4/5 Asus Radeon RX 480 Strix im Test : WattMan macht die schnelle Partnerkarte leise

, 321 Kommentare

Leistungsaufnahme

Mit der Asus Radeon RX 480 Strix kommt das Testsystem auf eine Leistungsaufnahme von 57 Watt und damit auf dasselbe Ergebnis wie die Referenzkarte. Unter Last ist der Energiehunger dann abhängig vom verwendeten Modus. Nutzt man die standardmäßige Gaming-Einstellung benötigt das System in Anno 2205 226 Watt und damit nur geringe elf Watt mehr als die Referenzkarte. Damit liegt die Karte ziemlich genau auf dem Niveau der MSI GeForce GTX 1060 Gaming 6G.

Schaltet man hingegen auf den OC-Modus um, steigt die Leistungsaufnahme um zusätzliche 17 Watt auf 243 Watt. Lässt man dem Power Target manuell freien Lauf, kommen weitere 27 Watt hinzu und so kommt das Testsystem auf insgesamt 270 Watt. Dann liegt die Leistungsaufnahme auf dem Niveau der ebenso übertakteten Asus GeForce GTX 980 Strix. Im Silent-Modus kommt die Karte auf 206 Watt und liegt somit neun Watt unter dem Referenzdesign.

Manuelle Lüftersteuerung: Ruhe ohne Nachteile

Asus hat wie bereits erwähnt ein Temperature Target von 65 Grad Celsius eingestellt. Im WattMan-Tool lässt sich dieses einfach und bequem anheben, um die Lautstärke zu reduzieren. ComputerBase hat ausprobiert, was passiert, wenn die Einstellung wie auf der Referenzkarte bei 80 Grad liegt – im Gaming-Modus ohne weitere Änderungen.

Radeon RX 480 Strix – leise mit WattMan
  • Lautstärke:
    • Asus RX 480 Strix OC @ TT 80°C
      32,5
    • Asus RX 480 Strix @ Default
      41,5
    Angaben in dB(A)
  • Lüfterdrehzahl:
    • Asus RX 480 Strix @ Default
      2.100
    • Asus RX 480 Strix OC @ TT 80°C
      1.350
  • GPU-Temperatur:
    • Asus RX 480 Strix @ Default
      67
    • Asus RX 480 Strix OC @ TT 80°C
      75
    Angaben in °C
  • Leistungsaufnahme:
    • Asus RX 480 Strix OC @ TT 80°C
      223
    • Asus RX 480 Strix @ Default
      226
    Angaben in Watt (W)

Die Unterschiede durch den kleinen Eingriff in dem AMD-Tool sind gewaltig. Die Lüfter drehen mit 1.350 Umdrehungen deutlich langsamer. Die Lautstärke ist mit 32,5 Dezibel deutlich niedriger. Mit diesen Einstellungen kann man den 3D-Beschleuniger bedenkenlos als „Silent“ bezeichnen.

WattMan mit erhöhtem Temperature Target
WattMan mit erhöhtem Temperature Target

Die Temperaturen bleiben trotzdem im Rahmen. Die GPU wird 75 Grad warm, die Kartenrückseite 49 Grad. Auf die Leistungsaufnahme hat dies keinerlei Auswirkungen. Auch an der Performance ändert sich nichts.

Übertaktbarkeit

Die Polaris-10-GPU der Asus Radeon RX 480 Strix lässt sich um 40 MHz auf 1.370 MHz übertakten, bevor es zu ersten Grafikfehlern kommt. Das sind rund 100 MHz mehr als der Standard-Takt der Referenzkarte, aber nur geringe zusätzliche 40 MHz im Vergleich zur Strix selbst. Der acht Gigabyte große GDDR5-Speicher lässt sich um 400 MHz auf 4.400 MHz übertakten. Die Referenzkarte lässt oft 4.500 MHz zu, allerdings hat Asus auch die Speicherspannung um 0,25 Volt auf 0,975 Volt reduziert.

Übertakten der Grafikkarte
  • Anno 2205:
    • Asus RX 480 Strix – Übertaktet (1.370/4.400)
      38,2
    • Asus RX 480 Strix Max – Standard (1.330/4.000)
      36,7
    • Asus RX 480 Strix – Standard (1.330/4.000)
      35,8
    • Asus RX 480 Strix – Standard (1.310/4.000)
      34,5
  • COD: Black Ops III:
    • Asus RX 480 Strix – Übertaktet (1.370/4.400)
      114,8
    • Asus RX 480 Strix Max – Standard (1.330/4.000)
      107,9
    • Asus RX 480 Strix – Standard (1.330/4.000)
      107,6
    • Asus RX 480 Strix – Standard (1.310/4.000)
      104,3
  • The Witcher 3:
    • Asus RX 480 Strix – Übertaktet (1.370/4.400)
      50,9
    • Asus RX 480 Strix Max – Standard (1.330/4.000)
      48,4
    • Asus RX 480 Strix – Standard (1.330/4.000)
      47,8
    • Asus RX 480 Strix – Standard (1.310/4.000)
      45,9

Dennoch sind es die zusätzlichen 400 MHz beim Speicher, die noch ein Plus an Performance aus der Grafikkarte herausholen. Je nach Spiel steigt die Performance um vier bis sechs Prozent an. Die reine GPU-Übertaktung würde dagegen nur zusätzliche drei Prozent an Leistung ermöglichen.

Auf der nächsten Seite: Fazit