2/7 Plextor M8Pe im Test : High-Speed-M.2-SSD mit Kühler zum Kampfpreis

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Kühler und Preise

Das Format

Die M.2-Version M8PeG liegt im Standard-Formfaktor M.2 2280 vor, der eine Länge von 80 mm und eine Breite von 22 mm vorschreibt. Die Bauhöhe richtet sich nach der Bestückung mit Chips: Die Varianten bis 512 GByte sind lediglich einseitig bestückt und 2,3 mm hoch. Das 1-TB-Modell besitzt auf beiden Seiten Speicherbausteine und ist entsprechend höher.

Plextor M8PeG
Plextor M8PeG
Plextor M8PeG (unten), 2-Euro-Münze (Mitte), Samsung 950 Pro (oben)
Plextor M8PeG (unten), 2-Euro-Münze (Mitte), Samsung 950 Pro (oben)
Abmessungen der Plextor M8PeG
128/256/512 GB 1 TB
Maße ohne Kühler 80 × 22 × 2,3 mm (single-sided) 80 × 22 × 3,65 mm (double-sided)
Maße mit Kühler 80 × 22,85 × 4,79 mm

Auch wenn der Kühler sehr dünn ausgeführt ist, bedeutet er eine Vergrößerung der SSD in Höhe und Breite. Die Höhe steigt um rund 2,5 auf 4,8 mm an, die Breite legt um 0,85 mm zu. Auch wenn die Abmessungen immer noch gering erscheinen, kann dies bereits zu Einschränkungen der Kompatibilität insbesondere in Notebooks führen. Plextor weist auf der Verpackung gleich mehrfach darauf hin, dass die M8PeG mit Kühler nicht für Notebooks beziehungsweise nur eingeschränkt für Notebooks nutzbar ist. Im Zweifel müssen die jeweiligen Platzverhältnisse geprüft werden.

Plextor M8PeG: Nicht empfohlen für Notebooks
Plextor M8PeG: Nicht empfohlen für Notebooks

Mit Ausblick auf das doppelseitig bestückte 1-TB-Modell hat Plextor das Aluminium-Blech derart gestaltet, dass es die Rückseite an den Seiten überragt. Die Gesamthöhe ist somit bei allen Modellen identisch, doch hätte der Kühler bei den kleineren Modellen durchaus flacher ausfallen können.

Die Preise lassen aufhorchen!

Die von Plextor genannten unverbindlichen Preisempfehlungen (UVP) überraschten die Redaktion. Die M8Pe unterbietet die Straßenpreise der Konkurrenz bereits bei der UVP deutlich. Auf Nachfrage wurden die Preise mehrmals bestätigt, die Mehrwertsteuer sei enthalten, wurde versichert. Zudem wurde deutlich gemacht, dass es keinen Aufpreis für den Kühler der M.2-Version gibt. Ende August soll die Verfügbarkeit der diversen Varianten gegeben sein.

128 GB 256 GB 512 GB 1.024 GB
Plextor M8PeG (M.2 2280) 73 €* 123 €* 228 €* 399 €*
Plextor M8PeG (M.2 2280 mit Kühler)
Plextor M8PeY (PCIe-Karte HHHL) 109 €* 159 €* 264 €* 435 €*
Samsung 950 Pro (M.2 2280) 177 €** 308 €**
Toshiba OCZ RD400 (M.2 2280) 120 €** 164 €** 275 €** 628 €**
Toshiba OCZ RD400A (PCIe-Karte HHHL) 138 €** 193 €** 316 €** 634 €**
*UVP des Herstellers
**Im Preisvergleich, Stand 05.08.2016, gerundet

Der Vergleich mit der direkten Konkurrenz verdeutlicht, welche Kampfpreise Plextor hier vorgibt: Die getestete Plextor M8PeG 512 GB ist knapp 50 Euro günstiger als die gleichgroße Toshiba OCZ RD400. Der Preisvorteil gegenüber der Samsung 950 Pro beträgt sogar 80 Euro. Selbst die Variante M8PeY mit aufwendigem PCIe-Adapter ist bereits bei der UVP günstiger als die „nackte“ M.2-Konkurrenz.

Der Einstieg in die SSD-Oberklasse mit PCIe 3.0 und NVMe ist bei Plextor somit so günstig wie noch nie! In der Regel werden Preisempfehlungen des Herstellers im Konkurrenzkampf der Einzelhändler noch unterboten, damit wäre der Preisvorteil noch größer.

Treiber und Tool

Weder für die Plextor M8Pe noch für die verwandte Lite-On CX2 bietet der Hersteller einen eigenen NVMe-Treiber an. Dies ist auch nicht zwingend erforderlich, werden NVMe-SSDs doch seit Windows 8.1 von Haus aus unterstützt, für Windows 7 gibt es einen Microsoft-Treiber als Update. Aktuellere Versionen von Linux und OS X bieten ebenfalls NVMe-Support.

Doch bereitet der Microsoft-NVMe-Treiber bei manchen Benchmarks Probleme und führt zum Beispiel bei AS SSD zu einer sehr niedrigen Schreibleistung, da das Caching nicht funktioniert. Abhilfe schafft hier ein „Trick“: Wird ein Häkchen in den Schreibcacherichtlinien gesetzt, steht auch in den betroffenen Benchmarks die volle Leistung zur Verfügung. Diese Einstellung wurde für sämtliche Tests mit der M8Pe verwendet.

Bisher sind keine Fälle bekannt, dass es mit dem Microsoft-Treiber auch im praktischen Einsatz zu derartigen Leistungseinbußen kommt, dennoch ist die Einstellung bei Bedarf über den Weg Gerätemanager -> Laufwerke -> Plextor M8Pe -> Eigenschaften -> Richtlinien auffindbar. Der Screenshot dient zur Veranschaulichung:

Der zweite Haken umgeht das Problem
Der zweite Haken umgeht das Problem

Das Plextool kennt die M8Pe noch nicht

Plextor bietet wie viele Hersteller ein SSD-Tool an, mit dem sich unter anderem der Laufwerkszustand abrufen oder ein Firmware-Update durchführen lässt. Die aktuelle Version 1.2.2 des Plextool erkennt die M8Pe jedoch noch nicht. Hier wäre wünschenswert, wenn zeitnah eine Aktualisierung nachgereicht wird. Bis zur Markteinführung Ende August sind allerdings noch einige Wochen Zeit.

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