Linux : Clonezilla 2.4.2-10 unterstützt Systemd und UEFI

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Linux: Clonezilla 2.4.2-10 unterstützt Systemd und UEFI
Bild: Timothy Boyden (CC BY 3.0)

Clonezilla Live, das Linux-Werkzeug zum Klonen von Partitionen und Festplatten, ist in Version 2.4.2-10 erschienen und ist auf Systemd umgestiegen. Als Basis dient ein Auszug des Debian- Unstable-Repository aka Sid mit dem Stand vom 8. Juni 2015.

Somit kommen Kernel 4.0.2-1 und Systemd 210-5 zum Einsatz. Das taiwanische National Center for High Performance Computing (NCHC) als Ersteller der Software hat mit dieser Version von Sysvinit auf Systemd umgestellt. Als Overlay-Dateisystem, das für Clonezilla eine wichtige Rolle spielt, kommt nun das seit Ende 2014 im Kernel integrierte OverlayFS anstelle des als Modul eingebundenen AUFS zum Einsatz. Zudem wurden das Starten von UEFI sowie die Rücksicherung auf UEFI-Maschinen verbessert. Clonezilla Live startet jetzt unter Verwendung von UEFI von einem mit dem Befehl dd erstellten USB-Stick. Bei der Rücksicherung wurde ein schwerwiegender Fehler behoben, wo Clonezilla in einer solchen Konstellation die Zielpartition nicht finden konnte.

Weitere Fehlerbereinigungen und Paketaktualisierungen runden das Release ab. So können jetzt wieder Partitionen mit mehr als 16 Terabyte gesichert werden. Gleiches gilt für Swap-Partitionen, die auf GPT-Partitionen zeitweise nicht erkannt wurden.

Der Funktionsumfang von Clonezilla ist mit dem von Norton Ghost oder True Image vergleichbar, allerdings ist die Benutzerführung etwas spartanischer. Clonezilla Live wird nicht installiert sondern arbeitet von einer Live-CD oder einem USB-Stick aus. Über eine textbasierte Menüführung werden einzelne Partitionen oder komplette Festplatten kopiert und können später wiederhergestellt werden. Die erstellten Images werden als Datei auf einem anderen Datenträger gespeichert. Unterstützt werden interne und externe Festplatten sowie der Netzwerkzugriff auf Speichermedien wie etwa auf NFS-, SSH- oder Samba-Server.

Das rund 170 Megabyte große Image kann von SourceForge heruntergeladen werden wo alternativ auch eine Version auf der Basis von Ubuntu zur Verfügung steht. Eine Version für Server steht ebenfalls zur Verfügung.