3D+ / ++
  • Verbrauch 2D/3D+ / O
  • schnell genug für 2.560 × 1.600
  • durchweg AA/AF möglich
  • DSR verbessert sichtbar Bildqualität in Spielen
  • leise unter Windows
  • angenehm leise unter Last
  • relativ niedrige Leistungsaufnahme unter Windows
  • mit 4.096 MB großer Speicher
  • durchschnittliche Leistungsaufnahme unter Last

Platz 3: Die Wundertüte

Den dritten Platz erringt die Asus GeForce GTX 970 Strix, wobei sich der Käufer einen Unsicherheitsfaktor in den Rechner holt. Je nach Gehäuse kann es sich um die leiseste oder eben auch um eine sehr laute Grafikkarte handeln. Die Übertaktung fällt auf der GeForce GTX 970 Strix zwar sehr moderat aus, dafür ist aber auch der Energiehunger gering. Um die 360 Euro sind für die Grafikkarte zu zahlen.

Asus GeForce GTX 970 Strix
Asus GeForce GTX 970 Strix
Asus GeForce GTX 970 Strix
Produktgruppe Grafikkarten, 17.10.2014
  • Leistung Spiele++
  • GPU-Computing DC/OCL+
  • Bildqualität Features++
  • Lautstärke 2D/3D++ / O
  • Verbrauch 2D/3D+ / O
  • schnell genug für 2.560 × 1.600
  • durchweg AA/AF möglich
  • DSR verbessert sichtbar Bildqualität in Spielen
  • lautlos unter Windows
  • je nach Gehäuse sehr leise unter Last
  • relativ niedrige Leistungsaufnahme unter Windows
  • mit 4.096 MB großer Speicher
  • durchschnittliche Leistungsaufnahme unter Last
  • bei unpassendem Gehäuse laut unter Last

Eine mit Wasser

Wer auf keine Luft-, sondern auf eine Wasserkühlung setzen möchte, findet bei der von Caseking modifizierten King Mod Inno3D GTX 970 watercooled einen guten Partner mitsamt vorinstalliertem Wasserkühler. Das Modell ist mit einer guten Wasserkühlung spielend die leiseste und zugleich kühlste Karte im Testfeld. Obwohl die Hardware auf das Referenz-PCB setzt, hält sich zudem das Spulenfiepen angenehm in Grenzen – es bleibt ohne ein Kühlsystem mit Lüfter aber wahrnehmbar.

King Mod Inno3D GTX 970 watercooled
King Mod Inno3D GTX 970 watercooled

Casekings Wahl auf die Inno3D-Karte als Basis hat allerdings auch einen Haken: Das Power Target lässt sich bei dieser Karte nur um sechs Prozent anheben, sodass der von Seiten der Kühlung vorhandene Übertaktungsspielraum zwangsweise limitiert wird. Die Grafikkarte kostet 425 Euro und ist damit nur unwesentlich teurer als der separate Kauf der Komponenten.

Viele Enttäuschungen

Dringend abgeraten werden muss dagegen von einer GeForce GTX 970 im „Referenzdesign“, so lange auch einer der alten Referenzkühler verwendet werden soll. Der ist nicht nur laut, er klackert auch bereits unter Windows vor sich hin. Darüber hinaus ist bei dem Referenz-PCB offenbar auch die Gefahr für lautes Spulenfiepen am größten.

Ebenfalls abgeraten werden muss von der Galax GeForce GTX 970 OC EX. Die Grafikkarte hat mittlerweile ein neues BIOS erhalten, was der Lüftersteuerung jedoch gar nicht gut tut. Sie ist laut, die sich häufig wechselnde Lüfterdrehzahl verstärkt diesen Eindruck noch.

Dieser Test hat GeForce GTX 970 verschiedener Hersteller miteinander verglichen. Für eine Einordnung der Leistung der Grafikkarten in das am Markt verfügbare Angebote sollte der Artikel „Nvidia GeForce GTX 980 und GTX 970 im (SLI-)Test“ herangezogen werden.

Sechs der Muster wurden von Herstellern gestellt, fünf hat ComputerBase über die Händler Alternate.de, Arlt.de und Caseking.de bezogen.

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