Android N : Marshmallow-Nachfolger und Split-Screen-Modus in Arbeit

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Android N: Marshmallow-Nachfolger und Split-Screen-Modus in Arbeit
Bild: Google

Ein Teil des Google-Entwicklerteams hinter dem Pixel C hat im Rahmen eines Ask me anything (AMA) auf Reddit Fragen rund um das Produkt beantwortet. Dabei hat Google auch die Arbeiten an Android N und einem Split-Screen-Modus für Apps bestätigt.

An dem AMA haben Hiroshi Lockheimer, Senior Vice President für Android und Chrome OS, Andrew Bowers, Leiter des Bereichs Consumer-Hardware, Kevin Tom, Produktmanager für das Pixel C, Puneet Kumar, Leiter des Bereichs Software für das Pixel C und der Softwareentwickler Benson Leung teilgenommen. Gemeinsam haben sie Fragen zum neuen und erstmals selbst entwickelten Tablet von Google beantwortet.

Ein Sicherheitsupdate pro Monat für das Pixel C

Puneet Kumar stellte sich der Frage eines Nutzers, der wissen wollte, in welcher Form das Pixel C, wie im Rahmen der Vorstellung angekündigt, alle sechs Wochen ein Software-Update erhalten wird. Zur Ankündigung im September hatte Google verlauten lassen, das Pixel C werde wie andere Pixel-Geräte, die alle sechs Wochen ein Update für Chrome OS erhalten, im gleichen Rhythmus mit neuer Software versorgt. Während des AMAs war davon aber nichts mehr zu hören. Das Pixel C soll stattdessen nur noch wie die Nexus-Serie jeden Monat mit einem Sicherheitsupdate versorgt werden. Neue Funktionen werden demnach erst mit einer neuen Android-Version hinzukommen.

„OK Google“ wird nachgereicht, Double-Tap nicht

Eine dieser Funktionen ist die Unterstützung für den Sprachbefehl „OK Google“ bei ausgeschaltetem Display. Das Pixel C ist mit vier Mikrofonen im oberen Rahmen ausgestattet, die auch aus größerer Entfernung zuverlässig Sprachbefehle erkennen können sollen. Dennoch fehlt dem Pixel C die für Nexus-Geräte übliche Option, jederzeit Sprachbefehle entgegennehmen zu können. Der Sprachbefehl „OK Google“ soll mit einem zukünftigen Update aber nachgeliefert werden. Das vom Nexus 9 bekannte Double-Tap aufs Display, um den Bildschirm ohne Drücken der Ein-Aus-Taste zu aktivieren, wird hingegen nicht nachgereicht. Die Funktion habe sich als zu energiehungrig herausgestellt, weil ein Teil der Touch-Sensorik immer aktiv sein müsse.

Google Pixel C
Google Pixel C (Bild: Google)

Dem Entwicklerteam sei zudem bewusst, dass es um dedizierte Tablet-Apps für Android schlecht bestellt ist. Mehrere US-Medien haben im Rahmen ihrer Pixel-C-Tests das mangelhafte Angebot an echten Tablet-Apps für Android und den allgemein schlechten Funktionsumfang des Betriebssystems für Tablets kritisiert. Viele Android-Apps für Tablets seien einfach nur größer dargestellte Smartphone-Apps, produktives Arbeiten sei aufgrund eines fehlenden Split-Screen-Modus nur sehr eingeschränkt möglich.

Arbeiten an Android N und Split-Screen-Modus bestätigt

Google will jedoch nicht auf Seiten der Software entsprechende Rahmenbedingungen schaffen, um die Entwicklung von Tablet-Apps zu fördern, sondern stattdessen nur den Formfaktor Tablet mit neuen Geräten interessanter machen, was infolgedessen Unternehmen zur Entwicklung besserer Tablet-Apps bewegen soll. Laut Google gebe es ein Henne-Ei-Problem, das das Unternehmen mit besserer Hardware angehen will. Untätig im Bereich Software will Google aber offenbar nicht bleiben. In einen Split-Screen-Modus beziehungsweise Multi-Window-Modus für Android habe das Team bereits viel Zeit investiert, fertig sei dieser aber noch nicht. Außerdem bestätigt Google die Arbeit an Android N, dem Nachfolger von Android 6.0 Marshmallow. Ob der Split-Screen-Modus ein Teil von Android N sein wird oder bereits als Update für Android 6.0 entwickelt wird, geht aus der Antwort allerdings nicht hervor.

Externe Bildausgabe über USB Typ-C

Auch an der Bildausgabe an externe Monitore arbeiten die Entwickler, ohne jedoch ein ungefähres oder gar konkretes Veröffentlichungsdatum nennen zu können. Über den USB-Typ-C-Anschluss des Pixel C soll zu einem späteren Zeitpunkt ein DisplayPort-Signal ausgegeben werden können. Ein Stylus für das Tablet, so wie ihn Microsoft beim Surface Pro 4 und Apple für das iPad Pro anbieten, sei hingegen nicht geplant, passive Styli von Drittanbietern würden jedoch mit dem Tablet funktionieren. Beim Pixel C liege der Fokus auf der Tastatur, um das Tablet als Convertible nutzen zu können, was bereits der Name signalisiere. Google bestätigt, dass das C in Pixel C für Convertible steht.