Sanierung gescheitert : Getgoods und HoH schließen zum Jahresende

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Sanierung gescheitert: Getgoods und HoH schließen zum Jahresende
Bild: Getgoods.de

Seit knapp zwei Jahren gehören Getgoods.de und HoH.de zu einer Tochter von Conrad, nachdem das Unternehmen die Getgoods.de Vertriebs GmbH nach der Insolvenz gekauft hatte. Doch die Geschäfte liefen trotz Umstrukturierung und Standort-Schließung nicht erfolgreicher und so folgt nun das endgültige Aus.

Bereits in den Medien kursierten die Berichte, wonach die Conrad-Tochter Get-it-quick GmbH unter der die Verkaufsplattformen Getgoods.de und HoH.de weiter geführt wurden, zum Ende des Jahres geschlossen werden sollten. Auf Nachfrage von ComputerBase wurden diese Spekulationen bestätigt und damit auch die Tatsache, dass die 65 Mitarbeiter zum 31. Dezember dieses Jahres entlassen werden.

Die Misere um die Getgoods.de Vertriebs GmbH begann vor zwei Jahren mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Im Raum standen Verdachtsfälle wegen Unterschlagung von 50 Millionen Euro im Zusammenhang mit dem Verkauf von Smartphones, die dem Unternehmen nicht gehört haben sollen. Zudem wurde auch in Richtung Insider-Handel mit Aktien ermittelt. Die Insolvenz führte nicht nur zu einem radikalen Stellenabbau und zu einer schweren Schwächung des Standorts Frankfurt an der Oder, sondern auch zahlreiche Sportvereine hatten das Nachsehen, die bislang von dem großzügigen Sponsoring des Unternehmens profitiert hatten. Auch ein Jahr später blickte das Unternehmen, wie RBB Online berichtet, auf 2.400 Gläubiger und Forderungen in Höhe von rund 100 Millionen Euro zurück.

In den vergangen zwei Jahren versuchte das Management nun wieder das Vertrauen der Kunden zu gewinnen und die Verkaufsplattformen Getgoods.de und HoH.de wieder zu etablieren. Der Erfolg blieb jedoch aus; zudem sorgten auch die engen Margen und der harte Wettbewerb im Bereich der Consumer Elektronik für eine zu hohe Belastung, heißt es in der Pressemitteilung, die ComputerBase vorliegt.

Bislang gibt es keine Pläne, die beiden Marken weiterzuführen, so dass diese voraussichtlich mit der Schließung der Plattformen verschwinden werden. Dennoch versprechen die Verantwortlichen, die Kunden auch über dieses Datum hinaus zu betreuen. Die genaue Ausgestaltung des Services ist allerdings noch nicht bekannt.